In einer meiner PEKiP-Gruppen hat die damalige Leiterin uns ein Blatt Papier ausgeteilt, auf denen „12 Forderungen eines Kindes“ abgedruckt waren. Besagtes Blatt ist mir beim Ausmisten wieder in die Hände gefallen und ich muss gestehen, als ich es damals erhielt, habe ich es gelesen und nicht so verstanden, wie ich es heute tue, und deshalb weggelegt. Heute habe ich es wieder gelesen und tatsächlich verstanden.

Ich glaube, diese Auflistung ist ein wirklich guter Leitfaden durch ein durchdachtes Erziehungskonzept:

 

12 Forderungen eines Kindes

1.       Verwöhne mich nicht!

Ich weiß genau, dass ich nicht alles bekommen kann – ich will dich nur auf die Probe stellen.

 

2.       Sei nicht ängstlich, im Umgang mit mir standhaft zu bleiben!

Mir ist Haltung wichtig, weil ich mich dann sicherer fühle.

 

3.       Weise mich nicht im Beisein Anderer zurecht, wenn es sich vermeiden lässt!

Ich werde deinen Worten mehr Bedeutung schenken, wenn du zu mir leise unter vier Augen sprichst.

 

4.       Sei nicht fassungslos, wenn ich zu dir sage: „Ich hasse Dich!“

Ich hasse dich nicht, sondern deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen.

 

5.       Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns!

Ich muss auch peinliche und schmerzhafte Erfahrungen machen, um innerlich zu reifen.

 

6.       Meckere nicht ständig!

Ansonsten schütze ich mich dadurch, dass ich mich taub stelle.

 

7.       Mach keine vorschnellen Versprechungen!

Wenn du dich nicht an deine Versprechungen hältst, fühle ich mich schrecklich im Stich gelassen.

 

8.       Sei nicht inkonsequent!

Das macht mich unsicher und ich verliere mein Vertrauen zu dir.

 

9.       Unterbrich mich nicht und höre mir zu, wenn ich Fragen stelle!

Sonst wende ich mich an Andere, um dort meine Informationen zu bekommen.

 

10.   Lache nicht über meine Ängste!

Sie sind erschreckend echt, aber du kannst mir helfen, wenn du versuchst, mich ernst zu nehmen.

 

11.   Denke nicht, dass es unter deiner Würde sei, dich bei mir zu entschuldigen!

Ehrliche Entschuldigungen erwecken bei mir ein Gefühl von Zuneigung und Verständnis.

 

12.   Versuche nicht, so zu tun, als seist du perfekt oder unfehlbar!

Der Schock ist groß, wenn ich herausfinde, dass du es doch nicht bist.

 

„Ich wachse so schnell auf und es ist sicher schwer für dich, mit mir Schritt zu halten. Aber jeder Tag ist wertvoll, an dem du es versuchst.“

(von Lucia Feider)

 

            

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Diese 12 Regeln finde ich ganz großartig!!
    Ich habe 4 Kinder und denke, dass diese Regeln zu 100% greifen, wenn man sie befolgt. Allerdings ist das nicht immer so einfach.

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