Babykeks

Archiv -Juli 2010

Wespen & Babys

Wespe_pixelio.de

Es scheint zwar so, als hätte sich der Sommer derzeit etwas zurückgezogen, aber sobald die Grillsaison weiter geht, kommen auch wieder die geflügelten, stechenden Probleme…

Wir sind riesen Grillfans und darum sind wir sehr oft mit Babykeks im Garten, wenn auch Fleisch, Salate oder auch Kuchen etc. in unmittelbarer Nähe stehen. Das lockt natürlich Wespen und Co. an und erhöht auf unangenehme Weise meinen „Besorgte-Mami-Puls“. Da Babykeks nach allem grabscht, was in unmittelbarer Nähe von ihm ist, und dabei erschreckend flink ist, muss ich mir ernsthafte Sorgen machen, dass er eine Wespe erwischt und diese sich dann rächt. Ich mag den Wespen ja nichts Böses unterstellen, aber was, wenn ein aggressives Exemplar mein Baby ins Visier nimmt? Aus diesem Grund habe ich mich mal schlau gemacht in Sachen „Stich-Prävention“.

Der Klassiker ist natürlich das Mückennetz, das man über den Wagen spannen kann, wenn das Baby schläft. Ist es wach, empfiehlt sich im Allgemeinen, alle Speisen so gut und so lange wie möglich abgedeckt zu lassen. Wenn das Baby schon aus einem Becher trinken kann, ist ein Strohhalm ein absolutes MUSS, da so das Verschlucken von Wespen und Ähnlichem verhindert werden kann. Auch könnte man in einiger Entfernung eine Zuckerwasser-Falle aufhängen oder auch die guten alten Mückenfackeln aufstellen, da Insekten generell kein Feuer mögen.

Irgendwo einen Teller mit einem Steak als „Bitt-Opfer“ zu platzieren, geht meistens nach hinten los, und von Cremes oder Insektensprays ist bei kleinen Kindern ja generell heftig abzuraten! Wenn es dann doch zum Schlimmsten kommt, heißt es, erst mal Ruhe bewahren und den Stich so gut wie möglich kühlen. Sollte in den Mundraum gestochen worden sein, sofort ein Eiswürfel in den Mund, damit die Atemwege nicht zu schwellen und ab zum Arzt. Tritt keine allergische Reaktion auf, kann man sich entspannen und das Baby trösten… Ein Wespenstich tut sehr weh und ist auf die Körpergröße des Babys bezogen schon schlimmer, als wenn es unsereins trifft. Dennoch ist der Anteil des Giftes auch für Babys zu gering, um ernsthaften Schaden anzurichten (immer ausgenommen allergische Reaktionen).

Fazit: Viel mehr als aufmerksam sein und beim Schlafen ein Mückennetz zu nutzen, kann man leider nicht tun. Sollte einer meiner Leser noch einen guten Tipp haben, bitte ich um ein ausführliches Kommentar :-)

Bildnachweis: © JPW.Peters/pixelio

Blogger United

Bloggerunited

Das erste Mal in der Geschichte des noch jungen Babykeks-Blogs verfasse ich einen Artikel, in dem es absolut und überhaupt gar nicht um Babys geht… Der Grund für diesen Artikel ist die tolle Idee, die hinter „Blogger United“ steht. Wie der Name bereits verrät, ist das Ziel der „Blogger United“, alle Blogger weltweit zu vereinen. Dies öffnet uns Bloggern zum einen die tolle Möglichkeit, andere Blogger und das gesamte Spektrum der unterschiedlichsten Blogthemen kennenzulernen und zum anderen den eigenen Blog etwas bekannter zu machen.
Auf der Blogger-United-Seite sind bereits sehr viele verschiedene Blogger eingetragen, die Artikel für den Blog verfassen, was diesen dadurch immer frisch und abwechslungsreich hält. Neben nützlichen Tipps für die Bloggergemeinschaft finden sich auch interessante, witzige und informative Beiträge in den unterschiedlichsten Kategorien – von Musik, Sport, Finanzen bis hin zu Politik, News und Vielem mehr – findet sicherlich jeder ein passendes Thema für sich.
Ein Besuch auf http://bloggerunited.de ist sicherlich eine lohnende Abwechslung. Wir wünschen viel Spaß dabei!
Babykeks & tanzende Mama

