Babykeks bekam von seinen Großeltern zum zweiten Geburtstag ein „Kleinkind-Bett“ in Form eines Autos geschenkt. Keksilein steht natürlich altersentsprechend total auf Autos und war mehr als überglücklich, als Lightning McQueen „himself“ ein Teil der Familie wurde. Hingebungsvoll hat er Papa dabei geholfen (mit seinem Kinder-Bosch-Akkuschrauber wohlbemerkt), seine neue Schlafstätte zusammenzubauen.

Als das Bett stand, war er so k.o., dass er zur Einweihung gleich mal ein Power-Napping einschob und ins Land der Träume versank, noch bevor wir den seitlichen Rausfallschutz anbringen konnten. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass wir es wirklich versucht haben, aber der Schutz und das Auto-Bett waren absolut nicht kompatibel. Tja, da stand das Bett aber schon und Babykeks hätte man um nichts auf der Welt wieder herausbekommen. Also legte ich ein paar Kissen neben das Bett und hoffte das Beste. Bis heute ist er nicht herausgefallen (Gott sei Dank – auch wenn er ja wirklich nicht tief fallen würde).

Am Abend hatten mein Mann und ich dann schon ein mulmiges Gefühl. Was, wenn Keksilein in der Nacht auf Tour ginge und wir würden es nicht mitbekommen. (Wir schließen jetzt immer zur Sicherheit alle Türen außer der zum Schlafzimmer.) Kurz nach dem Abendritual war es dann soweit. Babykeks wollte lieber bei Mama und Papa sein und weinte herzerweichend (Achtung, jetzt kommt es…) hinter der Tür – er hatte wohl zu unserem Glück vergessen, dass er eigentlich schon Klinken öffnen kann. Als ich ihn dann bat zurück ins Bett zu gehen, schlurfte er mit seinem Schlafsack Richtung Fenster und legte sich jämmerlich schluchzend unter den Heizkörper. In solchen Situationen muss man dann ja ganz Mama bleiben und darf keinesfalls loskichern! Diese ganze Sache dauerte allerdings nicht lange und bald darauf schlief der kleine Mann wieder in seinem Auto-Bett.

An diesem Abend gingen mir üble Gedanken durch den Kopf. Gerade vor kurzem wurde mir bei einem „Mama-Abend“ vehement davon abgeraten, Babykeks jetzt schon ein „normales“ Bett zu kaufen, denn bei dem anderen Kind wurde dadurch der gesamte Schlafrhythmus zerstört. Ich begann, leicht an unserer Entscheidung zu zweifeln, und das obwohl ich die Nacht zuvor noch Angst hatte, dass Keksilein sich aus dem Gitterbettchen stürzt oder eine der sonstigen gefährlichen Aktionen unternehmen würde, die uns diese Entscheidung, das nächste Level in Sachen Bett in Angriff zu nehmen, letztendlich erleichtert hatten.

Am nächsten Morgen wollte ich natürlich wissen, wie es Babykeks gefallen hat im neuen Auto-Bett und er antwortete: „Nicht gut!“ Nach ein bisschen Fragerei stellte sich dann eine ganz simple Sache heraus. Dem Auto fehlte das Dach und dieser Umstand störte mein Söhnchen ungemein. Allerdings kam er kurz danach von ganz alleine auf den Schluss, dass er offensichtlich ein Cabrio besaß und ich kann euch gar nicht genug erzählen, wie klasse er diese Erkenntnis fand und  wie begeistert er jetzt von seinem total coolen Cabrio-Bett ist.

 

                                 

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

1 KommentarHinterlasse einen Kommentar

  • Super 🙂 Anne fing an, aus dem Gitterbett rauszuklettern. Ziemlich halsbrecherisch. Aber sie hat ja eh vor nix Angst. Jedenfalls schläft sie auch nicht mehr da drin. Ich habe mit einer großen Matratze, Stillkissen und kleinen Kissen ein Kuschelnest gebaut. Das muss jetzt tun, bis das richtige Bett da ist. Aber sie hat selbst das große Bett gefordert.

    Liebe Grüße
    Sandra

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