Vor einiger Zeit habe ich etwas sehr Wichtiges über mich herausgefunden.

Eigentlich wusste ich das schon mehrere Jahre, aber ich wollte es mir einfach nicht eingestehen.

Ich gehör(t)e zu dieser Art Mensch, die gerne andere zum Lächeln bringt. Sei es mit Humor oder mit Aufmerksamkeiten und kleinen Geschenken. Um andere Leute so gut zu kennen, dass man tatsächlich weiß, welche Gesten und Mitbringsel sie glücklich machen, muss man natürlich sehr gut zuhören und willens sein, etwas seiner Freizeit darin zu investieren.

Ich liebte es, Geburtstagsgeschenke zu organisieren und mit eigenen Kreationen aufzuhübschen. Doch seit Jahren klappt das alles nicht mehr so wie früher.

Jetzt muss ich mir eingestehen, dass ich leider nicht mehr so bin.

 

Mir fehlt die Zeit

BKBVorhabenRealitätIch bin müde und vergesslich geworden. Das macht mich sehr traurig. In meinem Kopf habe ich immer noch diese vielen tollen Ideen, wie ich jemandem eine Freude machen kann. Ich plane und überlege und letztendlich scheitere ich fast immer.

Basteln kostet Zeit. Zeit, die mir schlichtweg fehlt. Und sind wir ehrlich… natürlich bastle ich mit meinen Jungs, aber diese Bastelarbeiten sind für nahe Verwandte akzeptabel, aber eben (noch) nicht für z.B. kinderlose Freunde – ihr versteht.

Wenn ich dann selbst beschenkt werde, tanzen zwei Empfindungen in mir. Zum einen freue ich mich riesig darüber, dass an mich gedacht wurde und offensichtlich gut überlegt worden ist, was man mir schenkt; und zum anderen schleicht das schlechte Gewissen heran, weil ich selbst nicht so liebevoll geschenkt habe oder schenken werde.

Ich selbst schelte mich dann und sage mir, dass ich zukünftig einfach früher planen muss und mir diese Zeit zum Vorbereiten schlichtweg „nehmen“ muss. Aber wenn es dann soweit ist, war der Stress mal wieder groß und ich kaufe (oder bestelle) abermals auf den letzten Drücker ein kleines Geschenk.

 

Ich möchte das wieder ändern.

Nur habe ich noch nicht die zündende Idee gehabt, wie ich das anstellen soll. Neuerdings schreibe ich mir Ideen gerne auf und mache mir sogar Einträge in meinen Kalender (mit Erinnerung), damit ich genügend Vorlauf habe.

Hoffentlich führt das zum Erfolg, denn es gibt einige Menschen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind und denen ich so gerne eine richtige Freude machen würde.

Elternschaft verändert einen auf unglaubliche Weise.

Das Meiste ist wunderbar, doch leider gibt es auch einige Veränderungen, die ich wieder rückgängig machen möchte. Drückt mir die Daumen, dass ich meinen Alltags-Stress soweit in den Griff bekomme, um wieder genug Energie zu haben, diesen verlorenen Teil meiner selbst wiederzufinden.

Kennt ihr das auch? Schreibt es mir…

Eure Sabrina

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

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