Im Schnitt ist ein Kind pro Jahr 10 Mal erkältet. Diese Zahl schließt die ganzen übrigen Erkrankungen wie z.B. Magen-Darm-Grippe, Fieber aus heiterem Himmel und so weiter nicht mit ein. Gerade wenn die Kleinen in den Kindergarten kommen, sind sie derart vielen Krankheitserregern ausgesetzt, dass sie unentwegt die unterschiedlichsten Erkrankungen mit nach Hause bringen.

 

Babykeks_krank

 

Wenn man die Sache positiv sehen möchte, kann man anführen, dass somit das Immunsystem der Kleinen „ausgebildet“ wird und sie während der (wichtigen) Schulzeit weniger mit Krankheiten zu kämpfen haben werden.

 

Aber es ist ein Alptraum für uns Eltern, denn mit Beginn der KiGa-Zeit starten gerade auch viele Mütter wieder in den Beruf. Wohin also mit den ständig kranken Kind? Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade die Arbeitgeber nicht unbedingt erfreut sind, wenn der/die Einsteiger/in häufig wegen ihrem Kind zu Hause bleiben muss. Ein schlechtes Gewissen Kind und Chef gegenüber scheint vorprogrammiert.

An Debatten zu diesem Thema mangelt es nicht, doch umso mehr an Lösungsansätzen. In mir zieht sich alles zusammen, wenn ich Babykeks (gerade frisch genesen und Immun-technisch noch nicht ganz auf der Höhe) wieder in die Kindergarten-Gruppe bringe und in glasig, fiebernde Augen kleiner Kinder blicke, schon beim Schuhwechsel von vier verschiedenen Kindern angeniest und angehustet wurde und bemerke, dass die Erzieherinnen beim Naseputzen gar nicht mehr hinterherkommen.

 

Diesen Teufelskreis zu durchbrechen scheint unmöglich, denn nicht jede Familie hat so viel Glück wie wir. Meine Arbeitszeiten ermöglichen es mir (fast) jeden Vormittag zu Hause sein zu können und an den Nachmittagen springt (Gott sei Dank) Oma ein.

 

Babykeks ist seit November letzten Jahres ein Kindergarten Kind. Kurz vor Weihnachten begann dann seine „Krankheitsserie“ und er ist bis heute (Anfang Februar) zusammengerechnet keine drei Wochen im Kindergarten gewesen. Fieber, extremer Husten, Durchfälle, alles hat der arme kleine Körper schon nach Hause gebracht und musste gesund gepflegt werden.

 

Hätte ich keine Unterstützung hätte ich also arbeitstechnisch schon weit mehr als die Hälfte meiner Arbeitszeit „krank machen“ müssen, um Babykeks zu pflegen. Das damit keine Partei glücklich gewesen wäre, muss nicht extra vertieft werden.

 

Natürlich waren mein Liebster und ich gerade „zum Wintereinbruch“ auch nicht verschont geblieben von Krankheit und wir haben beide das Gefühl nicht richtig auskuriert zu sein, sondern uns von Wochenende zu Wochenende zu schleppen.

 

So wie uns,  geht es unglaublich vielen Familien im Bekanntenkreis. Man beginnt sich so langsam zu fragen, ob dieser Teufelskreis jemals ein Ende nehmen wird und wie das andere Familien oder gar Alleinerziehende nur schaffen können.

 

Doch am meisten tut mir Babykeks leid, denn für ihn gibt es seit Monaten keine wirkliche Routine, es geht ihm nicht gut und seine Eltern haben zeitweise kaum Kraft all das Anstehende und die Krankheiten unter einen Hut zu bringen.

 

Nachdem ich mir jetzt eine Weile selbst leidgetan habe, versuche ich nun mich „aufzurappeln“. Ich überschwemme meinen Körper mit vitaminreicher Kost, versuche trotz aller Widrigkeiten regelmäßig an die frische Luft zu kommen, rieche seit Tagen nach Eukalyptus und versuche zu Ruhen in jeder sich bietenden Sekunde.

 

Hm seltsam, irgendwie kam mir gerade der Gedanke, dass ich das doch genauso vor diesen Kranheitswellen, auch sehr bemüht, durchgezogen habe…

 

Nun ja, ich bin jetzt mal ganz optimistisch und behaupte, dass bald alles überstanden ist und ihr, liebe Leser,  somit auch wieder mehr „unterhaltsame“ Dinge von der Babykeks-Familie zu lesen bekommt. Ich wünsche euch jedenfalls von ganzem Herzen und absolut ernst gemeint: GESUNDHEIT 🙂 

                           

Über die Autorin alle Artikel der Autorin anschauen

Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

10 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Hallo Sabrina!