Babyaugen immer Blau?

augel_blau_pixelio.de

Ammenmärchen die Erste!
Dieser Artikel startet meine neue Reihe, in der ich mit einigen Gerüchten rund um Schwangerschaft und Babys aufräumen werde.
Ein Klassiker: Alle Babys haben blaue Augen bei der Geburt! Wahr oder falsch?
Nachdem ich eingehende Recherche betrieben habe, muss ich anmerken, dass es zwar ein wissenschaftliche Erklärung gibt, jedoch immer viele Stimmen laut werden, die behaupten, dass dies bei ihrem Baby schlichtweg nicht zugetroffen hätte… eigenartig… aber nun zur Erklärung:

(Fast) jedes Baby hat bei der Geburt blaue Augen: Wahr!
Aber eigentlich sind die meisten Augen gar nicht blau, sondern schimmern nur bläulich, was mit der noch nicht abgeschlossenen Entwicklung der Augen zusammenhängt. Weil die Regenbogenhaut der Babys noch nicht richtig das Licht der Umgebung aufnehmen kann, wird das einfallende Licht in einem bläulichen Schimmer zurückgeworfen.
Wie entstehen die Augenfarben: Blau, Grün und Braun?
Jeder Mensch trägt das Pigment Melanin in sich. Je mehr Melanin im Körper produziert wird, desto dunkler wird die Augen- wie auch die Hautfarbe sein. Die endgültige Produktionsmenge des Melanins stellt sich erst in den ersten beiden Lebensjahren ein. Solange kann sich die Augenfarbe noch ändern.
Die drei Augenfarben entstehen, weil das Melanin bestimmte Wellenlängen des Lichtes reflektiert. Die Regenbogenhaut des Auges hat zwei Gewebsschichten: Das Stroma und das Pigmentepithel. Die Menge des im Stroma befindlichen Melanins ist entscheidend, denn je weniger Melanin vorhanden ist, desto mehr wird das blaue Pigmentepithel durchscheinen. Je höher der Melaninanteil in der Regenbogenhaut ist, desto dunkler wird die Augenfarbe.
Beim Vererben der Augenfarbe handelt es sich um einen klassisch dominant (braun) ressesiven (blau) Erbgang. Eltern, die beide blaue Augen haben, können nur ein blauäugiges Kind zeugen, wohingegen braunäugige Eltern eine Wahrscheinlichkeit von 1:3 haben, dass ihr Kind blaue Augen haben wird. Die Augenfarbe Blau könnte also eine Generation überspringen, während die braune Farbe im dominanten Genom der Eltern auf jeden Fall weitergegeben wird. Übrigens werden die Augen bei jedem Menschen im Laufe seines Lebens heller, denn die Pupillenbewegung schwemmt die Pigmente mit den Jahren aus dem Stroma hinaus.
Also schaut ganz genau in die Augen eures Babys. Könnt ihr bereits dunkle Flecken im Blau erkennen, wird sich die Augenfarbe mit ziemlicher Sicherheit noch ändern. Beim Babykeks war nie auch nur der Hauch eines Blauschimmers zu erkennen. Als er geboren wurde, hatte er bereits extrem dunkle Augen. In den ersten drei Tagen hatte ich noch Hoffnung, dass er vielleicht doch meine grünen Augen geerbt hätte, doch als sich seine Melaninproduktion eingependelt hatte, verschwand das „grünliche“ Schimmern (verursacht durch das blaue Pigmentepithel, das bereits stark verdunkelt war) und wich beeindruckend braunen Augen.

