Kennt ihr auch diese typischen Filmszenen, wenn der Insasse einer Irrenanstalt seine Medikamente in der Backe versteckt, um nicht ruhiggestellt zu werden? Das klappt nicht nur bei „Nicht-ganz-so psychisch-Kranken-im-Film, sondern auch im täglichen Leben.

Babykeks bekommt gerade seine letzte Packung D-Fluoretten. Die Tabletten gehören mittlerweile zu unserer Einleitung für das „zu Bett geh“-Ritual dazu. Ich verstecke sie jeden Abend in einer meiner Fäuste und er darf dann wählen. Er isst sie jedes Mal selbstständig und findet sie auch lecker, dachte ich jedenfalls. Bis vor kurzem hat er sich tierisch gefreut, wenn er die Tablette gleich beim ersten Mal gefunden hat, doch leider kam er nun doch dahinter, dass es danach recht bald heißt „Schlafen gehen“.

Angefangen hat alles damit, dass ich plötzlich eine der winzigen, weißen Teilchen in seiner Nuckel-Aufbewahrungs-Box gefunden habe. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich zwar gewundert, aber war mehr überrascht und amüsiert über diesen seltsamen Fund. Doch als ich nun seine Bettwäsche gewechselt habe, lachten mir gleich vier kleine Tabletten von unter der Matratze entgegen und ich musste wirklich herzhaft lachen. Dieser kleine Fuchs. Wahrscheinlich hofft er, dass wenn er die D-Fluoretten nicht isst, er auch nicht ins Bett muss. Naja, ist nicht so schlimm. Eigentlich nehmen wir ja nur noch die Schachtel zu Ende, da die Gabe von Vitamin D ab seinem jetzigen Alter nur noch eine kleine Empfehlung und kein „Muss“ mehr ist und wir das Fluor über die Zahnpasta geben.

Mein Söhnchen ist doch immer wieder für eine herzerfrischende Überraschung gut. Mal sehen, was er als Nächstes ausheckt, wenn er zur bitteren Erkenntnis gelangt, dass er auch ohne Tablette Schlafen gehen muss.

 

Bildquellenangabe: Andrea Damm  / pixelio.de
 
Anmerkung: Natürlich weiß ich, dass Irrenhaus nicht die politisch korrekte Bezeichnung für eine Heilanstalt ist – aber ihr müsst zugeben, dass es gut gepasst hat, oder? 😉

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

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