Sobald man einen Haushalt mit Kind(ern) darin betritt, springen einem verräterische Details ins Auge, die eben diesen als solchen enttarnen. Und genau dieser Umstand ist Aufgabe Elf der Eltern-Kind-Blogparade. Diesmal möchte die testmama Folgendes von uns:

Ich habe mir für diese Woche 3 Aufgaben ausgedacht:
1.
 Ihr lauft durch euer Haus bzw. eure Wohnung und findet drei Ecken / Orte / Plätze / Gegenstände, an denen man sofort erkennt, dass bei euch Kinder leben (das Kinderzimmer gilt nicht!). Wer mag, der zeigt Fotos, ich freue mich darüber!

2. Ihr nennt drei Gründe, woran Fremde, wenn sie sich mit euch unterhalten oder euch nur sehen, erkennen können, dass ihr Eltern seid. 
3. Ihr schießt ein Foto von einem Gegenstand, den ihr seit der Geburt eurer Kinder nicht mehr benötigt oder benutzt habt (wer keine Fotos machen will oder nicht mehr machen kann, kann auch nur darüber schreiben).

Ich war im ersten Moment sehr froh über eine so „einfache“ Aufgabe, denn mein Urlaub hat gerade erst begonnen und davor hatte die gesamte Babykeks-Familie viel Stress, Krankheit und Verpflichtungen. Allerdings waren nur die Fotos leicht, denn über das Andere musste ich tatsächlich erstmal nachdenken…

Es war aber wirklich sehr witzig, mit meiner „Canon“ bewaffnet durch unsere Wohnung zu laufen und „verräterische“ Dinge zu knipsen.  Mein Mann schaute etwas irritiert und Babykeks beobachtete mich ganz genau.

 

Aber nun schnell zu Punkt Eins der Aufgabe:

Obgleich Babykeks sein eigenes Zimmer hat, spielt er natürlich am liebsten im Wohnzimmer. Auch wenn es auf manche befremdlich wirken mag, genieße ich die kunterbunten Spielsachen und die Fröhlichkeit und das Leben, das sie für mich symbolisieren immer sehr. Es gibt nur ganz seltene Anlässe, für die wir das Wohnzimmer tatsächlich spielsachenfreiräumen…

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als ich noch vor Beginn meines Studiums bei meinem Cousin zu Hause das Bad benutzte und an deren Tür drei Bademäntel in verschiedenen Größen hängen sah. Ich konnte kaum meinen Blick abwenden und stellte mir vor, wie es sein würde, wenn sich mir irgendwann genau dieses Bild an meiner eigenen Bad-Tür bieten würde. Und ich kann euch sagen – es fühlt sich sehr befriedigend und richtig an!

Seit Babykeks Schuhe trägt, stehen diese natürlich zwischen den riesen Paaren von Papa und den „kleinen“ von Mama brav unter der Garderobe und warten auf ihren Einsatz. Verräterischer geht es wohl kaum mehr…

Punkt zwei der Aufgabe ist da schon ein wenig kniffliger für mich:

Noch vor gar nicht langer Zeit hätte ich sofort geantwortet: An den „Spucke-Flecken“ auf meiner Kleidung, an der riesigen Wickel-Tasche und natürlich an dem Kind, das nonstop an mir hing.

Jetzt ist Babykeks zwei Jahre alt und meine Kleider sind zumeist tadellos. Ich trage wieder meine eigenen (sehr vermissten) Handtaschen und habe für mein Söhnchen einen Mini-Rucksack, der die Wickel-Tasche mühelos ersetzt, da er in diesem Alter nicht mehr so viel braucht. Hin und wieder könnten mich üble Augenringe verraten und natürlich die Tatsache, dass ich wie jede Mutter auch sehr viel über meinen Kleinen zu erzählen weiß… Besorgte Kontrollblicke auf mein Handy könnte man auch richtig deuten.

Aber ich behaupte jetzt einfach mal, da man mir die Mutterschaft körperlich rein gar nicht ansieht, ich „Gott sei Dank“ immer noch jünger geschätzt werde, als ich tatsächlich bin, und, wenn es sein muss, meine Kontrollblicke unterdrücken kann, könnte ich glatt durch das Such-Raster eines neugierigen Beobachters durchrutschen…

Über Punkt drei musste ich tatsächlich ein wenig nachgrübeln.