Quellen unter anderem: Eltern.de; Wikipedia.de; Biobuch aus der Schule 😉

Babykeks‘ erste Heldentat

superman

Hin und wieder können sogar frisch gebackene Eltern spontan sein. Klingt unglaublich, ist aber wahr! Und so führte unsere Spontanität zur ersten Heldentat unseres Babykekses.
Mittwochs gab es bei „brands4friends“ Kurzurlaube im familienfreundlichsten Hotel BW zu kaufen. Um 15.00 Uhr hatte ich das Angebot entdeckt und um 16.30 Uhr hatten wir für den nächsten Tag unsere Reise gebucht. Noch schnell das Nötigste besorgt, gegessen, geschlafen und schon ging es los. Derartige spontane Beschlüsse können übrigens bei Großeltern Herzrhythmusstörungen verursachen, also Vorsicht 😉
Da man mit einem kleinen Baby nicht ganz so flexibel sein kann, ging es natürlich gleich zum Touristen-Informationscenter, um in Erfahrung zu bringen, was man alles mit Kinderwagen in der Gegend unternehmen kann (außer das SPA im Hotel zu genießen – versteht sich). Das Gebäude war hell, freundlich und leer… Ich natürlich gleich die Räumlichkeiten für junge Mamis angesteuert, während mein Liebster und Babykeks warten und hoffen, dass vielleicht jemand kommt.
Als ich wieder in die Halle zurückkomme, brabbelt mein Baby gut gelaunt vor sich hin, mein Liebster strahlt wie ein Honigkuchenpferd, eine junge Frau schaut reichlich aufgewühlt drein und zwei ältere Damen mit Gehhilfen überhäufen meine beiden Männer mit Dankesbekundungen.
Die beiden Damen befanden sich nämlich in großer Not, da sie schon einige Zeit im Fahrstuhl festgesessen hatten und unser kleiner Held war der einzige, der die leisen Stimmen der Damen um Hilfe rufen hörte. Weil Babykeks sich immer wieder zum Fahrstuhl gedreht hatte und brabbelte, hatte er meinen Liebsten auf die Notlage aufmerksam gemacht, und dieser konnte die verklemmten Türen öffnen.
Zum Dank erhielten wir vom Infocenter sogar einige Zeitschriften und unglaublich viele Informationen umsonst… Tja, ihr könnt euch vorstellen, wie stolz wir auf unseren kleinen, aufmerksamen Helden waren! Als gute Eltern waren wir dann auch zur Belohnung ganz lange mit ihm im Park und haben ihm sämtliche Tiere gezeigt und später ging es dann auch mit Papa in den Pool. Zwei Dinge, die unseren Babykekshelden glücklich machen: Tiere und Wasser!

Ballons & Bettwäsche!

Ballons_pixelio.de

Diese Spielidee ist etwas ganz Aufregendes für das Kleine! Ich habe einen alten, kunterbunten Kopfkissenbezug aus dem Schrank gekramt und so viele Luftballons aufgeblasen, dass ich ihn damit komplett füllen konnte.

Tipp: die Ballons nicht zu prall aufblasen, damit sie weich und ein bisschen nachgiebig bleiben!

Für das Baby ist es ein großer Spaß, auf diesem ungewohnten Untergrund mit Mamas oder Papas Hilfe die neue Situation zu erkunden und die eigenen Fähigkeiten auszuloten. Und wir Eltern haben die Gewissheit, etwas für den Gleichgewichtssinn, das Körpergefühl und die Motorik des Babys getan zu haben. Ob in Rückenlage, Bauchlage oder später sogar sitzend oder stehend – wenn es dem kleinen Sprössling gefällt, kann das Spiel lange Zeit im Repertoire bleiben…

Viel Freude beim Ausprobieren :-)

