„Brot und Spiele“ heißt es in Aufgabe Nummer sieben der Eltern-Kind-Blog-Parade und ich bin sicher, jeder Elternteil könnte dazu ganze Romane verfassen 😉 Hier der unsrige in annehmbarer Länge:

Babykeks ist nun schon zweieinviertel Jahre alt und es hat bis heute für ihn nichts Besseres gegeben, absolut nichts, dass er lieber und problemloser gegessen hat als MUTTERMILCH! Vom ersten Schluck an trank mein Baby in regelmäßigen Abständen so viel, bis nichts mehr kam, bediente sich hin und wieder gerne auch mal selbst und war schlichtweg entsetzt, als wir ihm nach fünf Monaten das erste Mal Karottenbrei anboten. Ich konnte alles essen außer Paprika, den vertrug er seltsamerweise nicht. Selbst bei Knoblauch- und Rhabarber-Geschmack in meiner  Milch trank er mit Genuss.  Zehn Monate lang wurde er von mir versorgt und die erste Beikost war ihm stets ein Horror.

Mittlerweile isst er natürlich alles mit, was Mama und Papa essen, aber die üblichen „Ich-esse-nichts-Phasen“ oder „Das-schmeckt- nicht-bähhh!“  sind leider häufig in unserem Alltag. Das einzige Lebensmittel, das  eventuell mit dem Geschmack seiner geliebten Muttermilch mithalten könnte, sind Schoko-Bons.  Gerade kürzlich ließ er den Opa inbrünstig wissen,  dass er heute nicht Mittag-Essen mitessen würde, aber dafür möchte er doch bitte Schoko-Bons und zwar VIELE!  Die meisten  solcher „Episoden“ bringen Leute, denen ich davon erzähle, zum Schmunzeln, doch als Mama bin ich oft am Verzweifeln, wie ich mein Kind optimal mit Nährstoffen versorgen könnte. Tricks wie Gemüse „unter-pürieren“ etc. enttarnt Babykeks schon beim ersten Kontakt mit seiner Zungenspitze. Nun gut – er ist nicht unterernährt und auch nicht dick, hat unglaublich viel Energie – also versuche ich, mich selbst zu beruhigen, denn so viel mache ich scheinbar nicht falsch.

In Sachen Essen kommt bei der Babykeks-Familie alles auf den Tisch. Von Hausmannskost, über asiatische, mediterrane und  natürlich russische Küche kennt Babykeks schon viel, und hin und wieder gehen wir auch gerne mal Fast-Food essen. Auch wenn wir Eltern lieber abwechslungsreich und gut gewürzt kochen, so kann man Babykeks stets mit Nudeln oder Fisch zufriedenstellen, wenn er das „andere“ Gekochte mal wieder nachdrücklich verschmäht. Meine Hoffnung, dass die üblen Phasen vorbei gehen und er irgendwann auch ganz „normal“ wie Mama und Papa essen wird, hält mich über Wasser und gibt mir „Kraft“, auch weiterhin viel selbst zu kochen…

Doch nun zu Thema Nummer zwei:

Die Begeisterung fürs Spielen ist den Kleinen bereits angeboren – da machte Babykeks keine Ausnahme, doch die richtigen Spiele im richtigen Alter anzubieten, ist wiederum kein Kinderspiel. Sie sollen doch bitte pädagogisch sinnvoll, ungefährlich, unbelastet und nicht ganz so teuer sein. Alle Kriterien erfüllen die Spielsachen, die Babykeks besitzt, und dennoch liebte es mein Söhnchen, vom ersten Tag an mit „Nicht-Spielsachen“ zu spielen. Die Klassiker wie Töpfe, Schubladen etc.  waren ganz hoch bei ihm im Kurs. Alles, was für ihn neu und vielleicht sogar ein wenig farbenfroh war, machte Babykeks glücklich. Mit der Zeit entwickelte er selbstverständlich kleine (oftmals zeitlich begrenzte) Leidenschaften: Mal waren es Puzzles, mal Aufkleber, einmal mag er nur mit Autos spielen, dann wieder mit seinem Bauernhof. Da das Vorlesen ihm  so große Freude bereitet, zählt es ganz klar auch zum Spielen.  Im Moment ist sein favorisiertes Spielzeug eindeutig LEGO DUPLO.

Für sein Alter kann sich Babykeks wirklich sehr gut selbst beschäftigen, aber das Leuchten in seinen Augen zu sehen, wenn man sich zu ihm setzt und mitspielt, ist jeden schmutzigen Teller wert ;-)…

Auch in dieser Woche gibt es drei spendable Sponsoren:  Fleug,  Spieltz und Knallino.

Das war es von Babykeks und mir zum Thema „Brot und Spiele“ und übrigens, bei uns ist es so: Wenn „Spielen“ richtig toll und anstrengend war, klappt es mit „Brot“ immer auf wundersame Weise viel besser als sonst!

Ist das bei euren lieben Kleinen auch so???

