Wenn es auf dem Babykeks-Blog ruhig wird und es nur noch vereinzelt ein paar neue Artikel tröpfelt, dann hat das stets denselben Anlass: Entweder unsere Zeit war geborsten von unglaublich vielen Aktivitäten und Neuerungen oder aber die Erschöpfung hatte ihren Tribut eingefordert.

 

Das Elternsein ist für mich ein Zustand mit vielen Höhen und Tiefen. Mal rauscht die Energie nur so durch meine Adern, ich explodiere förmlich vor lauter Ideen und Dingen, die ich gerne umsetzen möchte und dann gibt es da diese Tiefen, die mir aufzeigen, dass der Körper auch Ruhe braucht. Dass nicht nur Kinder von Routine profitieren, sondern auch ich als Erwachsener, dass Schlaf schlichtweg eine absolut lebensnotwendige Sache ist und der Körper einem manchmal den sprichwörtlichen Riegel vorschiebt, um sich zu schützen.

 

Da wir Eltern bekanntlich wissen, dass „nach der Phase –  vor der Phase“ ist, wechseln sich diese Zustände immer wieder mal ab, und ganz egal wie sehr ich mir vornehme, besser auf mich selbst zu achten, mir mehr Freizeit zu gönnen und mir mehr Gutes zu tun, ertappe ich mich doch immer wieder dabei, dass ich an den Rand meiner Belastungsgrenze stoße.

 

Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.

 

Dies trifft auf Vieles im Leben zu, dennoch muss ich mir eingestehen, dass ich eine negative Sache einfach nicht in den Griff bekomme: Mein Perfektionismus in Bezug auf mich als Mutter. Ich möchte für Babykeks nur das absolut Allerbeste und es deprimiert mich, mir eingestehen zu müssen, dass in den Phasen der Erschöpfung, Keksilein selbstverständlich ein Stück weit zurücksteckt.

 

Ich sehe oftmals nur meine Defizite. Da hätte ich ihm mehr Zeit schenken sollen, mehr mit ihm spielen, mehr vorlesen, gesünderes Essen kochen, mehr an die frische Luft gehen sollen, meine miese Laune vor ihm verstecken und so weiter.

Und gerade als ich wieder an dem Punkt war, an dem ich abends mit dem Liebsten im Bett liege, ihm schwer schluckend gestehe, dass ich fix und alle bin und mein schlechtes Gewissen alles nur noch schlimmer macht, habe ich durch Zufall dieses Video (am Ende des Artikels für euch eingeblendet) gesehen.

 

Es hat mir deutlich gemacht, dass mein Sohn mich sehr wahrscheinlich ganz anders wahrnimmt, als ich dachte, dass er mit seinem kindlichen, optimistischen Gemüt  noch nicht verlernt hat, schlicht und einfach NUR das POSITIVE zu sehen…

Je nachdem in welcher Phase man sich als Elternteil wohl gerade befindet, wird das Video höchstwahrscheinlich einen anderen Eindruck hinterlassen… aber es anzuschauen, lohnt sich allemal.

 

Ich lächle, während ich diesen Artikel schreibe, weil mir wieder mal klar geworden ist, dass ich eine gute Mutter bin und mich nicht immer so verrückt machen sollte…

 

„What happens when moms and their kids spill their hearts in a video confession? The result is just beautiful.“

[vimeo 66058153]

 

 

 

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

5 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • kann man denn etwas schöneres hören wie „my mom is my hero“? Schöner Beitrag und sehr schönes Video!!! Ich denke, auch wenn es nicht jede Mutter zugeben wird, dass es uns doch allen hin und wieder so geht.

  • Ich kann dich so gut verstehen. Ich kenne beide Phasen und bei mir scheinen die manchmal gewissermaßen Seilspringen zu spielen. Ich selbst bin seit eh und je ein Workaholic und ich muss zugeben, dass ich seit der Geburt meines Kindes nicht viel daran geändert hat. Doch manchmal frage ich mich letzten Endes einfach nur, ob ich wirklich eine gute Mutter bin. Ich bin aber davon überzeugt, dass uns alle Selbstzweifel quälen und wir doch viel zu oft schlichtweg davon überzeugt sind, dass wir doch noch ein wenig mehr mit unseren Kindern hätten machen können. Mir geht es nicht anders als dir und ich glaube auch nicht, dass dieser Phasenwechsel irgendwann endet.

  • Ganz genau. Gut heißt eben nicht … perfekt. Niemand ist das. Keine Mutter, kein Vater, kein Kind. Dann wäre es … nicht gut.

    Um Übrigens scheisser ich gern noch mal klug: Instinktiv tun Kinder alles, für eine gute Bindung. Darum gehts, meine ich.

    • Vielen Dank, lieber Papalapapi, du hast natürlich recht. Perfekt ist nicht nur unmöglich sondern auch einfach nicht unbedingt nötig, um geliebt zu werden. 🙂

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