Papas Arbeit

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Heute wurde der gewohnte Tagesablauf unseres Babykekses ein wenig durcheinander gebracht, weil er zum ersten Mal mit seinem Papa zur Arbeit gehen durfte. Nach fast sechs Tagen durchgemachter „Zahnungs-Nächte“ habe ich mir einen freien Vormittag verdient…
Im Home-Office seines Arbeitskollegen wurde also die Krabbeldecke ausgebreitet, alle Lieblingsspielzeuge darauf verteilt und Babykeks staunend in die Mitte gesetzt. Zu Anfang bekam der große fremde Kollegen-Mann nur sehr skeptische Blicke zugeworfen und der Babykeks war sehr ruhig und zurückhaltend. Aber wie das mit den lieben Kleinen so ist, hat dieser Zustand nicht sehr lange gehalten. Nach einer dreiviertel Stunde war der fremde Mann schließlich der neue interessante Mann und an Arbeit war nicht mehr zu denken, denn unser Babykeks wollte bespasst werden…
Der arme Kollege musste mit sämtlichen Kuscheltieren, die es in der Wohnung zu finden gab, aufwarten und punktete sich somit in Babykeks‘ kleines Herz.
Tja, ich befürchte die „verlorene“ Zeit wird mein Liebster jetzt wohl in Überstunden nachholen müssen, aber dafür können Mann und Kollege behaupten, einen schönen Vormittag erlebt zu haben. Gegen halb eins wurde Babykeks dann wieder von mir abgeholt und wir überließen die Männer wieder der harten Arbeit…
… aber wenn es nach mir ginge, könnte sich so ein Papa-Baby-Kollege-Vormittag ruhig einbürgern :-)

Brocken & Brumm-Brumm

BrummBrumm_pixelio.de

Ach du dicke Backe! Diese Woche habe ich vielleicht wieder was mitgemacht. Anscheinend haben sich meine beiden großen Leute überlegt, dass die fetten Monate für mich vorbei sein sollen und geben mir jetzt mittags nur noch Essen mit richtig großen Brocken drin. Das ist ja sooooo anstrengend, sie klein zu bekommen, bevor ich sie endlich runter schlucken kann – nur gut, dass ich endlich diese harten kleinen Dinger im Mund habe, die mir so aua gemacht hatten. Sind ja doch noch zu was nützlich, die weißen Jungs.
Ich glaube, darum haben sie mich endlich aus diesem engen Tragedings genommen, dass immer so laut geklickt hat, wenn wir mit dem großen Zimmer, das der tolle Mann immer als Brumm-Brumm bezeichnet, losgezogen sind. Die liebe Frau hat mich in ein super tolles Teil reingesetzt, das sie zuvor mit richtig lustigen und bunten Spielsachen behängt hat. Das Teil ist spitze… wenn das Brumm-Brumm-Geräusch los geht, sehe ich endlich mal was Interessantes! Aber irgendwie macht mich das Brumm-Brumm immer so schläfrig und es ist ja so ärgerlich, wenn ich wieder feststelle, dass ich eingeschlafen bin und mich die beiden lieben Großen erst wecken, wenn wir damit fertig sind.
Naja, dafür gibt’s jetzt aber andere Kekse. Die sind nicht mehr weiß und rund, sondern länglich und soooo lecker süß wie die tolle Frau!
Ich schau lieber mal, dass ich wieder einen von diesen tollen Keksen abbekomme…

Spieglein, Spieglein auf dem Boden

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Und plötzlich hat das Baby sich selbst im Spiegel entdeckt…

Um die ganze Sache noch etwas spannender und vor allem als nützliches Training für den kleinen Körper zu gestalten, kann man den Spiegel auch mal auf den Boden legen und sich nicht immer nur im Stehen betrachten lassen.

