Zum Jahresende wollten wir als frisch gebackene Familie nochmal etwas Besonderes erleben. Also haben wir gestern spontan beschlossen, in das Sea Life Speyer zu gehen und unserem Kleinen die vielen unterschiedlichen Fische zu zeigen. Gleich morgens um halb zehn saßen wir also im Auto in Richtung Speyer und freuten uns selbst wie Kinder, endlich mal wieder etwas Außergewöhnliches zu erleben. Das Glück war auf unserer Seite und  wir bekamen einen absoluten Logen-Parkplatz gleich vorm Eingang. Kind und Quinny Zapp Xtra aus dem Auto geschält und schon standen wir in der relativ kurzen Schlange. Kurz darauf hatten Mama und Papa einen Schildkröten-Stempel auf dem Handrücken, den wir unserem Kleinen jedoch verwehrten, aus Angst er würde ihn ablecken (was ja sehr wahrscheinlich ist).

Babykeks war vollkommen begeistert von den sich tummelnden Fischen und wollte gar nicht erst in die Nähe des Buggys, damit er auch ja überall selbst hin wackeln kann und nicht festgeschnallt den Launen seiner Eltern ausgesetzt wurde. Also funktionierten wir den Quinny kurzerhand zum Packesel um und beluden ihn mit Wickeltasche und sämtlichen Jacken, denn wir waren nicht allein. Tante und eine gute Freundin der Tante hatten sich unserer spontanen Idee angeschlossen. Die kleinen bunten Fische fand Babykeks nur mäßig spannend, aber als wir an die großen Becken kamen, staunte er nicht schlecht: Die Fische waren teilweiße sogar größer als er und schwammen auch noch munter zur Scheibe, um sich beschauen zu lassen. Er war hin und weg und zeigte auf jeden Fisch, wollte zu allem seinen Senf dazu brabbeln und rief so an die sieben Milliarden Mal: „Mama – Papa – Mama –Papa…“.

Mein Mann und ich waren vom Sea Life verwöhnt, das wir während unserer Australien-Reise besucht hatten und müssen zugeben, dass wir trotz langer Aufenthalte an den verschiedenen Becken doch etwas enttäuscht waren, dass wir nach eineinhalb Stunden schon komplett durch waren. In Surfers Paradise waren wir den gesamten Tag dort und hatten nicht einmal alles besuchen können, was der Park angeboten hatte.  Schön fanden wir allerdings, dass die Mitarbeiter in Speyer sehr kinderfreundlich sind und sogar unser 13 Monate alter Sohn in das Fühlbecken fassen durfte, obgleich ich befürchtet hatte, dass er das Becken zum Plantschen missbraucht, die Mitarbeiterin zitterte um die Seesterne und wie es den armen Tierchen erging, möchte ich gar nicht erst erahnen. Babykeks fand es jedenfalls spitze! Keine Sorge – kein Tier kam zu Schaden 😉 Vom Tunnel waren wir alle sehr beeindruckt. Obgleich ich mir den Tunnel etwas länger gewünscht hätte, hat man doch sehr gut die imposanten Rochen, Haie und andere Fische beobachten können.

Hierfür eignet sich übrigens ausgezeichnet die Liegeposition des Quinnys. Da das Sea Life Speyer nicht besonders groß ist, waren wir froh, uns für den Buggy entschieden zu haben, denn seine Größe und Wendigkeit haben uns den Aufenthalt sehr erleichtert. Andere Eltern mit größeren Wagen hatten teilweise Probleme oder wurden böse angeguckt, weil der Wagen die Sicht behinderte oder im Weg stand.

Nach den eineinhalb Stunden zwischen Becken, Meeresrauschen und dem Geräusch knipsender Kameras hatte Babykeks kein Interesse mehr an den Fischen und begann zu quengeln. Also haben wir ihn rasch durch den Souvenir-Shop geschleust und schlugen den Weg Richtung Auto ein. Leider mussten wir den Quinny vom ersten Stockwerk die Treppen hinunter tragen. Zwar gab es im Innenbereich einen Aufzug, aber draußen leider nur einen Behindertenaufzug (der außer Betrieb war), um wieder zum Ausgang zu gelangen. Das ist natürlich ärgerlich, aber der Quinny ist ja Gott sei Dank sehr leicht, was dem Rücken meines Mannes zu Gute kam.

Vor der Tür entdeckte unser Keksilein dann noch einen großen Haifischkopf aus Lego, der selbstverständlich eingehend untersucht werden musste.  Es waren wirklich schöne Stunden, die wir gemeinsam verbracht hatten und es tat uns allen richtig gut, ein wenig Abstand zum Alltag zu gewinnen. Und damit wir nicht gleich wieder nach Hause und zurück zum Alltag mussten, beschlossen wir auch noch den Dom und den Speyerer Weihnachtsmarkt zu besuchen… aber das ist ein anderer Blogeintrag…

Zum Schutz der Tiere darf man im Sea life nur OHNE Blitzlicht fotografieren… also bitte nicht über die Qualität der meiner Bilder wundern 😉

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

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