tanzendeMama

Ach, was soll ich sagen… als Ballettlehrerin ernte ich stets Kommentare darüber, dass ich doch selbstverständlich absolut fit bin, mich gesund ernähre und vor Energie nur so sprühe. Ich habe es aufgegeben, meinem Gegenüber dann zu erklären, dass dies nicht immer so ist.

 

Natürlich hält mich meine Arbeit zu einem gewissen Teil fit, allerdings beeinflusst meine Arbeit als Tanzpädagogin meine Ernährung absolut nicht auf die Art und Weise, wie Viele meinen. Ich ernähre mich nicht gerade jeden Tag super gesund und muss gestehen, dass ich nach einem anstrengenden Arbeitstag auch keine Lust mehr habe, mich lange in die Küche zu stellen und dann lieber rasch mal ein halbes Kilo Nudeln mit leckerer Sauce koche. Und dann noch die Sache mit der Energie. Wenn ich im Ballettsaal stehe, die Musik spielt und die Schüleraugen mich erwartungsvoll anschauen, dann läuft das natürlich wie geschmiert.

 

Aber wie in allen anderen Berufen habe auch ich Tage, an denen ich mich „zwingen“ muss, zur Arbeit zu gehen, an denen ich nach den Stunden völlig erledigt bin. Und seit ich Mutter bin, habe ich oft das Gefühl, dass die Arbeit mir mehr Energie abverlangt, als noch vor Babykeks‘ Geburt.

 

Wahrscheinlich mache ich mir derzeit Gedanken über dieses sonst für mich unübliche Thema, weil ich derzeit so unfit bin, wie schon lange nicht mehr. Erst hatte ich zwei Wochen Zwangspause wegen einer hartnäckigen Kehlkopfentzündung, die ich nicht wirklich richtig auskurieren konnte, und kaum eine Woche wieder im Ballettsaal, da brach ich mir einen Zeh…

 

Zwar konnte ich (Gott sei Dank) weiterarbeiten, aber natürlich nur verbal. Körperlich bin ich in diesen zwei Monaten wirklich weit abgeschlagen. Jetzt, da nach den Winterferien die neue Saison begonnen hat, merke ich erst, wie untrainiert ich doch geworden bin.

 

Natürlich kam ich hoch motiviert in den Unterricht und machte alle Übungen mit den Kindern gemeinsam, weil mir die Bewegung schlicht und einfach ungemein gefehlt hat, aber als es an den Spagat ging, merkte ich, dass ich nicht „ganz runter“ kam. Und auch die sonst so leichten Übungen brachten mich zum Schwitzen.

 

Jetzt bin ich total deprimiert und trauere meiner Kondition und meinem Spagat nach. Klar hole ich das alles wieder auf, aber hey!!! Das ist echt schwer, denn mittlerweile ist mein Körper Ü-30… Ich habe gerade gar keine Lust auf diese harte Arbeit an mir selbst, und wenn ich dann noch von den Müttern meiner Schüler gesagt bekomme, wie leicht ich es doch hätte mit meinem gesunden Körper, dann würde ich am liebsten klipp und klar machen, dass auch ich dafür arbeiten muss und nahezu jeder im Grunde genauso fit ist bzw. sein könnte wie ich. In ganz dunklen Momenten überlege ich mir im Geheimen sogar, ob diverse Mamis nicht vielleicht sogar um einiges fitter sind als ich.

 

Derzeit könnte das sehr wahrscheinlich sein. Tja, aber leider hilft „verbales Ausheulen“ nicht, denn davon werde ich weder gelenkiger noch baut sich dringend benötigte Muskulatur auf. Also habe ich mir vorgenommen, zu Hause täglich Pilates zu machen, um so schnellstmöglich wieder zu meiner alten Form zu kommen. Mal sehen, was mein innerer Schweinehund dazu sagt. Heute hat die alte Töle jedenfalls schon mal nicht gemerkt, dass ich noch nix gemacht habe… Nach meiner Grippe letzte Woche fühle ich mich immer noch total erledigt…

 

Ich werde mir jedenfalls gleich mal wieder ein paar Ballett-Videos ansehen. Das motiviert und animiert mich hoffentlich genug, um die Bequemlichkeit, die sich in mir breit gemacht hat, niederzuringen…

Wünscht mir viel Erfolg…

 

                              

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Okay, einen Spagat konnte ich noch nie 😉 Aber was du über die körperliche Fotness schreibst, ist bei mir die geistige bzw die der Finger. Im Arbeitsalltag unterrichte ich zwar den ganzen Tag, komme aber leider viel zu selten selber zum Spielen und Üben. Wenn ich es dann nach einer ganzen Weile doch mal wieder mache, merke ich, wie „eingerostet“ die Finger sind…. Viel Erfolg! Lass den Schweinehund erst wieder ruhen, wenn er die Beine weit genug auseinander kriegt für einen schönen Spagat 😉

    • Ach Viv,
      wir beide sprechen eben dieselbe Sprache 😉 Auch wenn ich diesmal über deine Wortwahl ein wenig Schmunzeln musste 😉
      Liebe Grüße
      Sabrina

      • hihi, vollste Absicht, allerdings war die „körperliche fOtness“ mein selbstständiges Handy, das grundsätzlich alles, was ich schreiben möchte, besser weiß ^^

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