Babykeks

Mamas Flucht

Und dann beschloss ich, auszuziehen!

Sicherlich kennen das viele Eltern. Das Kind hat plötzlich eine „Angst-Phase“ und will jede Nacht im Ehebett schlafen. Selbst wenn man es pädagogisch einwandfrei geschafft hat, den Zögling im eigenen Bett hinzulegen, steht er spätestens um ein Uhr in der Nacht neben der Bettkante und erschrickt dich fast zu Tode.

 

Nicht nur in der Babykeks-Familie ist es dem Mann vergönnt, selbst dann ungestört weiterzuschlafen, wenn das Baby sich die Lunge aus dem Leib brüllt, sicherlich auch in anderen. So könnt ihr euch vorstellen, dass ich in der erwähnten Phase sehr viel beruhigt und getröstet habe, und eben sehr wenig geschlafen.

 

Das alles wäre ja nicht so tragisch, wenn es da nicht noch diese fiesen und vor allem schmerzhaften Tritte und Ellenbogenhiebe gäbe, die mich des Nachts mehrmals treffen. Da wird es selbst auf den 20 Zentimetern des Bettes, die ich mir hart erkämpfe, so richtig unangenehm…

Und dann gab es da diesen einen Abend.

Ich fühlte mich schon den gesamten Tag nicht sonderlich gut. Der Rücken schmerzte und ein ekelhafter Kopfschmerz schlich sie immer intensiver in mein Bewusstsein. Ich legte mich kurz, nachdem ich das Kleinkind gebändigt hatte, ebenfalls hin und musste ein erschöpftes Murren unterdrücken, als der Liebste dann gegen elf Uhr mitsamt Sohnemann Nummer eins ins Schlafzimmer „geschlichen“ kam.

 

Sicherlich kennt ihr alle das Phänomen des Flüsterns eines Fünfjährigen. Die Stimme ist irgendwie tatsächlich gesenkt und dennoch schafft er es, so laut zu sprechen, als würde er gegen einen LKW anbrüllen müssen…

 

Ich hatte es satt. Ich konnte nicht mehr.

Und diskutieren wollte ich schon gar nicht. Also schnappte ich mir mein Kuschelkissen und zog aus! Wortlos!

 

Ich legte mich in Babykeks‘ Bett und genoss das Gefühl, völlig alleine in einem Raum zu sein. Bereits einige Minuten später wurde vorsichtig die Tür geöffnet. Es war der Liebste, der sich um mich sorgte und mich zurück ins Bett holen wollte.

 

Als er begriffen hatte, dass ich absoluten Ernstes beabsichtigte, ihn mit zwei Kindern und ohne mich die Nacht überstehen lassen zu müssen, zog er missmutig von Dannen. Ich schlief tatsächlich ein. Natürlich wurde ich jedes Mal, wenn Babykrümel aufwachte und etwas verlangte, ebenfalls wach und meine Ohren hörten jede Bewegung, aber ich blieb unbeweglich und mit geschlossenen Augen liegen, was mir ein fast sofortiges Wieder-Einschlafen ermöglichte.

 

Selbstverständlich weckte mich meine (gezwungenermaßen) innere (Baby-)Uhr auch pünktlich um halb sechs. Ich schlich ins Schlafzimmer und genoss den friedlichen Anblick auf die drei Menschen, die ich am meisten auf der ganzen Welt liebe.

 

Dann schnappte ich mir mein E-Book, machte einen Abstecher im Bad und legte mich wieder in das super gemütliche Bett meines Sohnes. Ich las nicht lange, denn eine unglaublich grauenvolle Stechmücke tat sich an mir gütlich und schwirrte um mich herum. Nachdem ich mich ihrer entledigt hatte, schlief ich (dank Kühl-Gel) nochmals für eine weitere Stunde ein.

 

Der Liebste hatte bereits mit dem Frühstück richten begonnen, als es mein Kleinster nicht mehr ohne Mama aushielt und nach mir rief. Drei Köpfte schauten fragend zu mir und bettelten stumm, dass ich wieder zu ihnen zurückkommen möge.

 

Ich stand auf und fühlte mich erstaunlich gut, nach so einer „verantwortungsfreien“ Nacht.

 

Ich habe ernsthaft vor, dies bei Gelegenheit zu wiederholen, und vielleicht schlafe ich sogar durch und werde nicht von grausamen Stechmücken gequält. Ich drücke mir selbst die Daumen…

 

So ein kurzzeitiger Auszug wirkt übrigens im Verhalten meiner großen wahre Wunder… ihr versteht schon… Augenzwinkern… Hiermit erteile ich euch eine eindringliche Empfehlung, es mir einmal gleich zu tun.

(Und es mir dann bitte unbedingt zu erzähen…)

 

Ich halte euch auf dem Laufenden in dieser Sache…

Eure Sabrina

 

                     

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Sehr gut. Das mache ich auch. Einmal habe ich schon einmal im Bett meiner 5-jährigen geschlafen, denn mit beiden Kindern im Bett mache ich kein Auge zu. Die Bettkante… du verstehst

    • Hallo Isa,
      oh ja – ich vestehe sehr gut 😉
      Dann wünsche ich gute Bettruhe… der Morgen danach ist einfach nur klasse – glaub mir 🙂
      Bitte schreib unbedingt darüber und lass es mich dann wissen (verlinke den Artikel gerne unter meinem wenn du magst…)

      Ganz lieben Gruß
      Sabrina

  • Das würde ich auch mal gerne tun, zumal das Kleinste nachts alle 2-3 Stunden wach wird und an die Brust will. Sie nimmt weder Daumen noch Nuckel, wir arbeiten dran.
    Einziges Problem beim Ausziehen ist das Hochbett der Großen, denn da rein und halbwegs elegant wieder rauskommen ist gar nicht so einfach, hahaha. Liebe Grüße!

    • Huhu Vivi,
      ach sch… auf elegant! Hauptsache mal wieder ein paar erholsame Stunden Schlaf am Stück… Das ist es allemal wert… auch wenn du wohl noch bis nach dem Abstillen warten werden musst… du Arme 😉
      Wenn es soweit ist, unbedingt darüber schreiben 😉
      Ganz lieben Gruß
      Sabrina

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