Was habe ich seit Babykeks‘ Geburt nicht mehr getan? Viele Dinge sind sehr rar geworden in meinem Leben, aber das stört mich wenig, denn ich vermisse sie nicht. Aber eine Sache nagt ein wenig an mir und diese hat mit meiner Arbeit zu tun.

Seit ich Mutter bin, habe ich nicht mehr auf Spitze getanzt. Zwar kann ich gut auf die Schmerzen verzichten, aber ein wenig eigenartig fühlt es sich schon an, eine Ballettlehrerin zu sein, die seit zwei Jahren nicht mehr en pointe‘ tanzt. Dies liegt natürlich daran, dass ich derzeit nur Kinderklassen unterrichte, die noch nicht bereit dafür sind, und dass ich selbst keine Zeit habe, Trainingsstunden zu nehmen, bei denen ich die Spitzenschuhe brauche. Aber als Deko im Flur machen sie sich derzeit recht hübsch…

Zuletzt dürfen natürlich – wie immer – die Sponsoren nicht unerwähnt bleiben. Vielen Dank an dreirad.org, Zauberhaftes Kinderzimmer, SaveMyPocket.de und Parfumi.

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Sabrina

… wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

14 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Als Kind wollte ich so gern Ballerina werden wie „Anna“ 😉

    Unser Wohnzimmer ist seit 12 Jahren Spielzimmer. Dafür sind die Kinderzimmer nicht abgenutzt 😉
    Liebe Grüße!

    • Hi Sina,
      schuldig im Sinne der Anklage… Ja in spätestens zwei Jahren sind meine derzeitigen Tanzmäuschen reif für die Spitze und dann muss ich auch wieder ran… aber ich muss gestehen, das wird bestimmt wieder hart sich „hoch“ zu trainieren. Aber toll ist es trotzdem so zu tanzen – es fehlt mir ja doch ein bisschen.
      Lieben Gruß
      Sabrina

  • ja, das kenn ich. So sieht unsere Wohnzimmerdeko auch meistens aus 🙂 Hach… war das damals schön im Ballett! Aber auf Spitze durften wir nie tanzen. Dabei sieht das so traumhaft schön aus!
    Lg, Hanni

    • Hanno Hanni,
      such dir doch einfach eine Ballettschule in deiner Stadt. Ballett ist auch ein ganz gängiges Hobby für Erwachsene (die schon länger pausiert haben). Trau dich – es ist nie zu spät! Und Ballett zu tanzen macht einfach Spaß und ist soooo schön… Deine „Männer“ würden das bestimmt auch toll finden 🙂
      Ganz herzlichen Gruß
      Sabrina

  • Eine Bademantelgalerie gibt es hier auch, das sieht so schön aus, wie die Bademäntel da in unterschiedlichen Größen an der Tür hängen 😉

    In unserem Wohnzimmer sieht es derzeit auch immer sehr kunterbunt aus. Das war auch so, als die beiden Großen kleiner waren. Ich finde das schön und genieße das oft, meiner Raupe beim Spielen zuzusehen.

    LG
    Pamela

    • Hi Pamela,
      Irgendwie gehören all diese bunten Spielsachen jetzt auch einfach zu unserem Wohnzimmer dazu 🙂 Vielen Dank für deinen lieben Kommentar!
      Herzliche Grüße Sabrina

  • Ich wollte früher auch immer mal ballerina werden, aber ich wurd enciht gefördert ;( Die Schuhe sehen noch toll aus, ich bin ja mal gespannt was bei usneren noch so für Sportarten kommen. Unser Wohnzimmer ist auch immer bunt.

    • Hi Sabrina,
      ich hätte im Traum nicht daran gedacht, dass ich jemals tatsächlich Ballerina werde. Bin da quasi irgendwie reingeschlittert… Ganz anders als bei „Anna“ 🙂 Aber trotzdem ein toller Beruf! Danke für dein Kommentar!
      Herzliche Grüße
      Sabrina

  • Vielen Dank für deinen Beitrag 🙂
    Auf die Idee mit den Bademänteln bin ich garnicht gekommen als ich meinen Artikel geschrieben hab. Hier siehtds im Bad aber ähnlich aus, allerdings mit 5 Mänteln.

    • Sehr gerne – Testpapa,
      Hut ab vor „5 Bademänteln“ 😉 Das muss sich aber ganz schön gut anfühlen…
      Liebe Gruß
      Sabrina

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