Mein Sohn ist zweieinhalb Jahre alt!

Kaum zu glauben, wie sehr er sich seit seiner Geburt verändert hat, wie viel er gelernt hat und was sein kleiner Körper alles im Stande ist zu leisten. Man spricht stets vom „Wunder der Geburt“, aber das „Wunder des Lebens“ ist um so vieles spannender.

In diesen vier Wochen, die vergangen sind seit meinem letzten „Monatsbericht“ hat sich mein Kleiner schon wieder sehr verändert. Er ist ein ganzes Stück gewachsen und trägt nun Größe 104! In der Zeit seines Wachstums-Schubs hat er ordentlich gegessen, was mich immer sehr glücklich macht. Danach wurde er wieder extrem wählerisch. Allerdings habe ich nach zweieinhalb Jahren gelernt, dass er tatsächlich nicht verhungern wird, wenn er seine „Schlecht-Ess-Phase“ hat und bin entspannter geworden.

Seine Ausdauer hat sehr zugelegt. Er schafft mühelos die Treppen in den dritten Stock hoch und das, obwohl er zuvor zwei Stunden Laufrad „gerast“ ist. Er bewegt sich fast nur noch hüpfend fort und scheint selbst dann noch vor Energie zu bersten, wenn sein Papa und ich schon aus dem letzten Loch pfeifen. Seine Aufmerksamkeitsspanne ist ebenfalls länger geworden. Er konzentriert sich auf eine Sache, bis er erreicht hat, was er wollte, und das kann sich mitunter eine Weile hinziehen. Gerade ist er wieder in der „Geschicklichkeits-Phase“ angekommen. Derzeit sind Türmebauen und Puzzlespielen wieder hoch im Kurs bei ihm.

Es zieht ihn auch sehr in die Natur. Wir können gar nicht schnell genug ins Freie gehen mit ihm, damit er zufrieden ist. Wenn es regnet, steht er trauernd vor der Balkontür und wartet, bis es vorbei ist. In unserem Garten fühlt er sich pudelwohl. Alles wird erforscht und ausprobiert. Mittlerweile unterscheidet er sogar schon verschiedene Käferarten! Sehr unterhaltsam…

Meine absolute Lieblings-Neuerung ist jedoch sein emotionales Verhalten. Seit kurzer Zeit sagt er uns, dass er uns sehr lieb hat, er sorgt sich um unser Wohlergehen und erkundigt sich häufig nach (engeren) Familienmitgliedern, die studienbedingt weit weg wohnen. Er möchte von uns wissen,  ob es seinen Großeltern gut geht, und hin und wieder besteht er darauf, diese sofort anzurufen, um selbst nochmal nachzufragen. Er begrüßt uns Eltern stürmisch, wenn wir weg waren und er unterbricht sogar sein Spiel, um uns einfach mal so zu umarmen. Ich hoffe sehr, dass dies nicht nur eine Phase ist, denn ich liebe diese Neuerung an ihm so unglaublich sehr.

Nach wie vor erleben wir häufig seine Wutanfälle. „The terrible two“ ist nun mal noch lange nicht vorbei. Selbst Kleinigkeiten bringen ihn manchmal dazu, völlig den Halt zu verlieren und schreiend und weinend auf dem Boden zu landen. Ich bin mittlerweile so weit, dass ich ihn dann eben liegen lasse. Erfahrungsgemäß beruhigt er sich schneller, wenn ich seine Trotzphase-Wutanfälle  ignoriere und abwarte, bis der Sturm vorüber gezogen ist. Danach nehme ich ihn in die Arme und tröste ihn (auch wenn mir das manchmal richtig schwer fällt).

Babykeks ist noch „selbstständiger“ geworden. Er isst nun alleine mit seinem Besteck, kann sich selbst sein Trinken in den Becher gießen und hilft viel und gerne bei der Zubereitung der Mahlzeiten. Wie seine Mama auch ist er gerade ein großer Back-Fan. Er kümmert sich um die Fische, gibt ihnen Futter und erinnert uns lautstark daran, wenn wir vergessen, ihm seinen Hocker vor das Aquarium zu stellen, damit er seiner „Aufgabe“ nachkommen kann.

Er ist ein richtiger kleiner Fuchs geworden. Hat es schon ein paar Mal geschafft, Mama und Papa gegenseitig auszutricksen, um z. B. an ein Schoko-Bon zu kommen, und nutzt auch sonst oft seinen erfindungsreichen Verstand, um Dinge zu erreichen, die er gerne möchte. Auch Oma und Opa sind schon in den Genuss dieser neuen Fähigkeit gekommen.

Mit zweieinhalb Jahren ist Babykeks ein lebendiges, cleveres Kleinkind geworden, das sich sehr freut, bald in den Kindergarten gehen zu dürfen. Doch in dem halben Jahr, in dem ich ihn noch ganz für mich alleine haben werde, wird es sicherlich noch unglaublich viel Entwicklung geben. Ich bin schon sehr gespannt…

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Ein schöner Bericht und ein noch schöneres Babykeksbild! Ich habe ja bis jetzt nur bearbeitete Fotos gesehen. Aber in „echt“ absolut zum Knutschen! Seid stolz auf so einen cleveren, aufgeweckten Sohnemann! Was du beschreibst, kenne ich zu gut von Fiona. Ist das nicht ein wundervolles Alter…? hach 🙂

    • Hi Viv,
      also ein bisschen bearbeitet ist das Bild ja schon 😉
      Mit dem Alter hast du recht. Jedes Alter/Phase hat ihre tollen und schönen Seiten, auch wenn ich derzeit gerne auf Wutanfälle verzichten würde 😉 Ich bin schon gespannt was als nächstes kommt… Ehrlich gesagt platzen Babykeks‘ Papa und ich bereits vor Stolz!!!
      Paradoxerweise kam ich während meiner Krankheit zu nix… ich muss so viel „nachlesen“ – aber ich freue mich schon von dir und Fiona zu lesen… bald ist ja Wochenende 🙂
      Ganz lieben Gruß
      Sabrina

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