Wir Eltern kennen „die Sache“ mit dem Urlaub. Eigentlich ist ein Urlaub, der den eigenen Akku wieder auflädt, mit (kleinem) Kind so nicht mehr möglich. Aber wir Eltern bekommen schnell den Dreh raus, wie wir irgendwie doch ein bisschen Kraft tanken und die Zeit am Urlaubsort trotz allem genießen können…



Wir hatten großes Glück und bekamen, obgleich wir eher spontan und daher sehr spät buchten, noch ein Familienzimmerin einer schönen, großen Hotelanlage, die auf Familien mit Kindern spezialisiert ist. Als wir angereist waren, staunten wir nicht schlecht über die enorme Größe der vier Areale und das abwechslungsreiche Angebot für die ca. 2800 Hotelgäste.
Unser Zimmer befand sich allerdings genau über dem großen Pool in Areal 1, und da gleich daneben auch die nächtlichen Shows und Animationen stattfanden, hatten wir zwei sehr laute Nächte, bis wir freundlicherweise ganz ans Ende der Anlage umziehen durften, wo wir absolut zufrieden mit Lage und Lautstärke waren.


Am ersten Tag blieben wir aus Unwissenheit im Hauptareal, doch als wir feststellten, dass im Areal C der Kinderbereich war, verbrachten wir den Großteil unserer Urlaubszeit dort. Das Kinderareal bot viele Pools mit verschiedenen Wasserhöhen, einen Aqua-Splash-Park, riesige Spielplätze, eine Art Kindergarten, und der „All-inclusive-Bereich“ für Essen und Getränke war extra auf die Bedürfnisse und Wünsche der kleinen Gäste abgestimmt.


Es war einfach toll, denn als Babykeks sich dort wohl fühlte,
konnten mein Liebster und ich auch unseren Urlaub genießen. Er liebte das Wasser, nutzte die Spielmöglichkeiten des Kindergartens und bediente sich wie ein Großer ganz selbstverständlich, wenn er Durst oder Hunger verspürte.

 

Das Angebot für Kinder war wirklich super. Bereits ab zwei Jahren hätte man seine Kleinen in die Betreuung geben können, doch Liebster und ich brachten das nicht übers Herz, denn wir hatten ja einen Familienurlaub geplant und der sah nicht vor, von Keksilein getrennt zu sein.


In den vorherigen Urlauben konnte Babykeks sich noch nicht alleine beschäftigen und ich muss gestehen, dass es irgendwie kein richtiger Urlaub war, denn weder Liebster noch ich schienen erholt danach. Doch dieses Mal fanden wir einen guten Rhythmus. Da ich an einer Chlorallergie leide, verbrachte mein Liebster die meiste Zeit mit Babykeks im Pool und ich entspannte mich richtig. Wenn es Aktivitäten im Trockenen gab, war ich dran und irgendwie waren wir trotzdem immer zusammen und hatten Spaß.


Das Hotel bot neben den tollen Pools, Spielplätzen und Nahrungsangeboten auch schöne große Wiesen zum Spielen und lag vier Gehminuten entfernt von einer kleinen Meeresbucht. Das Abendprogramm bot sogar für die Kleinsten schon einiges und Babykeks tanzte begeistert in der Minidisco und sah fasziniert den tanzenden Animateuren zu, die die Kleinsten unterhielten.

Wir hatten richtig Glück, dass sogar das Essen offensichtlich ganz nach Babykeks‘ Geschmack war. Er aß so viel und gut, dass ich eine leichte Depression bekam, weil er zu Hause nie so gut isst… Aber wir waren froh und staunten glückselig über dieses Verhalten.


Die Abenteuer des Tages sorgten dafür, dass Babykeks jede Nacht durchschlief und an den meisten Tagen sogar einen Mittagsschlaf einlegte. Er war zufrieden mit dem wenigen Spielzeug, das wir in den Koffer gepackt hatten und fand stets eine zufriedenstellende Beschäftigung, wenn Liebster und ich uns gerade mal  nicht zu 100% auf ihn konzentrieren konnten.


Nur eine Sache mochte er gar nicht und das war das absolut notwendige Eincremen mit Sonnenschutz. Er ergab sich täglich in sein tragisches Schicksal, ließ uns aber stets wissen, wie grausam wir doch waren, ihn derart zu „misshandeln“. Die gute Nachricht ist, er hat es überlebt und keinen Sonnenbrand bekommen, die schlechte ist, er wird das beim nächsten Urlaub (Achtung Zitat:) „nicht mehr mitmachen“.


Hoffen wir mal, dass er sich nur an die positiven Dinge unserer schönen zwei Wochen erinnert und die Erholung bei meinem Liebsten und mir noch lang anhält.

   

                           

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

5 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Oohh, tolle Bilder! Schön, dass ihr euch ein bisschen erholen konntet. Wir hatten in Tunesien genau das gleiche: 2 Nächte in unmittelbarer Nähe zur Abendbühne, dank der es trotz geschlossener Balkontür so laut im Zimmer war, dass man sich nur schwer unterhalten konnte – Schlafen undenkbar. Nach dem Umzug ans andere Ende hatten wir auch erholsame Abende 🙂

    • ja – ich denke, das ist in vielen Hotelanlagen so. Die Personen an der Rezeption wollten von uns nicht mal wissen warum genau wir ein „ruhigeres“ Zimmer wollten. Ich glaube, das war da ganz normal. Nur seltsam, dass sie gerade Familien nicht gleich leise Zimmer anbieten… Aber der Urlaub war ja dann doch noch richtig super klasse…

      Herzlichste Grüße
      Sabrina

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