Wie immer bin ich mal wieder reichlich hinter meinem Zeitplan und Babykeks schreitet schon mit riesen Schritten auf seine eineinhalb Jahre zu. Aber dennoch ist mir eine Sache in seinem 17ten Lebensmonat sehr sehr gut in Erinnerung geblieben, und zwar: „NEIN!“

„Nein“ ist sein absolutes Lieblingswort. Keines hören wir so oft am Tag wie dieses. Er benutzt es „inflationär“ und leider meint er es auch in 95% aller Fälle ernst. Zwar hatte ich schon vor Monaten gelesen, dass Eltern das Wort „Nein“ vermeiden und stattdessen besser Sätze formulieren sollten, wie: „Mama möchte nicht, dass du das tust…“ etc. Aber das lässt sich nicht immer so in die Tat umsetzen, wie man es sich vorgenommen hatte, und das Resultat ist ein „Nein-Baby“. Es ist recht hilfreich zu wissen, dass er nicht mehr fertig essen mag oder lieber mit dem Zug spielt anstatt vorgelesen zu bekommen, aber leider verneint er auch die Aufforderung zum Wickeln, Zähneputzen, Schlafengehen und so weiter. Den größten Fehler, den ich gemacht habe, war ihn zu fragen: „Hast du Mama lieb?“, denn sofort folgte ein inbrünstiges Nein. Zwar kann ich ihn überlisten und die Fragen einfach so formulieren, dass „Nein“ die „gute“ Antwort ist, aber ich bin leider schon zu alt, um mich selbst reinzulegen… Hin und wieder, wenn ihm etwas wirklich unglaublich gut gefällt, hört man auch mal ein zaghaftes „Da“(russisch für „ja“). „Möchtest du mit in den Garten gehen?“  Sofort sieht man dann, Babykeks‘ Denkfabrik anspringen, und plötzlich erhellt sich sein Gesicht und er bejaht.

Mittlerweile hat er auch die Sache mit den Küssen verstanden. Wenn ich ihn bitte, mir einen Kuss zu geben, dann weiß er, was ich möchte und macht somit die „Nein-Sache“ wieder gut. Allerdings sind die Küsse eines 17 Monate alten Kindes nicht mit den gewohnten Küssen zu vergleichen. Mein Söhnchen reißt seinen Mund soweit auf, wie es ihm möglich ist, presst dann sein Gesicht auf meines, und wenn ich viel Glück habe, schließt er dann seinen Mund, aber meistens endet sein Kuss mit seinen Zähnchen-Abdrücken auf meiner Backe. Aber glaubt mir, das ist es echt wert 🙂 Und wenn er sich hin und wieder mit aller Kraft und von sich aus an meine Beine schmiegt, nur damit ich bei ihm bleibe, ist es nicht mit Gold aufzuwiegen, wie gut es sich anfühlt.

Allgemein gesehen habe ich das Gefühl, dass er sich viel länger als noch vor einem Monat auf eine Sache konzentrieren kann, und seine Motorik wird nach wie vor mit jedem Tag besser. Er quasselt von morgens bis abends nahezu ununterbrochen vor sich hin und ganz oft habe ich das Gefühl, dass er mir etwas erzählt, wenn er mich immer wieder auffordernd ansieht, während wir zusammen spielen, so als wollte er mir sagen, was ich als Nächstes tun soll. Eine sehr tolle Sache ist der Mittagschlaf. Mittlerweile hat sich endlich eine Routine eingependelt, was nicht nur ihn ausgeglichener werden lässt.

Wie immer hätte ich noch eine Menge, über die es sich zu schreiben lohnt, aber die meisten Dinge sind viel zu gut, als dass ich sie nur rasch zusammenfasse und darum schreibe ich lieber einen ganzen Artikel darüber 🙂 Mein nächster „Monatsartikel“ über Babykeks ist ein wahrer Meilenstein, denn er wird eineinhalb Jahre alt! Unglaublich, wie schnell das schon passiert ist…

                  

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

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