 

 

 

                     

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

12 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Ganz bald wird er sicher mit großem Appetit alles essen, was Mama und Papa auch essen 🙂 Lego Duplo steht bei uns auch ganz hoch im Kurs! Liebe Grüße

  • Ich habe schon mit Spannung Deinen Beitrag erwartet.

    Manches kommt mir ganz neu bekannt vor. Unser Enkelsöhnchen ist jetzt grad 15 Monate jung – Töpfe und Schüsseln gehören zur Zeit auch zu seinen Lieblingsspielsachen. Er passt schon sehr genau auf und wenn die Oma in die Küche entschwindet, dann…

    Was er sehr gerne mag, ist Musik. Kaum betritt er mit seiner Mama unsere Wohnung, ruft er bereits „Lala“ und sucht nach einer Fernbedienung..

    Mit dem Essen gibt es kaum Probleme, allerdings stillte unsere Tochter nicht sehr lange. Als es mit etwa 4 Monaten ans Brei-Essen ging, überließ sie ihr Söhnchen auch gerne mal mir und wunderte sich, wir wir das hin kriegten. Jetzt ist er schon seit langem an sein Kinderstühlchen gewöhnt und bekommt eben auch nur seine Mahlzeiten, wenn er darin sitzt.

    Manchmal muss man ihn auch überlisten, wenn er nicht gut essen mag. Er bekommt ein Stückchen Semmel in die Hand oder auch mal einen eigenen Löffel und schon lässt er sich viel bereitwilliger füttern.

    Gruß elsie

    • Hallo Elsie,

      ja als Elternteil (oder natürlich auch Großelternteil) muss man recht erfinderisch werden und die Kleinen hin und wieder (zu deren eigenen Wohle) ein wenig austricksen… Lass „uns“ doch an deinem Wissen teilhaben und schreib ein wenig über deine Trickkiste auf deinem schönen Blog… *bitte,bitte*…
      Danke für deine lieben Worte 🙂

      Herzliche Grüße
      Sabrina

  • Das ist eine gute Frage. Das kann ich gar nicht sagen. Die Raupe isst ja noch so gut wie alles und bei den Großen war es in dem Alter ja eher so, dass sie eine Sache mochten oder eben nicht. Wenn sie etwas mochten, haben sie das auch gegessen und den Rest haben sie nicht gegessen – auch nicht ausnahmsweise mal 😉

    Ich habe aber grundsätzlich die Erfahrung gemacht, dass es stressfreier ist, das Essen bzw. die Probleme beim Essen, nicht so sehr zum Thema zum machen. Das erfordert allerdings große Geduld, die ich nicht immer habe 😉

    Es war schön, von Babykeks zu lesen.
    Liebe Grüße
    Pamela

    • Hi Pamela,
      dass, wenn man eine Problem-Sache zum großen Thema werden lässt, meistens alles noch übler wird, habe ich auch schon erfahren müssen. Wir versuchen in letzter Zeit, gerade die Essens-Sache gelassener zu sehen. Aber das schlechte Gewissen bleibt trotzdem, wenn man immerzu gesundes Gemüse auftischen und davon so gut wie nichts in Babykeks Magen landet. Naja – das wird hoffentlich bald besser. Wir alle sind ja groß geworden und haben sicherlich auch nicht täglich super gesund gegessen…
      Danke für deine netten Worte 🙂
      LG Sabrina

  • Schokobons… die sind hier auch so ein Thema: „nein, nicht eins, viiiiiiele“, wir sind schon so weit, dass wir die Schokobons verstecken und dafür sorgen, dass in der Packung nur noch zwei drin sind (ich liebe sie leider auch sehr), eins für den Großen und eins für den mittleren.
    Ich kann leider nicht bestätigen, dass bei uns besser gegessen würde, wenn man viel gespielt hat oder sich ausgepowert hat. 🙁

    • Hallo Kerstin,
      ja Schoko-Bons sind Fluch und Segen zugleich 😉 Das Babykeks mehr isst, wenn er richtig viel gepowert hat, bedeutet ja leider nicht, dass er dann eher die gesunden Sachen auch isst. Leider, leider… aber die Hoffnung stirbt zuletzt 😉
      Danke für deinen Kommentar
      LG Sabrina

  • Nene, bei uns gibt’s kaum Zusammenhang zwischen viel Spiel und viel Essen. Heftig gewürzte Speisen mag unsere auch nicht, außer eben manchmal…

    • Hi Marc,
      musste gerade kurz auflachen, denn dieses „manchmal“ kenne ich gut und irgendwie lässt es sich doch auf so ziemlich jeden Bereich im Leben mit Kind anwenden 😉
      Danke für deinen Kommentar 🙂
      LG S.

    • Hi nickylea,
      ach da hab ich doch mal kurz geseufzt als ich las, dass es bei euch ganz ähnlich ist… danke dafür – es tut immer gut zu wissen, dass man mit seinen Problemchen nicht ganz alleine dasteht.
      LG Sabrina

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