Babykeks

Archiv -Dezember 2010

Weihnachtsmarkt und Muskelkater

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Nachdem wir das Sea Life Speyer hinter uns gelassen hatten, beschlossen wir, unsere noch verbleibende Spontanität des Jahres 2010 gänzlich aufzubrauchen und entschieden uns rechts abzubiegen, um auch noch eine Runde über den Weihnachtsmarkt zu drehen. Da es nur riesige, gebührenpflichtige Parkplätze rund um die Speyerer Innenstadt gibt, steuerten wir einen an, zogen das Ticket und schälten zum zweiten Mal an diesem Tag unser Baby und unseren Quinny Zapp Xtra Buggy aus dem Auto. Nachdem Babykeks mit einer flauschig warmen Decke im Fußsack verstaut war, waren wir beruhigt und steuerten den Weihnachtsmarkt an. Doch dies war leichter gesagt als getan. Denn nach wie vor liegt sehr viel Schnee auf den Straßen und obgleich ich unseren Quinny wirklich sehr gerne fahre, bekam ich ein mulmiges Gefühl, ob wir es überhaupt zur Innenstadt schaffen würden. Die Räder sanken tief in den Schnee ein und das Schieben wurde zu einem wahren Kraftakt. Ich befürchte, morgen werde ich Muskelkater in meinen Oberarmen haben…

Allerdings muss gesagt sein, dass mein (großer) Mann mir bei besonders kniffligen Stellen tatkräftig zur Seite stand und hier und da mal ein Rad von Eis und Schnee befreite oder auch gleich den gesamten Buggy aus dem Brabbeln herauszog,  der sich mittlerweile sehr hoch und schmutzig neben den Straßen aufbäumt. Schließlich hatten wir das Stück zum Dom geschafft und atmeten erleichtert auf, dass dort die Gehwege teils geräumt und teils derart vereist und gestreut waren, dass wir ohne großen Kraftaufwand vorwärts kamen. Da es doch sehr kalt war, beschlossen wir dem Dom ein anderes Mal einen Besuch abzustatten und gingen gleich zum Weihnachtsmarkt.

Obgleich Weihnachten bereits hinter uns liegt, habe ich mich wohl gefühlt auf dem putzigen, kleinen Weihnachtsmarkt und genoss das „Vorweihnachts-Gefühl“, das mich sonst auch immer beim Besuch eines W-Marktes überkommt. Wir Großen aßen eine Kleinigkeit und sahen Babykeks dabei zu, wie er sein Brötchen in den Fußsack krümelte. Er sah sehr zufrieden aus mit seiner Beute und den roten Backen, doch recht bald begann er seine Augen zu rollen und es wurde Zeit, zurück zum Auto zu laufen. Mir graute ein wenig vor dem Rückweg, denn abermals meldeten sich meine Oberarmmuskeln und ließen anfragen, was sie denn verbrochen hatten, um derart geschunden zu werden. Aber ich versprach ihnen baldiges Abtauen, denn dann würde das Schieben des Quinnys wieder zum Spaß werden und keine Anstrengung mehr erfordern. Auf der gesamten Rückfahrt schlummerte unser kleiner Babykeks friedlich und wachte erst auf, nachdem wir wohl behalten zu Hause ankamen.

Im Wohnzimmer warf er einen prüfenden Blick auf unser Aquarium. Wahrscheinlich ist er jetzt schwer enttäuscht von unseren sieben Fischen, denn er kennt ja jetzt „Besseres“, aber uns allen hat der Tag gut gefallen, und ein wenig betrachte ich dies als Ausklang des Jahres 2010. Ich bin sehr gespannt, was 2011 alles für uns bereithält.

Großer Familientag!

