Der Liebste und ich trinken sehr wenig Alkohol. Es muss immer einen Anlass für uns geben, um ein alkoholisches Getränk zu konsumieren.  Hin und wieder bekommen wir von unserem „Lieblingsgriechen“ bei der Bestellung eine kleine Flasche Wein geschenkt, die wir dann zum Essen genießen, aber das sind Ausnahmen.

 

Wir haben früher auch schon wenig getrunken, aber seit es Babykeks in unserem Leben gibt, ist es noch weniger geworden. In uns herrscht die ständige „Angst“, dass wir evtl. mit Keksilein ins Krankenhaus müssten und nicht fahren könnten oder sonst ein Notfall eintritt und wir nicht „fit“ genug wären.

Natürlich ist man von einem Glas Wein nicht betrunken, aber das schlechte Gefühl ist da und selbst wenn wir „ausgehen“ oder auf „Partys“ sind, bleibt einer von uns immer total alkoholfrei.

 

martiniIn unserem Sommerurlaub haben wir das erste Mal seit Babykeks gemeinsam Alkohol getrunken. Ein Gläschen Wein zum Abendessen und auch mal ein Baileys oder gar ein Cocktail während der Animations-Show. Wir fühlten uns regelrecht rebellisch ;-).

 

Wir wollen Babykeks ein gutes Vorbild sein und ihm nicht vorleben, dass Alkoholkonsum etwas Alltägliches wäre, denn das darf es schlichtweg nicht sein!

 

Allerdings haben wir im Urlaub auch ganz Anderes gesehen: Familien, deren Eltern richtiggehend angetrunken waren und das mit kleinen Kindern. Wir waren wirklich betroffen und verstanden plötzlich auch besser, weshalb das Hotel tatsächlich Kinder- und Baby-Betreuung bis vierundzwanzig Uhr anbot.

Alkohol im richtigen Maß ist (gerade im Urlaub) ok, aber was, wenn Erwachsene das richtige Maß verloren haben? Wo beginnt die Verantwortungslosigkeit in dieser Beziehung?

 

Mir ist bewusst, dass dies ein sehr schwieriges und sicherlich auch brisantes Thema ist, aber ganz ehrlich, wer sich nun angegriffen fühlt, der sollte doch ernsthaft mal in sich gehen und darüber nachdenken, ob der eigene Umgang mit Alkohol als Vorbild für sein Kind in Ordnung ist.

Auf sachliche Kommentare zu diesem Thema bin ich schon sehr gespannt. Wann habt ihr euch das erste Mal getraut, wieder ein wenig Alkohol zu trinken? Trinkt ihr überhaupt hin und wieder?

               

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

11 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Uns gehts da ähnlich wie euch. Alkohol ist eine Ausnahme zu Feiern oder Anlässen. Wir kennen allerdings das komplette Gegenteil. Unsere Nachbarn. Die streiten erstmal lautstark jeden Tag vor ihren Kindern (6,4,2 Mon) und der Vater sitzt regelmäßg alle 2 Tage nachts im Auto vorm Haus, hört lautstark Musik und betrinkt sich. Gerne auch mal Mittags neben der Kinderschaukel im Garten. Und das so stark dass er auf dem Weg ins Haus 3-4 mal umfällt. Der Keller, Flur und die Garagen stinken nach Alkohol weil hier verteilt 5-7 Kisten Bier rumstehen. Die 4 jährige Tochter erzählte mir schon das ihr Vater „sauft“ und Mama deshalb böse sei und soviel schreit. Gott sei Dank ziehen sie bald aus. Unser Kleiner ist jetzt 10 Monate alt und ich möchte so etwas nicht in seiner Nähe haben.

    • Hi Tanja,
      das hört sich ja furchtbar an. Der Mann ist definitiv krank und seine Familie hat ihn wohl auch schon aufgegeben… Alkoholismus ist eine wirklich furchtbare Sache für alle Beteiligten. Für euch ist es natürlich gut, dass diese Familie bald keinerlei Einfluss mehr auf euer Kind ausübt. Vorlebe ist eben eines der allerwichtigsten Erziehungsmethoden und da kann man „soetwas“ verständlicherweise überhaupt nicht in der Nähe gebrauchen.
      Allerdings macht es mich immer auch ein wenig traurig, wenn ich von derart abgestürzten Familien höre 🙁
      Danke für deinen Kommentar

