In einem meiner  letzten Artikel habe ich euch von dem tollen Erfolg der Baby-Handzeichen erzählt, die wir mit Babykeks praktiziert haben. Heute erkläre ich euch, wie diese funktionieren…

Bildquellenangabe:Andrea Damm  / pixelio.de

Bildquellenangabe: Andrea Damm / pixelio.de

Wenn man bei Google den Suchbegriff „Baby Handzeichen“ eingibt, erhält man 22.400 Ergebnisse. Viele Internetseiten, Buchrezensionen, Bilderklärungen etc. werden dem  Neugierigen angeboten. Trotzdem stellen sich viele (zukünftige) Eltern immer noch die Frage.

 Warum Baby-Handzeichen?

Was nützen sie mir im Alltag?

Ich berichte euch von meinen persönlichen Erfahrungen und hoffe, euch somit zu helfen, eine eigene Meinung zu diesem Thema zu entwickeln.

Linda Acredolo und Susan Goodwyn entwickelten 1980 die ersten Baby-Handzeichen und mittlerweile bringen über 80% der amerikanischen Bevölkerung ihren Kindern ihre „Babysigns“ bei.

  • Das Ziel der Baby-Handzeichen oder auch des Gebärdens mit Babys ist simpel: Frühe verständliche Kommunikation mit seinem Baby. Da das Kind noch nicht sprechen kann, aber bereits ab dem siebten Lebensmonat die motorische Fähigkeit zum babygerechten Gebärden der Baby-Handzeichen hat, bietet sich so die Möglichkeit einer eindeutigen Verständigung.

 

  • Die Baby-Handzeichen sind speziell auf die ausführbare Motorik der Kinder in diesem jungen Alter zugeschnitten worden und sehr einfach und einprägsam gehalten. Natürlich wird man durch diese Handzeichen keinen vollständigen Satz bilden können, denn das Gebärden mit Babys  hat nichts mit der allgemein bekannten „Gebärdensprache“ der Gehörlosen zu tun. Zwar gibt es Parallelen, aber diese würden nicht ausreichen, um z.B. mit einem tauben Menschen zu gebärden.

 

  • Alltägliche Abläufe im Leben mit einem Baby, wie z.B.  Nahrungsmittel und Gegenstände, sind mit einfachen Handzeichen darstellbar und helfen so, herauszufinden, ob das Baby lieber Milch oder Wasser trinken möchte, nach seinem Nucki /Schnuller verlangt, mehr oder nicht mehr essen möchte etc.

 

  • Oftmals wurde ich gefragt, ob mein Baby dann überhaupt Interesse hätte, sprechen zu lernen, wenn es doch schon kommunizieren kann. Absolut! In Studien wurde belegt, dass Kinder, die Baby-Handzeichen nutzen, keineswegs später, sondern eher sogar früher mit dem Sprechen beginnen. Zu erfahren, was man durch die Verständigung erreichen kann, spornt die Kinder an, Worte genauso zu verwenden wie Baby-Handzeichen, um das zu bekommen, was sie möchten, sobald ihnen die Sprachbildung möglich ist. Ganz schön schlau – die Kleinen!

 

  • Es macht großen Spaß und ist sehr befriedigend für Eltern und Kind, zu sehen, dass das Baby bereits die Tiere erkennt, die man ihm im Bilderbuch zeigt. Dass es versteht, dass es gerade regnet oder die Sonne scheint. Manchmal ist man auch als Elternteil gedanklich etwas abwesend und es ist eine richtig tolle Sache, wenn das Kind einem dann zeigen kann, dass es die Sonne stört und man einfach nur den Schutz am Kinderwagen ein wenig drehen muss, um es zufriedenzustellen bzw. zu schützen. Ohne das Zeichen für Sonne hätte das Kind wohl noch eine Weile gebrüllt, bevor man wüsste, was es wollte. Solche Kleinigkeiten erleichtern den Alltag mit Kind sehr und machen Eltern und Baby gleichermaßen stolz.

 

  • Das Erlernen der sehr einfachen Baby-Handzeichen ist  nach zwei Mal Durchblättern sozusagen abgeschlossen für uns Erwachsene. Die Zeichen sind deutlich und einprägsam. Wir haben sie stets bei der Tätigkeit, die das Zeichen beschreibt, gebärdet und immer wenn Zeit und Lust dazu da war, mit Babykeks zusammen die erklärenden Bilder im Buch angesehen, bis er sie voller Eifer mitgemacht oder uns quasi das Buch selbst vorgelesenzeigt hat.

 

  • Sobald die Sprache Einzug in das Leben des Kindes halten wird, geraten die Zeichen in Vergessenheit. Bei Babykeks war dies ein ganz unscheinbarer Vorgang, der unbemerkt vonstatten gegangen war und keinerlei Zutun erforderte. Allerdings habe ich gelesen, dass die Baby-Handzeichen bei Anwendung am Geschwisterkind oftmals wieder aufleben und für Verblüffung sorgen…

 

Bildquellenangabe: Dieter Schütz / pixelio.de

Pro und Contra der BabyHandzeichen

Pro:

  • sehr frühe Kommunikationsmöglichkeit mit dem Baby
  • einfaches und spaßiges Erlernen der Handzeichen
  • sehr befriedigendes Erlebnis für Eltern und Kind
  • Kind erlernt schon früh den Sinn der Kommunikation/Verständigung

(Pseudo)-Contra:

  • Man stößt hin und wieder auf völlige Ablehnung und unqualifizierte Kommentare…

 

Leider haben wir damals keine Fotos, sondern nur Videos von Babykeks‘ Baby-Handzeichen gemacht, aber die liebe Mama Wunderlich hat einen schönen Artikel mit Bildern zu diesem Thema verfasst.

 

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Das Töchterchen von Frau Eva Möller sagt uns links, dass sie „fertig“ ist und rechts, dass sie etwas trinken möchte.

 

Im Grunde ist es gleich, welches Zeichen man mit welchem/r Wort/Gegenstand/Handlung verbindet, solange es immer gleich ausgeführt wird. Dennoch ist es einfacher und bequemer, sich ein wenig von der gängigen Literatur zu inspirieren, bevor man mit dem Gebärden beginnt. Außerdem hat man dann später auch die Möglichkeit, das Gebärden gemeinsam mit dem Kind im Buch anzuschauen.

 

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Wir haben uns damals nach langem Suchen für das Buch “Bilderbuch der BabyHandzeichen“ von der Autorin Eva Möller entschieden und sind sehr zufrieden gewesen.

 

Als kleine Überraschung könnt ihr, meine lieben Leser, in meinem nächsten Blogartikel 5 Exemplare dieses Buches, hier auf dem Babykeks-Blog gewinnen.

 

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

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