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Zum Jahresende wollten wir als frisch gebackene Familie nochmal etwas Besonderes erleben. Also haben wir gestern spontan beschlossen, in das Sea Life Speyer zu gehen und unserem Kleinen die vielen unterschiedlichen Fische zu zeigen. Gleich morgens um halb zehn saßen wir also im Auto in Richtung Speyer und freuten uns selbst wie Kinder, endlich mal wieder etwas Außergewöhnliches zu erleben. Das Glück war auf unserer Seite und  wir bekamen einen absoluten Logen-Parkplatz gleich vorm Eingang. Kind und Quinny Zapp Xtra aus dem Auto geschält und schon standen wir in der relativ kurzen Schlange. Kurz darauf hatten Mama und Papa einen Schildkröten-Stempel auf dem Handrücken, den wir unserem Kleinen jedoch verwehrten, aus Angst er würde ihn ablecken (was ja sehr wahrscheinlich ist).

Babykeks war vollkommen begeistert von den sich tummelnden Fischen und wollte gar nicht erst in die Nähe des Buggys, damit er auch ja überall selbst hin wackeln kann und nicht festgeschnallt den Launen seiner Eltern ausgesetzt wurde. Also funktionierten wir den Quinny kurzerhand zum Packesel um und beluden ihn mit Wickeltasche und sämtlichen Jacken, denn wir waren nicht allein. Tante und eine gute Freundin der Tante hatten sich unserer spontanen Idee angeschlossen. Die kleinen bunten Fische fand Babykeks nur mäßig spannend, aber als wir an die großen Becken kamen, staunte er nicht schlecht: Die Fische waren teilweiße sogar größer als er und schwammen auch noch munter zur Scheibe, um sich beschauen zu lassen. Er war hin und weg und zeigte auf jeden Fisch, wollte zu allem seinen Senf dazu brabbeln und rief so an die sieben Milliarden Mal: „Mama – Papa – Mama –Papa…“.

Mein Mann und ich waren vom Sea Life verwöhnt, das wir während unserer Australien-Reise besucht hatten und müssen zugeben, dass wir trotz langer Aufenthalte an den verschiedenen Becken doch etwas enttäuscht waren, dass wir nach eineinhalb Stunden schon komplett durch waren. In Surfers Paradise waren wir den gesamten Tag dort und hatten nicht einmal alles besuchen können, was der Park angeboten hatte.  Schön fanden wir allerdings, dass die Mitarbeiter in Speyer sehr kinderfreundlich sind und sogar unser 13 Monate alter Sohn in das Fühlbecken fassen durfte, obgleich ich befürchtet hatte, dass er das Becken zum Plantschen missbraucht, die Mitarbeiterin zitterte um die Seesterne und wie es den armen Tierchen erging, möchte ich gar nicht erst erahnen. Babykeks fand es jedenfalls spitze! Keine Sorge – kein Tier kam zu Schaden 😉 Vom Tunnel waren wir alle sehr beeindruckt. Obgleich ich mir den Tunnel etwas länger gewünscht hätte, hat man doch sehr gut die imposanten Rochen, Haie und andere Fische beobachten können.

Hierfür eignet sich übrigens ausgezeichnet die Liegeposition des Quinnys. Da das Sea Life Speyer nicht besonders groß ist, waren wir froh, uns für den Buggy entschieden zu haben, denn seine Größe und Wendigkeit haben uns den Aufenthalt sehr erleichtert. Andere Eltern mit größeren Wagen hatten teilweise Probleme oder wurden böse angeguckt, weil der Wagen die Sicht behinderte oder im Weg stand.

Nach den eineinhalb Stunden zwischen Becken, Meeresrauschen und dem Geräusch knipsender Kameras hatte Babykeks kein Interesse mehr an den Fischen und begann zu quengeln. Also haben wir ihn rasch durch den Souvenir-Shop geschleust und schlugen den Weg Richtung Auto ein. Leider mussten wir den Quinny vom ersten Stockwerk die Treppen hinunter tragen. Zwar gab es im Innenbereich einen Aufzug, aber draußen leider nur einen Behindertenaufzug (der außer Betrieb war), um wieder zum Ausgang zu gelangen. Das ist natürlich ärgerlich, aber der Quinny ist ja Gott sei Dank sehr leicht, was dem Rücken meines Mannes zu Gute kam.