Legt den Spiegel auf eine weiche Unterlage und verteilt einige kleine Spielzeuge darauf. Dann fehlt nur noch das Baby, das in Bauchlage an den Rand des Spiegels gelegt wird, damit es mit Kopf und Händen über der Spiegelfläche liegt. Es ist sehr spannend zu beobachten, wie das Kleine alles genau analysiert, während es spielt, sich betrachtet und nebenbei den Rücken und das Kopfhalten trainiert. Wenn es dann auch noch Mama und/oder Papa in der Spiegelung entdeckt, ist die Sache perfekt 😉

Richtig faszinierend wird es dann für den kleinen Entdecker, wenn es den verlorenen Speichel hemmungslos mit den Spielsachen über die Fläche schmieren kann; und wieder was Neues gelernt: Speichel tropft nicht nur runter oder macht die Kleider nass, nein, er verzerrt auch die Gesichter und Spielsachen 😉

Wir Eltern sind das Saubermachen und all die „ekligen“ Baby-Dinge ja sowieso schon gewöhnt 😉 Viel Spaß beim Ausprobieren!!!

Schnuller, Nuckel & Co.

Schnuller

Vor und in der Schwangerschaft gehörte ich (selbstverständlich) zu den super informierten „Bald-Mamis“, die ihrem Kind keinesfalls die schlimme Kieferverformung antun, die bekannterweise Schnuller verursachen. Dann habe ich meinen Babykeks geboren und plötzlich war da dieser verlockende Schnuller…

Nachdem meine Hebamme mir sogar zu einem Schnuller geraten hatte,  begann ich, genauer zu recherchieren, und war froh, dass ich mein schlechtes Gewissen beruhigen und später sogar über Bord werfen konnte.

Mittlerweile empfehlen Kinderärzte sogar ausdrücklich, dem Baby Schnuller und Co. nicht vorzuenthalten. Zum einen dient der Schnuller zur Befriedigung des natürlichen Saugbedürfnisses und zum anderen haben US-amerikanische Forscher im Dezember 2005 wissenschaftlich bestätigt, dass der Gebrauch von Schnullern und Co. dem plötzlichen Kindstod entgegenwirkt.

Leider besteht das Risiko zur Kieferverformung nach wie vor und die Mundatmung, die das Saugen am Schnuller mit sich bringt, erhöht auch das Kariesrisiko sowie das Einfangen von Erkältungskrankheiten.  Aber Karies kann man vorbeugen und ein gutes Immunsystem kann man dem Baby als Mami mitgeben.

In einer Sache jedoch sind sich alle Experten einig: Nach zwei Jahren Schnuller-Ära sollte man das Kind entwöhnen, auch wenn der liebgewonnene  „Freund“ nur schweren Kinderherzens fortgegeben werden wird.

Mein Babykeks wird sich sehr freuen, dass es noch ganze eineinhalb Jahre nuckeln darf…

Eltern-(Klein)kind-Parkplatz!

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Endlich haben die meisten Supermärkte mitbekommen, dass es ein wenig schwierig sein kann, mit einem kleinen Kind einkaufen zu gehen. Nachdem es nun standardmäßig Babyschalen-Halterungen an einigen speziellen Einkaufswagen gibt, stellen die Märkte nun auch Eltern-(Klein)kind-Parkplätze direkt am Eingang zur Verfügung.

Dumm nur, dass diese anscheinend nahezu immer von Autofahrern benutzt werden, die keine Kinder dabei haben. Bei solchen Leuten könnte ich an die Decke gehen. Ignorante, egoistische Individuen, die nicht den Hauch eines Gedanken daran verschwenden, wie schwer es für eine Mami ist, ihr Kind samt Babyschale, Wickel- und Handtasche von dem aufgezwungenen Parkplatz am hinteren Ende bis vor zu den Einkaufswagen zu laufen!!!

Also zügle ich mein Temperament und erkundige mich höflich, wo denn nun das Kleinkind im Auto versteckt sei. Daraufhin erhalte ich niveaulose und meistens auch sehr beleidigende Antworten und sogar Androhungen körperlicher Gewalt und das, obgleich ich mich mit der Babyschale abmühe, wenn ich an besagten Personen vorbeilaufe, die gerade widerrechtlich dort geparkt haben.

Liebe Leser, was ist nur los mit diesen Menschen? Und wie erwehrt man sich solcher Ungerechtigkeiten???

Finger zeigt!

