„The terrible two“ schlägt derzeit unbarmherzig in Babykeks‘ Gemüt zu. Mal ist er ein wahrer Engel und plötzlich wird er wütend und aggressiv und ist kaum mehr zu bändigen. Die Trotzphase hat unseren Keks definitiv erreicht und obwohl ich wünschte, es wäre nicht so, muss ich mich der Tatsache stellen, dass es eben sehr wichtig für seine Entwicklung ist, dass er – und WIR ELTERN natürlich auch – dies durchsteht. So gut es geht, versuchen wir, seine „Anfälle“ ruhig zu überstehen, und schöpfen Kraft aus all den tollen Dingen, die er derzeit gelernt hat und nun kann. [Mehr zu diesem Thema samt Tipps etc. könnt ihr gerne im Artikel „Trotzphase“ nachlesen.]

Seine Feinmotorik ist nach wie vor auf einem konstanten Level des Anstiegs, was er sehr eindrucksvoll nun auch durch kleine Puzzle-Teile und ungewohnt vorsichtigen Umgang mit Lego Duplo etc. zur Schau stellt. Sein Interesse an Geschichten ist wahrlich explodiert. Die guten alten Bilderbücher sind wohl nun ganz abgeschrieben. Babykeks reicht ein Bild pro Seite und dazu ordentlich Text, den er nach ein paar Mal Vorlesen komplett mitsprechen bzw. vorsprechen kann.

Sein Vertrauen in seinen Körper nimmt immer mehr zu und so traut er sich waghalsige Sprünge von Bettkanten, Sofakanten oder seinem geliebten Motorrad. Er ist ein wahrer „Drift-König“ geworden und fegt mit einem irren Tempo durch die Zimmer. Mit einem Strahlen auf dem Gesicht, dass die dunkelsten Ecken mühelos erhellen könnte.

Sein Interesse an Buchstaben ist ebenfalls geweckt. In voller Konzentration tippt er mit ein wenig Hilfe seinen Namen und kommt auch sonst an keiner Magnettafel mit Buchstaben mehr vorbei. Dies wird wohl unsere nächste größere Anschaffung für sein Kinderzimmer werden!

Seine Interaktion mit anderen Menschen und insbesondere Kindern wird immer besser. Zwar fällt es ihm (altersbedingt) noch immer schwer zu teilen, aber es wird stetig besser und ich habe den Eindruck, dass er gerade unseren erwachsenen Freunden und Bekannten gegenüber offener wird.

Leider haben nun auch Monster und Co. Einzug in seine Wahrnehmung genommen und wir müssen ihn oftmals davon überzeugen, dass selbige nicht in der Dunkelheit oder unter seinem Bett auf ihn lauern. Auch hierfür werden wir recht bald einige Kinderbücher thematisch zum Thema Angst für ihn besorgen, um ihm so ein wenig beizustehen und ihm durch diese Phase zu helfen.

Sieben-Wort-Sätze sind bei Babykeks nun auch keine Seltenheit mehr, auch wenn sie nicht immer grammatikalisch korrekt sind, bin ich doch sehr überrascht über diesen tollen sprachlichen Fortschritt, der nicht unbedingt üblich ist für sein Alter.

Eine weitere große Neuerung ist das Gestikulieren. An Babykeks könnte sich derzeit so mancher Italiener noch eine Scheibe abschneiden und es entlockt mir stets ein breites Grinsen, wenn seine kleinen Arme durch die Luft wirbeln und seine Worte unterstützen.

Auf seinen eigenen Wunsch hin möchte er jetzt auch bitte gleich morgen – Achtung: Zitat – in die „Kinder-Schule“ gehen. Ob er das in vier Jahren noch immer so sehen wird, ist fraglich, aber amüsant sind seine ausgefallenen Bitten allemal. Die Kindergarten-Zeit steht quasi vor der Tür, und ich denke, er ist mit seinen 26 Monaten mehr als bereit dafür. Die Frage ist wohl nur, bin ich schon bereit, ihn wegzugeben?

                                 

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Toll geschrieben, ich habe mich sehr amüsiert! Vor allem, weil wir mit der Prinzessin alles ganz genau kennen, was du hier über den Babykeks berichtest. Trotzphase heißt bei uns auch schon mal Gegenstände werfen (auch einen vollen Teller Essen! Ruhig bleiben, Mama, ruuuhiiig….) oder sich selbst ohne Ankündigung auf den Boden fallen lassen und dann jammern, dass man sich den Kopf angeschlagen hat ^^
    Kindergarteneingewöhnungszeit ist – so glaube ich – eher für die Mamas gedacht, die taschentuchwinkend am Eingang stehen und auch eine Weile später noch das Ohr an die Tür halten, nur um festzustellen, dass aus dem ersten Schluchzer bei der Verabschiedung ein brabblig-zufriedenes Malen/Bauen/Singen/Tanzen geworden ist. Wann genau ist denn der große Tag der ersten „Einschulung“? Viel Erfolg schon mal dafür, er wird es lieben 🙂

    • 🙂 Danke schön – tja, langweilig wird es mit unseren Kleinen ganz bestimmt nicht 😉 Babykeks wird erst nach der Sommerpause dieses Jahres in den Kindergarten eingewöhnt, aber ich vermisse ihn jetzt schon, wenn ich nur daran denke.
      Wobei ich gestehen muss, dass ich dennoch schon ganz selbstsüchtige Pläne für die ungewohnte Freizeit habe…
      So ist es eben mit Kind – nur die eine Hälfte seines Herzens gehört einem noch alleine – die andere hüpft munter durch die Gegend und wächst wie Unkraut 😉

  • Die Idee mit den Bilderbüchern die Monster zu bekämpfen ist super. Ich hab da auch ein tolles Buch indem ein Monster im Klo eißaus nimmt und so den KIds die Angst vor der Toilette nimmt. Das Buch heit „Juli und das Monster“! Meine Kiga-Kids lieben es und ich muß es mindestens zweimal in der Woche vorlesen!

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