Vor der Tür entdeckte unser Keksilein dann noch einen großen Haifischkopf aus Lego, der selbstverständlich eingehend untersucht werden musste.  Es waren wirklich schöne Stunden, die wir gemeinsam verbracht hatten und es tat uns allen richtig gut, ein wenig Abstand zum Alltag zu gewinnen. Und damit wir nicht gleich wieder nach Hause und zurück zum Alltag mussten, beschlossen wir auch noch den Dom und den Speyerer Weihnachtsmarkt zu besuchen… aber das ist ein anderer Blogeintrag…

Zum Schutz der Tiere darf man im Sea life nur OHNE Blitzlicht fotografieren… also bitte nicht über die Qualität der meiner Bilder wundern 😉

Danke, Quinnylaus!

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Nachdem unser Babykeks den Nikolaustag kurzerhand vorverlegt hatte, haben wir uns naütrlich umso mehr gefreut, als zum tatsächlichen Nikolaustag ein Paket geliefert wurde, das ein wirklich sehr nützliches Geschenk enthielt.

Doch zuvor die wichtigsten Infos: Nachdem die Temperaturen im Dezember stark gefallen waren, hatten wir Quinnycaster alle dasselbe Problem. Kein Fußsack! Und da der Quinny Zapp Xtra nunmal sehr klein und kompakt ist, konnte man leider keinen „Nicht-Quinny-Fußsack” einlegen und somit lag die Testphase bei sämtlichen Castern erstmal ein paar Tage auf Eis. Wir Caster haben das natürlich im Forum hin und her diskutiert und schließlich drang unsere Misere zu unserem Caster-Team bei Quinny durch, die daraufhin eine mysteriöse E-Mail herausschickte, die besagte, dass um die Nikolauszeit vielleicht ein warmes Geschenk ins Haus flattern würde. Natürlich waren wir Caster total begeistert und fieberten unseren „hoffentlich Fußsäcke”-Geschenken entgegen. Schließlich war es endlich der sechste Dezember und Babykeks und ich blieben extra zu Hause, damit wir auch auf überhaupt gar keinen Fall den Paketdienst verpassen würden. Und natürlich hat sich unser Warten gelohnt. Es klingelte an der Tür…….. und hier beginnt die Geschichte vom Quinnylaus:

Obwohl zu unserer Casting-Vereinbarung lediglich die Bereitstellung des Buggys gehörte, hat das Caster-Team von Quinny super schnell reagiert und zeigte sich mehr als großzügig, allen Castern einen Fußsack im passenden Design zum jeweiligen Quinny zu schicken.

Meiner Meinung nach wirft dies ein wirklich sehr gutes Licht auf Quinny im Allgemeinen. Kullant und schnell sind zwei Dinge, die ich an Firmen sehr schätze. Ein weiterer großer Pluspunkt für Quinny! Babykeks und ich sagen nochmal: Vielen, vielen Dank!

Dezember Teaser!

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Hallo Ihr liebe Leser, schon länger nichts mehr von uns gehört… Aber wahrscheinlich hat sich der ein oder andere von euch bereits gedacht, dass dies wohl am alljährlichen Weihnachtschaos liegt, dass in diesem Jahr noch mit einem Sahnehäubchen Schnee verziert wurde. Die gute Nachricht ist: Der Papa vom Babykeks hat jetzt Urlaub, was so viel bedeutet wie: Ich habe endlich wieder Zeit zu bloggen!

Ich möchte euch auch gar nicht lange mit der unglücklichen Leidensgeschichte in unserer Vorweihnachtszeit langweilen,  nur so viel sei gesagt: Baby krank / Papa krank / Mama krank / Baby krank / Baby gestürzt – Klinikaufenthalt / Mama ausgepowert / Papa krank / Weihnachten!

