Nach spätestens drei Jahren findet man sich als Elternteil schlichtweg damit ab, dass man konstant müde ist. Man hat den Traum aufgegeben, all den verlorenen Schlaf irgendwann wieder aufzuholen. Man wacht plötzlich ohne Zutun seines Sprösslings um halb sieben auf und (entgegen allem, was man sich geschworen hat) steht dann auch auf, weil es einfach so viel zu erledigen gibt und man plötzlich das bisschen Zeit, bevor das Kind wach wird, zu nutzen gelernt hat.

 

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~ Der Liebste in Jacke & Schuhe völlig erschöpft abends nach dem „Nachhause-Kommen-Freude-Ritual“ mit Babykeks eingeschlafen ~

 

Wenn ich gefragt werde, ob es etwas gibt, das ich aus der Zeit vor Babykeks vermisse, dann muss ich keine Sekunde nachdenken: SCHLAF! Langer, erholsamer Schlaf, bis in die Mittagsstunden hinein, ohne das Bedürfnis, lieber nochmal mitten in der Nacht nach dem Kind schauen zu gehen. Es könnte ja was passiert sein – nur was?

 

Der Schlafmangel macht in manchen Dingen etwas irrational, aber das kompensierten wir geprobte Eltern recht schnell.

 

Natürlich hat man vor der Geburt gewusst, dass eine Zeit mit wenig Schlaf auf einen zukommt und natürlich akzeptiert man das, wie einfach alles, was mit dem eigenen Kind zu tun hat, aber dass diese Schlafmangel-Geschichte einen so langen Schwanz anhängen hat, das war mir beim besten Willen und wirklich absolut nicht bewusst.

 

Ich erinnere mich an nächtliche Gespräche mit meinem Liebsten, bei denen wir uns Mut gemacht haben, dass das irgendwann ein Ende haben wird und wir wieder fit und ausgeruht sein würden…

 

Ach, sehen wir der Realität ins Auge. Das wunderbarste Geschenk des Lebens hat eben auch seinen Tribut gefordert und wir zahlen. Die einen, ohne zu murren, die anderen murren immer wieder mal und werden dann von „Nicht-Eltern“ mit strafendem Blick verurteilt.

 

Wen die wüssten *hihi*

 

Die Quintessenz der Geschichte ist jedenfalls, dass die Elternschaft eine ganz neue Art der Müdigkeit aufzeigt. Ich finde, das Wort „dauermüde“ trifft es nicht ganz, ist aber nah dran. Vielleicht, wenn man das Dauermüde noch steigern könnte… aber was schreibe ich… ihr wisst ja, was ich meine…

 

Unkontrolliertes Gähnen am helligsten Tag und das, obwohl man doch eigentlich sieben Stunden am Stück geschlafen hat. Vorbeugende Einnahme von Eisenpräparaten, weil man doch unmöglich immer noch müde sein kann und sicherlich einen Mangel hat. Der unbedingte Wille, heute früh ins Bett zu gehen, aber dann doch erst um zwölf hinlegen, weil man die Zeit für die „wichtigen“ Papierkram-Dinge dem geliebten Kind „geopfert“ hat.

 

Wird das jemals enden??? Oder sollten wir uns damit abfinden, dass wir den Rest unseres Lebens müde sein werden und ich mir besser noch einen Vorrat an Concealer kaufen sollte?

 

Verratet es uns, ihr Eltern von bereits großen Kindern… 

                                    

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

19 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Das kann ich wirklich gut nachvollziehen. Ich fühle mich irgendwie auch immer dauermüde – und das obwohl unsere Kids eigentlich recht gute Schläfer sind. Aber man geht halt – besonders am WE – dann doch nicht allzu pünktlich ins Bett und wenn zwischen 5 und 6 Uhr die Nacht schon wieder rum ist, dann bleibt eben nur noch die Dauermüdigkeit… 😉

    • Da hast du recht, lieber bullion. Wenn wir doch einfach „vernünftiger“ wären in Sachen Bett-geh-Zeit 🙂 Aber hin und wieder möchte ich eben doch so einen Hauch von diesem „Vor-Eltern-Zeit-Feeling“ spüren und den bekommt man eben nur, wenn es mal nach 23 Uhr ist und man endlich mal mit etwas beschäftigt ist, dass nicht gut wäre für ein Kind 😉

      Lieben Gruß
      Sabrina

  • Hihi, erst schläft man unruhig weil man ständig gucken muss ob mit dem Baby alles ok ist und +-18 Jahre später schlägt man sich die Nacht um die Ohren und guckt, ob das Kind schon zu Hause ist ^^ Ja, ja, ich glaub, das wird sich so schnell nicht ändern 😉

  • Meine Tochter ist noch ganz klein, aber wir haben unglaublich Glück mit ihr. Sie schläft nachts zwar nicht durch, wacht aber immerhin nur ein Mal kurz auf und will trinken, danach schläft sie weiter. Aber manchmal hat sie Nächte, in denen sie so unruhig schläft, dass ich gar nicht schlafen kann. Dann wünsche ich mir morgens einfach nur einen Kaffee, darf aber nicht, weil ich ja noch stille… Das ist für mich das schlimmste!
    Aber es geht vorbei, irgendwann.

  • Hallo,
    ich kann Dir nur zustimmen. Wie Recht Du doch hast.
    Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, Schlaf zu finden – irgendwann …
    LG Timm

  • Liebe tanzende Mama,
    ich mach dir Hoffnung! Ich habe 3 Kinder, nur noch 1. wohnt zu Hause und wir stehen IMMER als erste auf, am Wochenende gegen 10:00 Uhr. Man kann auch wieder unproblematisch durchschlafen, also, keine Angst, das wird schon!

    Herzliche Grüße, Barbara

    • Hallo Barbara,
      oh gut, Hoffnung – genau das habe ich jetzt gebraucht *gähn* Ein Silberstreifen am Horizont 🙂 Vielen Dank!

      Herzlichst Sabrina

    • Hallo ständig müde,
      ja, dieses müde Schicksal teilen wir Eltern und scheinbar auf Ewig *gähn*…
      Ob ich noch blogge, wenn sich dieser Zustand irgendwann einmal ändern sollte????
      Danke für deinen Kommentar 🙂

      Lieben Gruß

      Sabrina

  • Hallo Herzensmamas,
    meine Kinder sind nun 12 (Junge) und
    14 (Mädel) Jahre alt.
    Und bereits seit gut zwei Jahren, bin ich
    die jenige, die am Wochenende „aufstehen“ rufen
    muss. Weil es mir dann gegen halb elf schlicht langweilig
    wird und ich alle zum Spätstück bei mir haben will!
    Also durchhalten, wir haben nur ein paar kostbare Jahre
    mit unsern Lieblingen, unter einem Dach. 🙂

    • Liebe Manuela,
      ich glaube, so ist das mit Vielem im Leben. Wenn es weg ist vermisst man es 😉 Ich hoffe, ihr trefft euch zu einem „Mittelfrühstück“ und habt noch viele tolle Morgen zusammen.
      Ganz lieben Gruß
      Babykeks-Mama 🙂

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