Ammenmärchen die Erste!
Dieser Artikel startet meine neue Reihe, in der ich mit einigen Gerüchten rund um Schwangerschaft und Babys aufräumen werde.
Ein Klassiker: Alle Babys haben blaue Augen bei der Geburt! Wahr oder falsch?
Nachdem ich eingehende Recherche betrieben habe, muss ich anmerken, dass es zwar ein wissenschaftliche Erklärung gibt, jedoch immer viele Stimmen laut werden, die behaupten, dass dies bei ihrem Baby schlichtweg nicht zugetroffen hätte… eigenartig… aber nun zur Erklärung:

(Fast) jedes Baby hat bei der Geburt blaue Augen: Wahr!
Aber eigentlich sind die meisten Augen gar nicht blau, sondern schimmern nur bläulich, was mit der noch nicht abgeschlossenen Entwicklung der Augen zusammenhängt. Weil die Regenbogenhaut der Babys noch nicht richtig das Licht der Umgebung aufnehmen kann, wird das einfallende Licht in einem bläulichen Schimmer zurückgeworfen.
Wie entstehen die Augenfarben: Blau, Grün und Braun?
Jeder Mensch trägt das Pigment Melanin in sich. Je mehr Melanin im Körper produziert wird, desto dunkler wird die Augen- wie auch die Hautfarbe sein. Die endgültige Produktionsmenge des Melanins stellt sich erst in den ersten beiden Lebensjahren ein. Solange kann sich die Augenfarbe noch ändern.
Die drei Augenfarben entstehen, weil das Melanin bestimmte Wellenlängen des Lichtes reflektiert. Die Regenbogenhaut des Auges hat zwei Gewebsschichten: Das Stroma und das Pigmentepithel. Die Menge des im Stroma befindlichen Melanins ist entscheidend, denn je weniger Melanin vorhanden ist, desto mehr wird das blaue Pigmentepithel durchscheinen. Je höher der Melaninanteil in der Regenbogenhaut ist, desto dunkler wird die Augenfarbe.
Beim Vererben der Augenfarbe handelt es sich um einen klassisch dominant (braun) ressesiven (blau) Erbgang. Eltern, die beide blaue Augen haben, können nur ein blauäugiges Kind zeugen, wohingegen braunäugige Eltern eine Wahrscheinlichkeit von 1:3 haben, dass ihr Kind blaue Augen haben wird. Die Augenfarbe Blau könnte also eine Generation überspringen, während die braune Farbe im dominanten Genom der Eltern auf jeden Fall weitergegeben wird. Übrigens werden die Augen bei jedem Menschen im Laufe seines Lebens heller, denn die Pupillenbewegung schwemmt die Pigmente mit den Jahren aus dem Stroma hinaus.
Also schaut ganz genau in die Augen eures Babys. Könnt ihr bereits dunkle Flecken im Blau erkennen, wird sich die Augenfarbe mit ziemlicher Sicherheit noch ändern. Beim Babykeks war nie auch nur der Hauch eines Blauschimmers zu erkennen. Als er geboren wurde, hatte er bereits extrem dunkle Augen. In den ersten drei Tagen hatte ich noch Hoffnung, dass er vielleicht doch meine grünen Augen geerbt hätte, doch als sich seine Melaninproduktion eingependelt hatte, verschwand das „grünliche“ Schimmern (verursacht durch das blaue Pigmentepithel, das bereits stark verdunkelt war) und wich beeindruckend braunen Augen.

Quellen unter anderem: Eltern.de; Wikipedia.de; Biobuch aus der Schule 😉

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

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