Ja, es gibt sie tatsächlich. Menschen, die keinen Kaffee trinken, und hiermit habe ich mein öffentliches „coming out“, denn ich gehöre zu eben diesen.

 

Meine Abneigung gegen Kaffee gilt schlichtweg dem Geschmack. Ganz gleich, wie viel Zucker, Milch, Karamell oder sonst etwas ich in die schwarze Brühe gieße, meine Geschmacks-Papillen signalisieren ein überdeutliches NEIN! (Von Kinderarbeit und Bauern-Ausbeutung möchte ich in diesem Artikel gar kein Wort mehr verlieren, es gibt eben leider sehr viele grausame Dinge auf der Welt.)

Leider gesellt sich neben dem Geschmacksinn auch mein Geruchssinn zu dieser Abneigung und genau da beginnt das Problem der meisten Teetrinker. Man glaubt ja kaum, wie sehr die Welt nach Kaffee stinkt!

Bildquellenangabe: Fabian Forban  / pixelio.de

Bildquellenangabe: Fabian Forban / pixelio.de

Als kleiner Vergleich könnte ich Folgendes anbringen. Dem „Nicht-Kaffee-Trinker“ geht es wie dem Nichtraucher, der ständig vom Qualm der Raucher belästigt wird. Viele meiner Bekannten erzählten mir von Überempfindlichkeit gegen Kaffeegeruch während ihrer Schwangerschaft und ich nickte immer nur wissend und verbiss mir den Kommentar, dass ich sogar im nicht schwangeren Zustand einen Würgereiz unterdrücken muss, wenn ich starkem Kaffeegeruch ausgesetzt werde.

 

Ich habe auch absolut und überhaupt keine Ahnung, weshalb ich so ablehnend gegen Kaffee reagiere. Aus Liebe zu Babykeks Papa habe ich sogar dem Kauf eines Kaffeevollautomaten zugestimmt, der vom Liebsten und unseren Gästen mit großer Hingabe unter vielen Hmmmms und Ahhhs genutzt wird.

Für mich ist er nur gut, um schnell heißes Wasser für den Tee aufzubereiten 😉 Der Graus schlechthin ist das Nachfüllen der Kaffeebohnen und das Abschütten der Wasser- und Kaffeepulver-Auffangschale.

 

So richtig bewusst hat mir diese Sache jedoch unser Urlaub gemacht. Wenn wir morgens in den Speisesaal gelaufen sind und mir schon auf halben Weg dieser Geruch entgegen „miefte“. Für mich gab es keine Chance auf Flucht! Der Liebste und Babykeks nahmen davon keine Notiz, nur ich rümpfte die Nase und sah dabei zu, wie sich hunderte von Menschen schwarze Flüssigkeit in Porzellantassen gossen und dabei höchst zufrieden aussahen.

 

Die Teeauswahl des Vier-Sterne-Hotels war im Übrigen überaus karg. Ganze sechs Teesorten hatten sie im Angebot. Eine Schande… aber sobald man am Tisch saß, wurden zwei riesen Kannen, eine mit Kaffee und eine mit Milch, auf den Tisch gestellt und nach uns Teetrinkern fragte keiner.

 

Ist euch auch schon aufgefallen, dass egal, wo man hinkommt, einem jeder einen Kaffee anbietet. Die nette Dame vom Reisebüro, beim Friseur und irgendwie überall, wo man etwas länger warten muss.

 

Ich finde das seltsam und alle anderen finden mich seltsam…

         

Über die Autorin alle Artikel der Autorin anschauen

Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

18 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Ich finde das absolut gar nicht seltsam… Kann dich sooo gut verstehen. Ich gehöre auch zu der “ Nicht- Kaffee- Trinker- Spezies“. Zudem habe ich noch das große Glück, daß mein Mann ebenso dazugehört. Wir besitzen eine ganz einfache Kaffee- Maschine, die für den Besuch an Geburtstagen mal rausgeholt wird. Ansonsten sind wir ein Kaffeefreier Haushalt.

