Niemand ist gerne krank

Aber sobald man Kinder hat, wird das Kranksein nochmals eine Ecke übler. Vor den Kindern lag man mit Tee und Fernbedienung auf dem Sofa. Eine Woche Grippe war noch nie schön, aber man konnte sich locker eine Staffel der Lieblingsserie ansehen, sein Buch lesen oder Unmengen an Zeitschriften durchblättern und einschlafen, wann immer es klappte.

Eltern sind anders krank

Mit Kindern sieht die Sache da schon ganz anders aus. Zwar ist die Krankheit immer noch dieselbe und genauso übel wie vor der Elternschaft, aber alles Andere fällt weg. Damit der Partner (wenn man das Glück hat, einen zu haben) zu Hause bleibt, muss man schon völlig bewegungsunfähig oder von Medikamenten abgeschossen sein. Eine Grippe mit Fieber und Schmerzen, kann man durch Tabletten „unterdrücken“ und schließlich auch weiterhin für die Kids kochen, aufräumen etc. pp.

Selbst wenn man sonst nie gerne Medikamente einnimmt, wenn du als Mama krank bist, musst du trotzdem funktionieren und plötzlich werden die kleinen Pillen deine besten Freunde. Zwar versuchst du dich zu schonen und lässt Vieles liegen, was du sonst über Tag so erledigst, aber das, was du dir so an Stress sparst, wird vom schlechten Gewissen wieder aufgewogen.

 

Das Babysitter-Kontingent

Wenn du den Luxus hast, einen Sitter zu organisieren, dann kannst du dich vielleicht sogar gänzlich auskurieren. Ohne Sitter schleppst du dich eben wochenlang durch die Misere, bevor du wieder zu alter Form zurückfindest. Mit Sitter hast du es vielleicht nach wenigen Tagen wieder auf normales Level geschafft, doch leider hat dies auch einen negativen Beigeschmack.

Dein Sitter-Kontingent ist dann nämlich übel geschrumpft. Ob es am Budget liegt oder an den Gefallen, die dir getan wurden, so schnell kannst du nicht mehr auf diese Art der Hilfe zurückgreifen, und so summiert sich das Stresslevel ganz rasch wieder und bringt den wunderbaren Nebeneffekt mit sich, dass der Stress abermals dein Immunsystem schwächt und du ganz bald wieder Tabletten oder einen Sitter brauchst. Im schlimmsten Fall sogar Beides! Ein Teufelskreis.

 

Die Stresser

Kleiner Tipp am Rande: Es tut so unglaublich gut, alle (sogenannten) Freunde aus dem Telefon zu löschen, die dir folgenden Satz (oder sinngleiche Floskeln) an den Kopf werfen:

>>Du bist schon wieder krank?!?<<

Diese Personen machen sich leider nicht die Mühe nachzudenken. Mangelnde Erholungsmöglichkeit oder gar Virenauszuchtstationen – auch bekannt als Kindergärten – sind ihnen fremd. Wer sich so wenig für dein Leben interessiert, sollte auch nicht das Recht haben, es dir zu unpassenden Gelegenheiten zusätzlich schwer zu machen.

 

BKB_ElternkrankKrankheit vermeiden

Tja, ließen sich die üblichen Krankheiten wie Erkältung, Grippe, Magen-Darm etc. vermeiden, durch z. B. Medikamente, würden wir Eltern wohl unser letztes Geld dafür ausgeben. Da dies aber utopisch ist, müssen wir uns eben schützen, wie und wo wir können. Gesunde und ausgewogene Ernährung, Sport (wenn man überhaupt Zeit hat) und natürlich Hygiene (Hände waschen etc.) sind also unsere besten Freunde!

 

Der Weltgesundheitstag

Die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO), welche genau heute im Jahr 1948 gegründet wurde, bemüht sich, das hohe Gut Gesundheit weltweit zu erhalten. Da heute der offizielle Weltgesundheitstag ist, dachte ich mir, ein Artikel über das Kranksein als Elternteil wäre sehr passend.

 

Von Herzen wünsche ich euch stetige Gesundheit und all jenen, die unter wirklich ernsthaften oder gar lebensbedrohlichen Krankheiten leiden, Durchhaltevermögen und gute und schnelle Besserung.

Genießt das Leben mit euren Lieben und legt Wert darauf, eure Gesundheit und die eurer Kinder bestmöglich zu fördern und zu erhalten.