Gott sei Dank, dass sich hin und wieder auch ein paar richtig schöne Tage in unseren Dezember reingemogelt hatten, von denen ich euch in den kommenden Tagen rückblickend berichten werde.

Als kleine Konstante in meinen Berichten möchte ich die Tatsache verwenden, dass Babykeks und ich nach wie vor begeisterte Quinny-Zapp-Xtra-Caster sind und diese Aufgabe natürlich nicht vernachlässigen möchten. Also verpacke ich unsere Erlebnisse gleich auch hin und wieder in einen Testbericht und hoffe, dass ihr Leser diese Two-in-One-Sache zu schätzen wisst 😉  Jeden Monat bekommen wir Caster eine Aufgabe gestellt und dieses Mal war sie nicht ganz einfach zu lösen. Wir sollen über unsere Weihnachtsvorbereitungen, die Feierlichkeiten und die Zeit „zwischen den Jahren“ mit den Erlebnissen und Erfahrungen im Gebrauch des Quinnys berichten.  Zuerst stand uns da der miserable Gesundheitszustand der gesamten Familie im Weg und gleich darauf bricht doch tatsächlich ein weißer Winter über Deutschland ein. Natürlich haben wir uns riesig über den Schnee gefreut (wir mussten ja auch nicht mehr zur Arbeit fahren und wohnen mitten in der Stadt), aber leider haben die ungewohnten Schneemassen unser Testobjekt in einen unfreiwilligen Winterschlaf gezwungen. Also muss ich mich jetzt ganz schön ranhalten, um die Monatsaufgabe noch erfüllen zu können.

Damit ihr ungefähr wisst, was die nächsten Tage auf euch zukommen wird, habe ich mir gedacht, euch schon mal mit den geplanten Überschriften meiner Artikel neugierig zu machen. Ganz im Stil eines Kino-Trailer-Teasers… Also bleibt uns treu und seid gespannt auf unseren Monat Dezember!

Quinny Monatsaufgabe Dezember:

Danke, Quinnylaus (ein Fußsack vom Nikolaus)

Quinny hält Winterschlaf… (nicht fahrbar bei Schnee)

Weihnachtsbaum (sicher vor Baby dank Quinny)

Im Altenheim (Kleiner als Rollator und viel wendiger)

Friedenspark (Schnee abgetaut, Quinny aufgetaucht)

Allgemein:

Klinikaufenthaltshorror

Erste Schlittenfahrt

Babykeks läuft = Erster Schuhkauf

Weihnachten, die Zweite (seither steht Babykeks auf Geschenke!)

Gleich morgen gibt es den ersten Artikel…

Baby schläft, wenn Quinny rattert

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Da unser kleiner Babykeks gerade gegen eine üble Bronchitis kämpft, haben wir ganz brav den ärztlichen Rat befolgt und sind mit ihm an die kühle und vor allem trockene Luft gegangen. Eingepackt in vier dicke Schichten Kleidung haben wir uns sogar getraut, endlich mal wieder unseren  Quinny Zapp Xtra zu benutzen, obgleich wir leider (zu diesem Zeitpunkt) noch keinen Fußsack hatten. Aber wir warteten geduldig auf den Nikolaus, denn wir waren alle außerordentlich lieb und hofften auf ein ganz besonderes Geschenk 😉

Unser Ziel war dieses Mal ein sehr schöner Park in gerade Mal sieben Autofahrt-Minuten von zu Hause entfernt. Am Ziel angekommen war Babykeks natürlich schon wieder eingeschlafen. Er ist ja entschuldigt, weil er krank ist, aber leider hat er tatsächlich die gesamten zwei Stunden Spaziergang glatt verschlafen. Vorsichtig haben wir ihn also aus dem Autositz geschält, in den Quinny gelegt und zusätzlich in eine flauschige, warme Decke gehüllt. So konnte es endlich losgehen.