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Endlich hat unser Babykeks herausgefunden, dass man, wenn man auf Dinge deutet, meistens seinen Willen bekommt. Das nutzt der Kleine natürlich gnadenlos aus. Zwar verfällt er hin und wieder in vollkommene Entrüstung, wenn wir Eltern nicht sofort begreifen, ob er die Sache, auf die er deutet, haben möchte oder sie einfach nur benannt haben will, aber diese kleinen Ausbrüche wissen wir mittlerweile schnell zu besänftigen.

Uns schwillt die Brust vor Stolz, wenn wir gemeinsam ein Bilderbuch ansehen und ihn bitten, uns die Katze zu zeigen. Sofort schnellt der kleine Zeigefinger auf das Tier und dann erwartet Babykeks natürlich zur Belohnung, dass wir ihm auch sofort das jeweilige Geräusch des Tieres vormachen. Dass er noch des Öfteren den Fisch mit dem Hund vertauscht, ist nicht weiter tragisch und trägt zu unserer Belustigung bei.  Je mehr wir üben, desto sicherer wird er mittlerweile.

Sein absoluter Favorit ist derzeit übrigens unser Ventilator. Er findet das Gerät einfach nur super klasse, deutet immer wieder darauf  und zeigt uns beim Lächeln seine drei Zähnchen, wenn wir dann inbrünstig >>Ventilator<< sagen.

Doof gelaufen ist es allerdings, wenn wir ihn mal wieder zum Einschlafen auf den Armen tragen und versehentlich am Ventilator vorbei kommen. Egal wie müde er ist. Sofort werden die Äugelein wieder wacher und der Finger deutet zielsicher auf das Objekt seiner Begierde. Übrigens, er kann bereits verschiedene Gerätetypen auseinander halten. Bei den Großeltern oder in der Stadt erfolgt genau dasselbe „Zeige-Spiel“…

Geheimnisse und brrrr-Zeug!

Kalt_pixelio.de

Hallo Ihr, fremde Leute, Ihr könnt ja schon lesen! Das ist vielleicht toll! Also ich schau mir mit meinen beiden lieben Großen Bilderbücher an und finde es so was von witzig, wenn sie sich ein Loch in den Bauch freuen, weil ich mit meinem Finger auf das Tier zeige, das sie mir bestimmt schon 1 Million Mal vorgesagt haben. Die sind echt unterhaltsam, die Beiden…

Aber kommt mal näher, ich verrate Euch ein Geheimnis! Ich habe herausgefunden, dass wenn ich ganz arg weine und riesige Krokodils-Tränen vergieße, dass ich dann früher oder später bekomme, was ich möchte. Der tolle große Mann knickt meistens als Erster ein, dicht gefolgt von den zwei knuffigen Frauen, die gar nicht bei uns wohnen, aber oft da sind und mich knuddeln und verwöhnen. Die leckere schöne Frau ist da viel schwerer zu knacken, aber wenn ich sie mit meinen Augen ganz hilfesuchend anschaue, wird sie meistens auch schwach.

Doof nur, dass ich in letzter Zeit ganz oft Wasser aus meinen Augen laufen lassen muss, ohne dass ich das eigentlich will. Ich glaube, das liegt an den schlimmen Dingen in meinem Mund. Wenn ich mit meinen Fingerchen drüber fahre, wird es besser ­- und wenn ich ganz fest auf meine bunten Spielsachen beiße -, aber das hilft immer nur kurz. Die liebe Frau nimmt mich dann immer mit zum großen grauen, brummenden Kasten und gibt mir dieses brrrr-Zeug. Es ist lustig, wenn sie „brrrr“ macht, dann muss ich immer lachen. Allerdings kann ich Euch sagen, dass diese Aua-Sache gar nicht lustig ist. Hoffentlich kann ich das nächste Mal wieder viel spannendere Dinge berichten…

So, ich würde ja jetzt meinen Keks essen, aber ich glaube, ich nehme mal besser das brrrr-Zeug!