Babykeks

Die drei Arten der Familien-Nächte (von selig bis Horror)

Es gibt sie tatsächlich: die eine Nacht, von der du dir wünschst, sie wäre die Regel.

Wenn alle Kinder völlig stressfrei und müde vom „erfolgreichen“ Tag in ihren Betten liegen und komplett durchschlafen.* Himmlische Ruhe ab 19 Uhr und erst wieder satte zwölf Stunden später erholt und angenehm überrascht aufwachen.*

(*ersehnte Wunschvorstellung… habe ich persönlich seit nunmehr fast sechs Jahren nicht mehr erlebt – aber gehört, dass es Anderen so gehen soll und hoffe nun darauf hinzu…)

Dann gibt es noch die Nächte, mit denen man leben kann.

Die Kinder schlafen spätestens gegen 21 Uhr – oder vielleicht sogar früher (beide gleichzeitig), nach einem mehr oder weniger erfolgreichen zu Bettgeh-Ritual, und du bist einigermaßen zufrieden und hast sogar noch etwas Freizeit für dich und deinen Mann über…

In der Nacht bleibt das größere Kind brav in seinem Bett und das kleinere weint nur einmal völlig entrüstet, weil der Schnuller verschwunden war. Du behebst dieses Problem und alle* schlafen kurz darauf wieder ein.

*(Natürlich war der Mann und das große Kind gar nicht erst aufgewacht und du selbst ärgerst dich ein klein wenig, dass das Wieder-Einschlafen mindestens eine Dreiviertelstunde gedauert hat.)

 

Selbstverständlich gibt es dann auch noch die „Nächte aus der Hölle“.

Die Kinder sind super müde, aber wehren sich vehement gegen das Einschlafen. Wenn du es endlich geschafft hast, sie hinzulegen, und sie tatsächlich schlafen, bist du selbst so fertig und die Zeit so weit vorangeschritten, dass du ebenfalls zu Bett gehst.

In der Nacht erscheint irgendwann das große Kind (erschreckt dich standesgemäß zu Tode) und verbringt die Zeit, bis der Wecker klingelt, damit, sich in der Bettmitte breit zu machen, dich mit spitzen Ellenbogen, Kniescheiben und herabsausenden Händchen zu malträtieren und gibt hin und wieder derart eigenartige Geräusche von sich, dass du aufschreckst.

Das Kleinste bekommt evtl. gerade Zähne oder hat Verdauungsprobleme oder einfach nur eine üble Phase und wacht stündlich auf. Du füllst Wasser nach, du suchst Schnuller, du tröstest, du schmierst Zahnungs-Salbe, du wechselst die Windel, du legst das Kind ständig wieder „richtig herum“ ins Bett und du hast das Gefühl, jedes Mal wenn du deine Augen gerade geschlossen hast, geht das Schreien wieder los.

 

Um ehrlich zu sein, manchmal mischen sich diese „Nacht-Arten“

auch auf ganz unvorhergesehene Weise. Man lernt unglaublich schnell, mit unglaublich wenig Schlaf auszukommen, und hat nur hin und wieder den unglaublich großen Wunsch, einfach mal auszurasten, die Koffer zu packen und Zuflucht in einem Hotel mit SPA-Bereich* zu suchen…

aber da wir die Kinder und den Mann viel zu sehr lieben, würden wir das niemals in die Tat umsetzten… oder?… oder?…

*(Schreibt mir eine PN, falls ihr einen Flucht-Komplizen braucht 😉 )

 

Eure Sabrina

© Yuliya Akateva fotolia.de

                        

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Ich fühle so mit Dir !!! Ich habe 3 Kinder, und 2 von 3 Nächten ist es nicht möglich, mehr als 3 Stunden zusammenhängend zu schlafen. Mal ist es der Schnupfen, mal ist es zu Kalt oder zu Warm, mal ist es der Regen, der an die Fensterscheibe trommelt, mal ist der Wind zu laut. Oder eines der Kinder bekommt einen Zahn, oder, oder, oder…

    Aber ein Lächeln am Morgen… und alles ist vergessen… 🙂 (zumindest bis zur nächsten Nacht)… hahahaha.

    • Hi,
      ja das Lächeln am Morgen ist herzerwärmend aber ganz ehrlich… ich bin dann trotzdem immernoch super müde 😉

      Ganz lieben Gruß
      Sabrina

  • Man kann den Kleinen ja echt schwer böse sein, wenn sie so süß lächeln, aber manchmal könnte ich nachts echt einfach nur noch aus der Haut fahren, wenn es einfach die dritte in Folge ist, in der man kein Auge zutut. Man gewöhnt sich aber daran.

    • Hi Florin,
      also ich scheine mich irgendwie niemals an den Schlafmangel zu gewöhnen… Nur gut, dass die Kleinen dann irgendwann auch mal wieder „gut“ schlafen. Und natürlich hast du absolut recht damit, dass man den Kleinen da nicht böse sein kann. Sie wachen ja nicht mit Absicht auf 😉

      Ganz lieben Gruß
      Sabrina

    • Lieber Ludwig,
      die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt 😉 Nein, ernsthaft… ich drücke die Daumen, dass diese „Phase“ bald überstanden sein wird.

      Herzliche Grüße
      Sabrina

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