Heute heiße ich Stillberaterin und Autorin Dora Schweitzer zum letzten Mal aufs Herzlichste auf dem Babykeks-Blog willkommen.

 

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Mit freundlicher Genehmigung von Dora Schweitzer

Im ersten Teil verriet uns die Buchautorin, wie sie selbst das Stillen ihrer drei Kinder erlebt hat, wie sie all ihr Wissen und Können erlangte und wie es für sie gewesen ist, ihren Still-Ratgeber zu verfassen. Lest Teil Eins hier.

Der zweite Teil folgte mit einigen Tipps, wie es zwischen Mutter und Kind beim Stillen am besten klappt, welche wenigen Ausnahme es geben könnte, die unsere Expertin vom Stillen abraten lassen würde und worin eigentlich der Unterschied zwischen einer Hebamme und einer Stillberaterin liegt. Lest Teil Zwei hier.

 

 

 

Obgleich der Wunsch, Stillberaterin zu werden, lange in Ihnen weilte, führte letztendlich leider ein unschöner Umstand dazu, die Ausbildung schließlich in Angriff zu nehmen und Ihren Traum zu realisieren. Bitte erzählen Sie uns davon und verraten Sie uns, wie man Stillberaterin werden kann.

 

Das ist richtig; ich hatte bereits einige Jahre vor meiner Ausbildung den Wunsch Stillberaterin zu werden. Der Wunsch wurde durch eine LaLeche-Stillberaterin geweckt, dir mir während meiner eigenen Stillzeit mit unserem jüngsten Sohn hilfreich zur Seite stand. Dieser Frau kann ich es verdanken, dass ich letztendlich eine zweijährige glückliche Stillbeziehung mit dem dritten Sohn genießen konnte.

 

Seit der Unterstützung durch die  Stilberaterin der LaLecheLiga (LLL) war mir bewusst, wie wertvoll es ist, Frauen bei Bedarf in solchen Situationen mit Rat und Tat zu unterstützen. Meine Entscheidung, die Ausbildung zur ehrenamtlichen Stillberaterin zu absolvieren, fiel im fünften Lebensjahr unseres dritten Kindes. Damals erlitt ich einen Unfall, bei dem ich für längere Zeit körperlich sehr eingeschränkt war. Während der Genesungsphase entdeckte ich einen Zeitungsartikel, mit der Überschrift: „Hebammen plädieren wieder für mehr Stillen“. Beim Lesen der Überschrift kam mir der lang gehegte Wunsch „Stillberaterin zu werden“ sofort wieder in den Sinn und ich beschloss umgehend, mich um eine Ausbildungsmöglichkeit zu kümmern.

 

Ein Anruf bei meiner heutigen Stillberaterinnen-Kollegin Sina Weyer, die zu dieser Zeit Vorsitzende des damaligen saarländischen  Regionalverbandes der Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen (AFS) war, bestätigte mich in meinem Vorhaben, die Ausbildung bei der AFS zu absolvieren. Ich forderte mir vom Bundesverband umgehend die notwendigen Ausbildungsunterlagen an und wurde Mitglied dieser gemeinnützigen Organisation zur Förderung des Stillens. Daraufhin begann ich meine Ausbildung zur ehrenamtlichen Stillberaterin.

 

Interessierte Leserinnen können sich  unter diesem Link über die Ausbildung zur ehrenamtlichen AFS-Stillberaterin informieren.

 

Neben der Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen bietet auch die LaLecheLiga die Möglichkeit, sich zur ehrenamtlichen Stillberaterin ausbilden zu lassen. Wer sich hierzu im Internet kundig machen möchte, kann diesen Link wählen.

 

Ihr Ratgeber  „Stillen: Ihre Stillberatung für zu Hause. Mütter berichten: Das hat mir geholfen“ ist beim Trias-Verlag nun bereits in zweiter Auflage erschienen und erntet durchweg positive Resonanz.  Lassen Sie uns über ihre Intention zu ihrem Ratgeber sprechen und verraten Sie uns etwas über das Herzstück Ihres Werkes.

 

Schon zu Beginn meiner Tätigkeit als Stillberaterin bemerkte ich durch die von mir angebotenen Stillgruppentreffen recht schnell, wie sehr stillende Mütter von den Erfahrungen anderer Stillenden profitieren können. Aus diesem Grund war es mir sehr wichtig, dass in meinem Stillbuch auch stillerfahrene Mütter, die in diesem Bereich nicht professionell ausgebildet sind zu Wort kommen. So wurden fast zu jedem Kapitel des Trias-Stillratgebers Erfahrungsberichte von mir bekannten Müttern eingefügt, die ihre Stillprobleme und die dazugehörigen Lösungen beschrieben haben. Die meisten dieser Berichteschreiberinnen konnte ich bei ihren eigenen Stillproblemen selbst beraten und sie während ihrer weiteren Stillzeit begleitet. Frauen, die den Trias- Stillratgeber in Händen halten, können also in den 47 eingefügten kurzgefassten Erfahrungsberichten lesen, dass (anfängliche) Stillschwierigkeiten durchaus nicht ungewöhnlich sind; aber auch erkennen, dass viele Mütter ihre ernsthafteren Stillprobleme mit Hilfe engagierter Unterstützung lösen konnten. Mein Anliegen war es, Frauen dadurch in ihrem Stillwillen zu bestärken und ihnen Mut zu machen, auch wenn es mal nicht wie gewünscht läuft!