Der Park ist die ideale Teststrecke für die Bereifung des Quinny Zapp Xtras. In den vergangenen Tagen hatte es hin und wieder geschneit, aber da wir ja leider in einem sehr schneeuntypischen Gebiet wohnen, blieb davon nur noch die feuchte, schlammige Erde als Beweis zurück.

Ich hätte ehrlich gesagt schon ein wenig mehr  „Widerstand“ erwartet, als die Reifen über die verschiedenen Untergründe gefahren sind, aber ich muss sagen, dass ich mit keiner Gegebenheit Probleme hatte: Kopfsteinpflaster, Rasen, schlammiger Boden, alles war recht einfach zu meistern.

Was ich ein wenig schade finde, ist, dass die Räder – ganz typisch für einen Buggy – sehr laut sind und hatte mir für mein schlafendes Kind leisere Räder gewünscht, wie man sie an manchen normalen Kinderwägen findet. Doch Babykeks hat sich auch von dem Geratter nicht aufwecken lassen und schnarchte leicht, während wir ganz heroisch einen riesigen Laubhügel ansteuerten. Mit dem Laub hätte wohl jeder Buggy seine Probleme gehabt, denn alles über 10 cm ist etwas unfair von uns gewesen, das gebe ich gerne zu, aber dem Fun-Faktor hat es keinen Abbruch getan und mein Mann und ich hatten unseren Spaß.

Keine Ahnung, ob es der Bequemlichkeit des Quinnys zuzuschreiben ist oder dem fast schon komatösen Schlaf unseres Söhnchens, aber kein Ruckeln, Schockeln oder Hängenbleiben an diversen Steinen oder Stufen hat ihn aufgeweckt. Er lag völlig entspannt und bekam von den Testmanövern seiner Eltern nichts mit.

Was mich sehr erleichtert hatte, war die Tatsache, dass, obwohl die Reifen mit Schlamm und Schmutz bedeckt waren, meine Handtasche, die ich im Einkaufsnetz verstaut hatte, nicht einen einzigen Spritzer abbekommen hatte. Abermals wurde mir das Vergnügen des Schiebens zu Teil, denn mein großer Mann hatte wenig Lust, den Spaziergang gebeugt zu verbringen.

Kaum waren wir wieder bei meinem Auto angekommen, wachte Babykeks natürlich auf und begann, interessiert die Umgebung zu betrachten. Zwar fand er es nicht so super spannend, wie Mama und Papa sich freuten, dass der neue Buggy sogar in den klitzekleinen Kofferraum von Mama‘s Auto passt, aber er ließ sich ergeben wieder in seinen Sitz schnallen und nach Hause fahren.

Auch diesmal können wir den Quinny Zapp Xtra loben. Wir hatten einen schönen Ausflug und „er“ hat jeden Spaß mitgemacht.

Ehrfürchtige Stille!

