In Woche zehn der Eltern-Kind-Blog-Parade geht es im Allgemeinen um die Kinderfreundlichkeit bzw. Kinderfeindlichkeit und darum, welche Erfahrungen wie Eltern bereits mit beiden Themen gemacht haben.

Die Sponsoren dieser Woche stellen Gutscheine, USB-Sticks und Hausschuhe als Preise zur Verfügung und wer neugierig geworden ist, kann sich Details hier anschauen:
Baby plus Familie, Working Kids, NotJustPink und Online Backup Info. Doch nun zu meinem Artikel:

Ich bin der Meinung, dass Deutschland sehr viel und Gutes für seinen Nachwuchs ermöglicht hat. Die Regierung bemüht sich sehr darum, für Familien mit Kindern „zu sorgen“. Wie in allen Bereichen der Politik gibt es Schwachstellen, doch der Wille scheint definitiv da zu sein. Eltern, die sich über zu wenig Geld beschweren, sind oftmals auch diejenigen, die sich nicht ausreichend informieren (können).  Es gibt so viele Möglichkeiten, vom Staat in Sachen Eltern/Kind gefördert zu werden, man muss sich nur die Zeit nehmen und sich in die Materie einlesen und natürlich – ganz wichtig – nicht sofort aufgeben, wenn eine Absage ins Haus flattert, denn Sachbearbeiter sind auch nur Menschen, die Fehler machen.

In unserer Umgebung gibt es viele Einrichtungen, ob staatlich oder kirchlich, die sich um Familien kümmern, in denen Kinder „beschützt“  ihre Freizeit verbringen können oder schlichtweg Spielplätze zur Verfügung stellen, auf denen Kinder mit anderen Kindern oder mit Mama und Papa toben können. Viele Angebote, wie z.B. Eltern-Kind-Gruppen, PEKiP-Kurse etc. werden angeboten, Supermärkte sehen spezielle Eltern-Kind-Parkplätze vor, Indoor-Spielplätze schießen wie Pilze aus dem Boden und überall werden Erzieher händeringend gesucht, denn der Standard für die Kleinen soll allerorts gehoben werden. Stillstand oder mangelnder Wille, etwas zu tun, kann man da nicht vorwerfen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es häufig andere Erwachsene sind, die sich derart kinderfeindlich benehmen, dass ich mich manchmal frage, ob diese Menschen vergessen haben, dass sie auch einmal Kind gewesen waren. Der schöne neue Spielplatz in unserem Viertel wird als Hunde-Toilette missbraucht, die Eltern-Kind-Parkplätze werden von Nicht-Eltern benutzt, Kindergärten werden angezündet und viele Mieter halten die Mittagsruhe für einen albernen Vorschlag. Wie kinderfreundlich oder feindlich eine Umgebung ist, liegt schlichtweg daran, welche Menschen dort leben.

Völlig verallgemeinert über einen Kamm geschoren zu werden, halte ich für falsch, und aus diesem Grund möchte ich keine Aussage darüber treffen, ob ein anderes Land kinderfreundlicher ist, als das meine, oder ob beispielsweise der Norden feindlicher als der Süden wäre. Dies alles sind subjektive Erfahrungen.

In meiner Stadt komme ich bequem mit meinem Kinderwagen in jedes Geschäft, in einer anderen in meiner Nähe sind „unüberwindbare“ Stufen vor manchen Geschäften. Das liegt aber nicht daran, dass diese Stadt nicht kinderfreundlich ist, sondern schlichtweg am Alter. Als diese Gebäude damals errichtet wurden, gab es diese Debatte noch gar nicht, und Rampen sind auch nachträglich baulich wegen des Denkmalschutzes oder Ähnlichem einfach nicht machbar. Soll ich deswegen behaupten, die andere Stadt hätte etwas gegen Kinder? Natürlich bin ich dann enttäuscht und im ersten Moment auch sauer, aber so etwas richtet sich nicht gegen Familien. Eine Verkäuferin, die jedoch sofort heraneilt, wenn ich die Trinkflasche von Babykeks auspacke und uns das Trinken verbietet, halte ich für viel gemeiner als besagte Stufen.

Fazit: Jeder einzelne von uns trägt durch seine Handlungen entscheidend dazu bei, wie kinderfreundlich unser Land ist und  wie dieses von außen wahrgenommen wird. Vielleicht gerade deshalb ist es so wichtig, sich Gedanken über diese Thematik zu machen und  insbesondere auch andere Menschen, wie zum Beispiel Kinderlose zu ermutigen, sich dieser Sache etwas bewusster zu werden.

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Sabrina

… wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

10 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Wieder gern gelesen, liebe Sabrina. Und besonders dein Fazit könnte man auf ein Transparent drucken und damit mal durch die Straßen ziehen und denjenigen, die vergessen haben, dass sie auch mal ein Kind waren, vor die Nase halten 🙂

    • Danke Viv – sehr lieb von dir 🙂 Vielleicht haben wir ja Glück und ein paar Leute nehmen sich diese Zeilen zu Herzen.
      LG Sabrina

  • Liebe Sabrina, dein Beitrag gefällt mir-auch diesmal- wieder. Ja, das denke ich eben auch, dass Kinderfreundlichkeit vom engsten Umfeld und den dort lebenden Menschen abhängt.

    (Ich könnte Geschichten erzählen…und ich bin froh, dass ich eine Schwiegermutter habe, für die Familienleben und Kinder sehr wichtig waren, da hab ich damals als junge Frau viel gelernt. So eine Oma möchte ich auch gern sein).

  • Du hast ein sehr schönes Fazit gezogen.
    Und ich stimme dir da auch absolut zu.

    Es wird viel gemacht in Sachen Kinderfreundlichkeit – ABER es gibt halt auch sehr viele Mitmenschen die das einfach ignorieren. Wie die Eltern-Kind Parkplätze, die man einfach mal so zuparkt, oder man lässt die Tür einfach so zufallen, obwohl man sieht das eine Mutter mit einem Kinderwagen kommt….

    • Hi nicylea,
      in Sachen „Tür und Kinderwagen“ könnte ich dir auch so manche Story erzählen… schon armselig, wie wenig Anstand manche Erwachsene doch haben.
      Danke für deinen Kommentar.
      LG Sabrina

  • Ich mag deinen Beitrag auch und denke, dass schon sehr viel getan wird (wenn wir jetzt nur noch etwas an der Betreuungssituation ändern würden…)
    Wenn wir uns alle ein bisschen in jede Richtung umsehen, gäbe es generell weniger Probleme und weniger (gefühlte) Diskriminierung.

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