Eure Sabrina

 

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

8 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • So wahre Worte, liebe Sabrina. Seitdem die Kinder da sind (fast sechs Jahre inzwischen) waren wir nie richtig krank. Nie richtig krank? Genau, denn wir waren nie auf dem Sofa gelegen und konnten machen, was man eben als Kranker so macht (sprich: ausruhen). Das geht höchstens mal, wenn die Kinder abends im Bett sind und man schon aus Erschöpfung einschläft. Grippale Infekte (egal wie hart) werden einfach mitgeschleppt – und sei es über Wochen. Und dann eben die Frage: Was, du bist schon wieder krank? Speziell im Winterhalbjahr lassen sich die gesunden Familientage an einer Hand abzählen…

    Am schlimmsten ist aber Magen-Darm, besonders wenn es die ganze Familie erwischt. Dann muss man sich um die Kids kümmern, obwohl man selbst am liebsten sterben würde. Hatten wir bisher zweimal, dass es uns alle vier erwischt hat, glücklicherweise immer am Wochenende. Aber das waren mit die schlimmsten und anstrengendsten Tage in meinem Leben. Kann sich jemand ohne Kids wohl nicht vorstellen… 😉

    Dennoch würde ich nie tauschen wollen! 🙂

    • Vielen Dank, lieber bullion,
      vielleicht sollten wir mal eine „Aufklärungs-Kampagne “ starten – für alle „Nicht-Eltern“ da draußen, damit mehr Verständnis aufkommen kann 😉

      Ganz lieben Gruß & bleib(t) gesund
      Sabrina

  • Du hast so recht. Krank ist nicht gleich Krank. Also wenn ich dran denke wie es meinen Damen geht wenn sie Krank sind. Aber ich will nicht meckern wir haben immerhin noch Nummer 3 angesetzt (weil es so schön ist) 😉

    • Hallo Sabrina,
      da hast du recht. Es ist so toll Mama/Papa zu sein. Aber manchmal wäre es trotzdem schön, wenn sich jemand so liebevoll und nonstop um mich kümmern würde, wenn es mir schlecht geht… Viel Glück bei Nr. 3 🙂
      LG Sabrina

  • Wie Du bist schon wieder krank???? Dieser Satz. Er tut fast schon weh, beim Wiederholen. Ich dachte immer nur ich bekomme Ihn zu hören. Auch dachte ich immer nur ich versage so gänzlich als Mama,denn Sprüche wie diese lassen darauf schliessen. Vor allem,wenn Mama sich nach einer einer Lungenentzündung( da habe ich den Haushalt gewuppt), einer Zungengrundentzündung in Folge,( da Lungenentzündung nich auskuriert wurde)denken kann, dass es unerhört ist mit einem Notarzt ins Krankenhaus zu fahren. Da hat man gefälligst heimzukommen und nicht Andere zu belasten.Machte Mama auch. Mit Fieber. da die Kinder zur Mutter gehören…
    Von Dir kommen nur Hiobsbotschaften, daher rufe ich euch nicht mehr an war nur eines der Antworten. Angerufen wird tatsächlich nciht mehr. Amer Sohn wurde mit so einer Frau bestraft…
    Nun ja, gegipfelt hat das ganze dann ohnmächtig am Steuer.Samt Kind im Auto.Betablocker niciht vertragen….Bluthochdruck, Schlaganfallgefahr. Im Krankenhaus, als Irre eingetuft, da schnell auf eigene Verantwortung nach Hause 😉 Hilfe, nein, ich bin ja ne Hiobsbotschaft….Dann für Wochen Betablocker nicht genommen. DAS WÄRE DOCH ZU EGOISTISCH; MENSCH.Die Ferien werden zur Eingewöhnung genutzt.
    Als es sich nicht mehr vermeiden lies das Thema “ Du hattest fast einen Schlaganfall“, dann der letzte,beste Spruch „Meine Liebe, dass liegt an all Deinen verschleppten Infekten“ :-/
    Aha liebe …, dass ist mir neu. Wie ich verschleppe Infekte???
    Es hört sich hart an, aber leider ist es so und das seit Jahren.
    Mittlerweile habe ich gelernt alleine zu kämpfen. Ja mit meinem Mann und meinen Kindern und ich habe gelernt Nein zu sagen. Nein zu Verprlichtungen, die mich krank machen und zu Menschen die sich dann doch irgendwie ob bewusst oder unbewusst, daran ergötzen,da IHR Immunsystem ja sooo viel besser ist.
    Ihre Ruhephasen im übrigen auch!!!!!!
    Und von Menschen die meinen Wert dadurch ausmachen ob ich als Mama gesund bin oder nicht.

    • Liebe D,
      so wenig Empathie von Menschen, die eigentlich helfen und vestehen sollten ist einfach nur schrecklich. Es tut mir sehr leid, dass du das mit- und durchmachen musst. Ich wünsche dir von Herzen, dass du von weiteren Krankheiten verschont bleibst und den Halt und die Liebe von deiner „eigenen“ Familie erfährst, die sicherlich sehr zu schätzen wissen, was du alles für sie tust…
      Ganz herzliche Grüße
      Sabrina

  • Ja, das ist wirklich so eine Sache. Man steckt sich bei seinen süßen auch immer gleich an und wenn dann alle krank sind, ist das wirklich eine anstrengende Zeit. Man kann sich wirklich schwer erholen, weil man immer irgendwas machen muss.

    • Hi Jonas,
      als Antwort schicke ich jetzt einfach mal einen tiefen, wissenden Seufzer 😉
      Bleib(t) gesund!
      Herzliche Grüße
      Sabrina

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