BallettStillleben

Es gibt diese rar gesäten Momente im Ballettunterricht, bei denen mir die Ballettmäuschen respektvolles Staunen entgegenbringen. Bei der Unterrichtsvorbereitung freue ich mich immer ganz besonders, etwas Neues beginnen zu können, denn ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, die Mädels am Spiegel Platz nehmen zu lassen, die Musik einzuschalten und dann das Neuzulernende vorzutanzen. Natürlich lege ich mich dann heftig ins Zeug und achte peinlich genau darauf, jede Bewegung absolut korrekt auszuführen. Das Ganze würze ich dann mit dem erlernten tänzerischen Schauspiel und genieße, die seltene, aber jedes Mal einsetzende ehrfürchtige Stille, wenn die Musik endet und ich in der Abschlusspose stehe.
Dieser Eifer, mich kopieren zu wollen, hält, wenn ich Glück habe, noch die gesamte Stunde an und motiviert die Mädchen dazu, ihr aller Bestes zu geben. Selbst die etwas Faulen unter den Ballettmäuschen strecken plötzlich ihre Füße, bis das gesamte Bein vor Anstrengung zittert. Die sich sonst ständig wiederholenden Verbesserungen muss ich auffallend wenig in dieser Stunde anbringen und einige der Mädels schaffen es sogar, ihren Gesichtsausdruck trotz hoher Konzentration einigermaßen lieblich zu halten. Oftmals sehe ich anmutige Bewegungen und einen derart verbissen konzentrierten Gesichtsausdruck, dass ich entweder schmunzeln oder mich doch leicht fürchten muss.
Es ist schön zu sehen, dass nach Wochen hartem Training alle Tänzerinnen es stets schaffen, die zuvor so erstaunlich schwere Bewegung vollkommen routiniert und geschmeidig auszuführen und dabei sogar höflich zu lächeln. Genau das ist die Kunst des Balletttanzes: Obgleich man sich abmüht und konzentriert, sieht man nach außen hin einfach nur fließend und bezaubernd aus.
Sogar in den jüngsten Ballettstufen kann ich dieses Phänomen der „ehrfürchtigen Stille“ schon beobachten und freue mich immer ungemein, wenn es die Kleinen schaffen, diesen für sie riesigen, schwierigen Schritt, letztendlich super süß tanzen zu können.
Damit diese schwierigen Aufgaben auch stets honoriert werden, gehe ich gerne nach der Stunde mit hinaus und lobe die kleinen Tänzerinnen im Beisein von Mama und Papa. Wenn ich dann noch erkläre, wie schwierig die Bewegung auszuführen ist und wie toll diese trotz des jungen Alters schon getanzt wird, strahlen nicht nur die Augen meiner Schüler. Und das Tollste an der Sache: Ich muss nicht mal übertreiben.
Ich bin sehr froh, einen so schönen Beruf ausüben zu können…

Bildquellenangabe: Rike / pixelio.de

Nikolaus vorverlegt!

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Ihr werdet gleich die spannende Geschichte lesen, wie einfach es für ein Kind ist, kurzerhand den Nikolaustag vorzuverlegen…

Mein Mann, Babykeks und ich sitzen im Wohnzimmer. Während wir uns unterhalten, spielt mein Söhnchen und brabbelnd vor sich hin. Irgendwann fällt uns zeitgleich auf, wie still es geworden ist. Stille ist für Eltern generell und wirklich immer ein schlechtes Zeichen.

Also blicken wir auf Babykeks, der es irgendwie geschafft hat, unseren Adventkalender zu erbeuten und eines der zwei größeren Türchen aufzupfriemeln.  Heute ist zwar erst der zweite Dezember, aber Babykeks fand wohl das große Türchen viel ansprechender und hat kurzerhand den Nikolaus-Tag vorverlegt.

Selbstverständlich war es absolut nicht möglich, die Schoki-Beute aus den kleinen Diebeshänden zu befreien. Strahlend verputze Babykeks das riesen Stück und freute sich ein Loch in den Bauch. Der Adventskalender war übrigens ein Geschenk meiner Mutter und zwar ein ganz tolles. Ein riesen Ding, in dem es die verschiedensten Sorten Schokolade gibt. Unter anderem natürlich auch mit Schuss. Also hat mein Mann rasch nachgesehen, dass unser Kleiner nicht unbedingt gerade seinen ersten Rum zu sich nimmt. Aber wir waren erleichtert zu lesen, dass er nur den riesen Mascarpone-Stern vernichtet, und ließen ihn gewähren. Nur gut, dass unsere Kamera gerade auf dem Esstisch gestanden hatte und so konnte ich für die Nachwelt alles ganz genau festhalten. Ich bin übrigens schwer enttäuscht, dass ich am sechsten Dezember nix in meinem Türchen haben werde L…

Es folgen die Beweisfotos:

Da freut sich Babykeks über seine Beute…

Ist da auch wirklich kein Rum drin???

Lecker, lecker…

Ist das etwa schon leer???

Da ist ja noch ein bisschen von dem leckeren Zeug!

Papa, magst du auch mal probieren?

Magst du mal, Mama???!!!???