    Ach, ich kann das ja alles so gut verstehen! Uns geht es auch nicht anders, und meine Schwangerschaft macht mir diesen ganzen Krankeits-Teufelskreis auch nicht gerade einfacher.

    Na ja, wir hoffen einfach darauf, dass der Winter bald vorbei ist und somit auch einige der Viren und Bakterien verschwinden.

    Es kann nur besser werden!!!

    Liebe Grüße, Elke

    • Hallo Elke,
      es ist immer schön zu wissen, dass man mit seinem „Leid“ nicht alleine bzw. unverstanden ist…
      Ich wünsche Dir jedenfalls auch eine schnelle und Gute Besserung… auf das der Winter bald endet 😉

      Liebste Grüße
      Sabrina

  • Ich bin im Moment auch gemeinsam mit unsrem kleinen Stöpsel krank. Noch gehe ich nicht arbeiten, aber ich hab heute dann auch gedacht, dass kann ja noch heiter werden, wenn der Sohnemann ab Mai dann in die KiTa geht. Und ich finde man hat auch ständig das Gefühl, alles zu geben und sich dann wegen der eigenen Krankheit dennoch nicht ausreichend um den Nachwuchs kümmern zu können.
    Gruß Bea

    • Hi Beatrice,
      ich befürchte, das ist so ein Mütterding. Egal wie sehr man sich anstrengt man hat irgendwie stets das Gefühl es hätte noch besser sein können und man hätte noch mehr für das Kind machen sollen (trotz Krankheit etc.).
      Gute Besserung ihr beiden!
      Ich wünsche euch einen guten Start in der KiTa und möglichst wenig Infekte…

      Herzliche Grüße
      Sabrina

  • Hallo,

    mir geht es wie vielen Berufstätigen Müttern. Leider muss ich mein Kinder oft nur halbgesund wieder in die Kita bringen. Wir haben keine Oma die aufpassen kann 🙁

    Aber die Zeit ist ja absehbar. Der Große ist jetzt in der Schule und bis jetzt noch nie krank gewesen. Also nützt das ganze Gehuste in der Kita doch was.

    LG Jette vom Babyausstatter jettini. de

    • Hallo Jette,
      gut zu wissen, dass diese ganze Qual nicht umsonst durchgestanden wird 😉
      Danke für den netten Kommentar.
      Herzlichst
      Sabrina

  • An das erste Kindergartenjahr von unserem Kleinen kann ich mich auch noch zu gut erinnern. Er war ja vorher schon recht oft klar aber als er in den Kindergarten kam war er eigentlich fast dauerhaft erkältet und hat uns den ganzen Spaß natürlich auch immer mit nach Hause gebracht.

    Mit der Zeit wurde es aber besser und jetzt wo er in die Schule gekommen ist habe ich das Gefühl dass er eigentlich immer seltener Krankheiten mit nach Hause schleppt.

    • Hallo Svenja,
      das gibt Grund zur Hoffnung für Babykeks und mich 😉 Danke für deinen Kommentar und ich hoffe, das ihr auch weiterhin gesund bleibt 😉

      Herzlichst
      Sabrina

  • Unser kleine Tochter hat auch grade erst eine heftige Erkältung hinter sich. Da es das erste Mal war (sie ist jetzt 6 Monate alt) waren wir echt erschrocken wie fies sich ihr Röcheln – besonders morgens – anhörte. Gleich mal schnell einen Pari Boy besorgt, damit war es zum Glück schnell besser. Mein Mann und ich haben auch schon Horrorvorstellungen wie es erst im Kindergarten wird. Und wir sind dann auch beide Berufstätig, das wird ein Spaß…
    Das es aus Svenjas Erfahrung irgendwann dann auch wieder besser wird, ist wenigstens etwas ermutigend.
    LG
    Riana

    • Hi Riana,
      uh, gerade bei den Kleinen ist es immer besonders fies… aber ich kann dir Hoffnung machen. Ich kenne nun auch einige Kindergartenkinder, die tatsächlich gar nicht krank waren am Anfang. Hoffen wir mal, dass sie dies nicht in der wichtigen Schulzeit nachholen.

      Bleibt gesund und danke für deinen Kommentar.
      Herzliche Grüße
      Sabrina

Verfasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Die erforderlichen Felder sind mit einem * markiert.