Babykeks

Der Duft der Freiheit

Ich hatte euch vor einiger Zeit geschrieben, dass Babykrümel sich selbst abgestillt hat und mich das schon sehr traurig machte.

Allerdings bedeutet dies auch, dass mein Körper nun wieder ganz alleine mir gehört.

Wenn ich beschließe, gegen die rasenden Kopfschmerzen ein Schmerzmittel zu nehmen, dann nicht erst nach „Ich stehe noch 4 Stunden bis zum Stillen durch“-Parolen, die mich an den Rand des Erträglichen brachten. Außerdem darf ich nun auch wieder alles essen und trinken, was ich mag.

Über zwei Jahre habe ich beispielsweise nun schon keinen Alkohol mehr getrunken. Ich freue mich regelrecht darauf, einen leckeren Rotwein zum Essen zu genießen. Auch wenn mir überaus bewusst ist, dass ich höchstwahrscheinlich nach einem halben Glas albern sein werde. Aber sind wir ehrlich – auch nach zweijähriger Abstinenz würde mir ein Glas völlig reichen – da ich echt selten Alkohol trinke.

 

Aber ich glaube, Schmerzmittel und Wein sind zwei sehr gute Beispiele für die „lange“ Zeit des Verzichtens.

 

Als wir beschlossen, unsere Familie zu vergrößern, war der Verzicht nicht eine einzige Sekunde eine Art Gegenargument. Es hat mir nichts ausgemacht. Weder in der Zeit des „Versuchens“ noch in der Schwangerschaft und auch nicht in der Stillzeit. Ich fand es immer lustig, wenn ich an den Gläsern meiner Freunde schnupperte und übertrieben seufzte, weil ich, Arme, ja nicht ebenfalls mit anstoßen durfte.

 

Und dann gab es da diesen einen Abend.

Ich lag bereits im Bett bei geöffnetem Fenster. Unsere Wohngegend war damals auch zu späterer Zeit extrem belebt, da Stadtfest gefeiert wurde. Wir hörten den Hall der Bühnenshow und ich sang leise die Lieder mit und hatte – obwohl ich nicht dabei sein konnte – richtig gute Laune. Der Gedanke, dass ich nun bald mein Baby bei z.B. den Großeltern lassen kann, da sie ihn nun ebenfalls völlig versorgen können, fand ich richtig befreiend.

 

Da war er also: „Der Duft der Freiheit“.

Mein Körper gehört wieder mir. Ich kann vielleicht sogar mal wieder länger als ein paar Stunden ganz allein für mich sein. Eine fremd gewordene und doch sehr schöne Sache.

 

Hoffen wir, dass der Duft ganz bald den „Verlust“ überwiegt.

Wann durftet ihr ihn „schnuppern“? Erzählt es mir…

Eure Sabrina

 

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

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