      LG Sabrina

  • Ich bin derselben Meinung wie du. Mein Partner und ich trinken seit jeher wenig Alkohol. Seitdem der Kleine auf der Welt ist, läuft das Ganze im Grunde auf null hinaus. Zum einen sehe ich nicht ein, mein Geld für Alkohol auszugeben, denn dafür bekomme ich auch ganz tolle Sachen für den Kleinen und zum anderen will ich als Mama immer einsatzbereit sein. Ich muss zugeben, dass ich an die Erziehung doch recht hohe Anforderungen habe und immer versuche, diese auch zu erfüllen. Bei vielen stoße ich damit auf Unverständnis. Ich habe eine absolute Abneigung gegen angetrunkene oder betrunkene Menschen. Vor einigen Jahren habe ich gekellnert und habe dort genug Erfahrung mit Betrunkenen gemacht. Aus diesem Grund verabscheue ich es auch so. Ich kann es nicht verstehen, wie sich Leute so gehen lassen können und so unheimlich viel trinken, dass sie nichts mehr realisieren. Sollten wir nicht einfach ein bisschen Anstand in uns tragen? Die Kinder sollten für uns doch immer an erster Stelle stehen.

    • Hi Dima,
      ich kann ebenfalls nicht nachvollziehen, was an absolutem Kontrollverlust (durch Alkohol) so „toll“ sein soll, dass so viele Menschen sich absichtlich in diesen Zustand trinken.
      Als Babykeks erst ein paar Tage alt war, ging ich (selbst noch nicht wirklich ganz fit), mit ihm spazieren und wurde dann von einem Betrunkenen Mann angepöbelt, der Babykeks aus dem Wagen nehmen wollte. Ich hatte Todesängste um uns und muss zugeben, dass sich seither meine Abneigung gegen Betrunkene Leute ins Extrem gesteigert hat. Völliges Unverständnis meinerseits!
      Danke für deine netten Kommentare!

      Herzliche Grüße
      Sabrina

    • Hallo Mama Schlaflos,
      vielen Dank, dass du dieses Thema so toll aufgegriffen hast und natürlich tausend Dank für die Verlinkung – ich freue mich – 🙂

      Herzlichst Sabrina

  • Hallo,

    interessantes Thema, bei dem ich gerne auch mal die andere Seite ansprechen möchte. Mein Mann (Lehrer) und ich (Angestellte im öffentlichen Dienst)sind beide gelernte Bierbrauer, haben daher eine sehr professionelle Beziehung zum Bier (andere Alkoholika mögen wir nicht, hier geht es also um Bier). Und ja Bier gehört zu unserem Leben dazu. Wir stellen den Konsum nicht auf ein Podest und machen was besonderes draus, sondern es ist in unserem Leben normal Abends zum Essen ein Bier zu trinken. Ich denke, wie mit allem ist das Maß wichtig. Kinder, wir haben 2, müssen in ihrem Leben begleitet werden, man muss mit ihnen an allen neuralgischen Punkten dabei sein, und sie beraten, aber kein Alkohol zu trinken verhindert doch nicht, dass sie irgendwann damit in kontakt kommen. Dann lieber ein offenes Verhältnis dazu, und dass Sie ihren ersten Rausch (und der wird kommen) in guter, sicherer Gesellschaft erleben und nicht heimlich und mit Angst. LG Susanne

    • Liebe Susanne,
      vielen Dank für dein Kommentar. Es ist immer schön, auch eine (vernünftige) „andere Seite“ gezeigt zu bekommen.
      Du hast natürlich absolut recht damit, dass Kinder einen verantwortungsvollen Umgang gerade mit Alkohol vorgelebt werden soll. Und ich habe in meinem Artikel ja deutlich gemacht, dass gegen ein Gläschen hin und wieder nichts einzuwenden ist.
      In zwei Punkten bin ich persönlich jedoch ganz anderer Meinung. Ich halte täglichen Alkoholkonsum für sehr gefährlich, da er oftmals den Weg in den Alkoholismus sein kann. Punkt zwei: Weder ich noch mein Mann waren jemals in unserem Leben in einem Vollrausch. Auch Bekannte von uns waren noch niemals so betrunken, dass man diesen Zustand als Vollrausch bezeichnen könnten. Darum habe ich jetzt einfach mal große Hoffnung, dass Babykeks durch das was wir ihm vorleben, vernünftige Entscheidungen trifft und es in seinem Leben, in Bezug auf Alkohol (Drogen etc.) wie seine Eltern halten wird. Schließlich waren wir ebenfalls mal jung und neugierig und haben dennoch wenig Interesse am Alkohol im Allgemeinen gezeigt.

      Jede Familie findet da ihren eigenen Weg und wem die Gefahren, die Alkohol mit sich bringen könnten, bewusst sind, wird das auch pädagogisch sinnvoll auf seine Kinder übertragen können.

      Ganz herzliche Grüße
      Sabrina

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