Der Kliniktaschen-Horror

Ja – ich bin bereits in der 32. Schwangerschaftswoche und nein – ich habe die Kliniktasche wirklich noch nicht gepackt.

 

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So langsam werden alle Menschen in meiner nahen Umgebung ein wenig nervös. Kaum mehr sieben Wochen und Söhnchen Nummer zwei wird endlich ein für alle greifbarer Teil unserer Familie werden. Darum erhöht sich wohl derzeit auch die Sorge, wie sich mein/unser Klinikaufenthalt gestalten wird.

Ich gebe zu, ich sollte wirklich demnächst ein gepacktes Täschchen griffbereit halten, aber ganz ehrlich – bereits seit meiner 29ten Schwangerschaftswoche werden mir mahnende und auffordernde Blicke zugeworfen, doch endlich besagte Kliniktasche zu packen.

 

Damals mit Babykeks legte ich alles Nötige gleich nach dem Kauf auf das große Gästebett und hatte somit den Überblick. Als es losging, verschwand alles in meiner Sporttasche und es ging auf zum Krankenhaus.

 

Diesmal ist es irgendwie anders. Ich habe kürzlich auf einen der Millionen „Was gehört in die Kliniktasche“-Ratgeber-Seiten mein Gedächtnis aufgefrischt, um auch wirklich nichts zu vergessen, denn das würde ich ja noch Jahrzehnte von meinen Lieben vorgehalten bekommen… Jedenfalls wurde mir bewusst, dass ich zwar keinen Grund zur Panik habe, aber wirklich demnächst nochmal rasch einkaufen gehen sollte.

 

Die wichtigsten Dinge habe ich natürlich bereits, allerdings würde ich mich in ein paar neueren kliniktauglichen Kleidungsstücken definitiv wohler fühlen als in den alten Sachen, die ich damals für Babykeks‘ Geburt neu gekauft hatte. Ihr seht, ich bin nicht so ganz auf dem neuesten Modetrend-Zug und kaufe mir neue Kleider eigentlich meistens nur, wenn es sich schlecht vermeiden lässt.

 

Das Einzige, was mich tatsächlich ins Grübeln brachte, ist die Tatsache, dass ich keine Kliniktasche habe… besagte Sporttasche habe ich nämlich  meinem Schwesterchen geschenkt, da ich vor Jahren auf MP3 umgestiegen bin und die große Tasche nicht mehr brauchte, da alle CDs zu Hause bleiben konnten. Seither habe ich ein kleines „Arbeitstäschchen“, welches völlig ausreicht, jedoch keinesfalls als Kliniktasche dienen kann. Einen Koffer mag ich unter keinen Umständen mitschleppen und die Reisetasche, die mein Liebster stets für Geschäftsreisen nutzt, ist zwar ein klein wenig „übertrieben“, wird jedoch wohl oder übel herhalten müssen.

 

Ich sehe der Sache jedenfalls immer noch sehr gelassen entgegen. Als ich Babykeks geboren hatte, trug ich noch einen ganzen Tag das Krankenhaushemdchen, das mir angezogen wurde, und Keksilein war sowieso in Klinik-Babyausstattungs-Zeug gehüllt worden. Also wäre für meinen Liebsten noch massig Zeit, mir einige Sachen von Zuhause mitzubringen.

 

Ja – ich bin wirklich so gelassen! Was brauche ich denn schon viel, dass mir die Klinik nicht geben wird?

 

Viel wichtiger ist da die Abteilung, die mein Liebster abdecken muss. Sämtliche offiziellen Unterlagen, Anmeldungen etc., die auf ihn zukommen. Müsste ich diesen Teil erledigen, wäre ich wohl genau das – erledigt und am Rande einer Panikattacke.

Ich bin froh, dass wir uns so gut ergänzen. Er macht den Papierkram und ich bekomme das Baby, und alles, was sonst noch anfällt, wird sich schon organisieren lassen.

 

Und all ihr lieben Freunde und Verwandte, die ihr das hier evtl. lest. Keine Bange, ich werde in den nächsten Tagen einen neuen Schlafanzug und noch so einige andere Kleidungsstücke käuflich erwerben und sie dann waschen und griffbereit irgendwo deponieren, damit ihr beruhigt schlafen könnt… versprochen!

Auch wenn meine Worte hier etwas sarkastisch rüber kommen mögen, so weiß ich eure „Sorge“ und euer „Kümmern“ wirklich sehr zu schätzen, und wahrscheinlich wäre ich sogar ein wenig enttäuscht, wenn ihr kein Interesse oder lieb gemeinten Ratschläge für uns übrig hättet 🙂

 

Vielleicht schreibe ich vor lauter Hormonen und Dankbarkeit sogar demnächst eine echte Abhacke-Liste, damit auch wirklich alles in der Kliniktasche zu finden sein wird.

Mal sehen… Eure Sabrina 

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

    • Hi Kerstin,
      Lufttrocknen… das ist ja ein mieser „Service“ in dieser Klinik gewesen. Aber danke für den Tipp. Ich meine mich jedoch zu erinnern, dass ich bei Babykeks damals Handtücher zur Verfügung gestellt bekam. Aber eines im Täschchen kann sicherlich nicht schaden – allein wegen des Flausche-Faktors…
      Danke Dir!
      Gruß Sabrina

  • Ich kann dir eine unserer unzähligen Taschen leihen. Kein Problem 🙂 Ich habe übrigens irgendwann bei 38+ gepackt. Ich wusste ja, dass ich wenn irgendwie vermeidbar nicht im Krankenhaus bleiben wollte. Und wenn ich hätte doch gemusst, hätte der Mann mir was mitgebracht.

    Liebe Grüsse und alles wird gut. Es ist nur eine Klinik, keine geschlossene Anstalt 😉
    Sandra

    • Hi Sandra,
      wenn wir es schaffen, uns vor der Geburt nochmal zu sehen, dann nehme ich dein Angebot gerne an 🙂
      Würde mich freuen…
      Lieben Gruß
      S.

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