Wie aus den unterschiedlichen Buchrezensionen beispielsweise bei Amazon zu lesen ist, können betroffene Müttern auch durch diese Beiträge Zuversicht gewinnen, denn die Botschaft dieser Erfahrungsberichte lautet: Jede Stillbeziehung ist einzigartig und Stillprobleme sind meistens lösbar.

 

Zuletzt möchte ich Sie, als Mutter und Karrierefrau, bitten, mir und meinen Lesern ein paar weise Worte in Sachen Erziehung und Selbstverwirklichung mit auf den Weg zu geben.

 

Gerne schreibe ich auch hierzu einige Leitgedanken auf, die sich mit meiner Einstellung in Sachen Erziehung decken:

Durch Liebe und Zuneigung, die unseren Kindern entgegengebracht wird, entsteht das Grundvertrauen, das ihnen Geborgenheit, Sicherheit und Halt vermitteln kann. Dieses Vertrauen wird besonders in den ersten Lebensjahren geprägt und ist für den Rest des Lebens sehr wertvoll.

Es ist sehr wichtig, Kinder von klein an zu loben und zu ermutigen. Eltern, die Anstrengungen und Leistungen ihrer Kinder wahrnehmen, bzw. sie positiv hervorheben, stärken das Selbstwertgefühl der kleinen Person. Das Kind lernt über die Anerkennung durch seine Eltern und durch die anderer Bezugspersonen sich selbst anzuerkennen und wert zuschätzen. Ein angemessenes Lob tut gut und festigt die Beziehung zwischen dem Kind und seinen Bezugspersonen.

Kinder sollten auch immer wieder die Möglichkeit haben, in ihrer eigenen Welt leben zu können. Sie müssen Raum haben, um ihre Träumereien und Fantasiereisen auszuleben. Selbst wenn diese nicht von Leistung geprägt sind, brauchen Kinder auch hier Bestätigung und Anerkennung.

Zur Erziehung gehört eine gewisse Konsequenz der Eltern und der Bezugspersonen. Für Kinder ist es von großer Bedeutung, zu erkennen, dass Menschen im Großen und Ganzen übersichtlichen Regeln folgen müssen. Nur so wird es ihnen gelingen, sich gut zu orientieren.

Zum Abschluss dieser Ausführungen füge ich noch einige pädagogische Sprüche von bekannten Personen hinzu:

 

„Auf Kinder wirkt das Vorbild, nicht die Kritik.“

~Heinrich Thiersch~

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„Das vornehmlichste Erziehungsziel ist, Menschen zu schaffen, die fähig sind, neue Dinge zu tun, nicht einfach das zu wiederholen, was andere Generationen taten – Menschen, die schöpferisch, erfinderisch, die Entdecker sind. Das zweitwichtigste Erziehungsziel ist, Geister heranzubilden, die kritisch sind, verifizieren können und nicht alles hinnehmen, was man ihnen anbietet.“
~Jean Piaget~

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„Kinder hassen den, der ihnen jeden Willen tut.“
~Rolf Hochhuth~

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„Klar abgesprochene und, bei entsprechendem Alter des Kindes, deutlich erklärte Spielregeln des Zusammenlebens, an den sich alle (auch die Eltern!) halten und bei deren mutwilliger Übertretung das Kind nicht im Sinne einer moralischen Sühne bestraft wird, sondern lediglich nach Möglichkeit die logischen Konsequenzen zu tragen hat – das ist es, was das Kind für seine gesunde Entwicklung braucht.“
~Ekkehard Kloehn~

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„Wie man als kleines Kind behandelt worden ist, so behandelt man sich später das ganze Leben lang“.

~Alice Miller~

Ich bedanke mich für Ihr Interesse an meiner Arbeit und wünsche Ihnen sowie den Leserinnen Ihrer „Babykeks-Blogseite“ alles Gute

Dora Schweitzer

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Ich bedanke mich ebenfalls ganz herzlich für dieses interessante Interview und hoffe, dass es bald wieder Einiges auf dem Babykeks-Blog über Sie und Ihre Arbeit zu berichten geben wird.

 

 Wer gerne noch mehr Informationen über Dora Schweitzer  möchte, ist eingeladen, auf Ihrer Internetseite  oder via facebook stets auf dem Laufenden gehalten zu werden.

Bei Amazon erhält übrigens das vorgestellte Buch der Autorin aktuell eine durschnittliche Bewertung von 4,9 von 5 möglichen Sternen.

Stillen der Ratgeber von Autorin Dora Schweitzer

Stillen der Ratgeber von Autorin Dora Schweitzer

Dora Schweitzer: Stillen.
2. Auflage, 2012.
160 S., 50 Abb.
ISBN: 9783830466635
EUR [D] 14,99
EUR [A] 15,50
CHF 21,00 (CH/UVP)
Erscheinungstermin: 25. April 2012
Herausgeber: Trias-Verlag, Stuttgart

 

                           

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

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