    • Hallo Tanja,
      schön, dass ich nicht alleine bin 😉 Ein kaffeefreier Haushalt hört sich ja himmlisch an 😉
      Danke für dein Kommentar!

      Lieben Gruß
      Sabrina

  • Hallo liebe Sabrina. Das mit dem Anbieten stimmt tatsächlich! Ich glaube, es hat einfach damit zu tun, dass „Möchten Sie einen Kaffee?“ Oder „Wollen wir zusammen einen Kaffee trinken gehen?“ als Phrasen für etwas Übergeordnetes benutzt werden. Da wollen sie einem beim Friseur etwas anbieten und sagen stellvertretend „Kaffee“ und das „zusammen einen Kaffee trinken“, naja, da wissen wir ja, dass die Hintergedanken (wenn von einem Mann ausgesprochen) meist nicht beim Kaffee bleiben ^^ Ich kann deine Gedanken total nachvollziehen, gehöre allerdings zu der Gruppe, die ohne Kaffee morgens gar nicht wach wird und die sich ein Leben „ohne“ gar nicht vorstellen könnte. Im Hotel ist genau die Kaffeekanne auf dem Tisch, von der du schreibst, mein Highlight 🙂
    Was ich gar nicht riechen geschweige denn schmecken kann, ist das neumodische Gesöff namens Chai Latte. Da wird mir schon schlecht, wenn ich nur höre, dass jemand anders sich eine bestellt ^^ Liebe Grüße

    • Hi Vivi,
      mit der „Phrase“ hast du sicherlich recht 😉
      Eigentlich ist es auch immer recht amüsant, wenn ich einen angebotenen Kaffee ausschlage und um Tee bitte. Da die meisten keinen Tee da haben bin ich dann immer die, welche mit einem Wasser in der Hand endet *hihi*.
      Aber das ist schon ok. Geschmäcker sind nun mal verschieden – auch wenn ich mich freuen würde auch immer zwischen vielen Teesorten wählen zu können, wenn ich irgendwo bin 🙂

      Die allerliebsten Grüße
      Sabrina

  • Ich bin Kaffeetrinker – aber ohne Kaffeemaschine. Ohne Kaffee fehlt mir was. Aber genauso gern trinke ich Tee, vor allem selbst gesammelten.

    Würdest du mich besuchen ;-), könntest du aus vielen Angeboten wählen.

    Liebe Grüße aus dem elsieland

    • Hi Elsie,
      Wow, selbst gesammelt???? Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass man Tee in Deutschland selbst sammeln kann. Bitte schreib doch mal einen Artikel darüber. Das hat jetzt wirklich mein Interesse geweckt. Schmeckt selbst gesammelter Tee denn irgendwie anders als der gekaufte?

      Meine Oma hatte auch nie eine Kaffeemaschine. Sie hat ihren Kaffee mit einem Porzellan-Aufsatz auf den Tassen aufgebrüht… das „stinkt“ übrigens nochmal um einiges mehr, als der gleiche Vorgang in einer Maschine 😉

      Ganz liebe Grüße von der Teetrinkerin 😉

  • Hallo, auch ich komme nicht ohne Kaffee aus. Ich muss sogar zugeben, dass ich ohne eine gute Tasse Kaffee am Morgen nicht ansprechbar bin. Ich glaube, ich würde nicht einen Tag ohne Kaffee auskommen. Dagegen muss ich sagen, dass ich mich für Tee nicht so erweichen kann. Der kann gerne weggelassen werden.

  • Ich kann Dich genauso gut verstehen! Zwar macht mir der Geruch von Kaffee nichts aus, im Gegenteil, ich rieche ihn sogar ganz gerne, aber trinken mag ich ihn keinesfalls. Und mein frisch angetrauter Mann mag dieses Getränk gottseidank auch nicht. Doch während er aus purer Höflichkeit auch schon mal ne Tasse trinkt wenn er eine angeboten bekommt, lehne ich stes freundlich ab! Ich muss mich ja dann nicht quälen, oder? Es lebe der Tee und die Saftschorlen!!!

Verfasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Die erforderlichen Felder sind mit einem * markiert.