Malen als Lifestyle-Attitude

Immer häufiger bin ich in letzter Zeit über „Malbücher für Erwachsene“ gestolpert und habe mir sagen lassen, dass dies wohl ein kleiner neuer Aspekt des Lifestyles wäre.

Als ich in der Goddiebag der #denkst dann auf die „Kreative Auszeit – Frühlingsgefühle“ mitsamt Stiften stieß, beschloss ich, mir vom Malen für Erwachsene mein eigenes Bild zu machen, und suchte nach dem richtigen Moment, das Ganze in Angriff zu nehmen.

Und genau hier startet das Dilemma. Wann habe ich – Sabrina, Mama, Selbstständige, Haushalt, Einkäufe, Kinder-Dates, Arzttermine und was das Leben ebenso an Verpflichtungen mit sich bringt – schon mal Zeit mich hinzusetzen und zu malen?!?

 

Das kostbarste Gut von allen: Zeit

Das Malen soll selbstverständlich keine Pflicht oder gar stressig werden. Nein – ganz im Gegenteil. Es soll mich entspannen, den Alltag kurzweilig vergessen und mich später an meinem eigenen Werk erfreuen lassen. So der Plan (und wohl auch die Verkaufsstrategie).

Also stahl ich mir während des Mittagsschlafs meines Kleinen die Zeit, setzte mich an den Tisch und packte aus. Es fühlte sich leider gar nicht entspannend an. Ich brauchte ein wenig Zeit, mir ein geeignetes Motiv auszusuchen, schließlich muss das schon super toll sein, wenn ich dafür meine Freizeit aufwende.

Ja, mir ist bewusst, dass dies wohl ein Denkfehler ist, denn ich sollte das ja gerne tun, aber ich war dennoch nicht bereit, die Sache schon aufzugeben.

Ich wählte die Farben mit Bedacht, war nicht immer zufrieden und ärgerte mich tierisch, wenn ich (eine erwachsene Person) doch mal über den Rand hinaus malte. So konnte das nicht weitergehen. Das stresste mich doch tatsächlich!

Als Kind/Jugendliche hatte ich doch immer leidenschaftlich gerne gemalt und habe heute noch viele richtig große „Werke“ aus meiner Schulzeit mit Tusche, Aquarelle etc. aufgehoben, für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich sie irgendwann mal hinter Glas banne und aufhänge. So gut fand (und finde) ich diese Bilder nämlich heute noch…

 

Das Drumherum ausblenden

Also machte ich zusätzlich mein Hörbuch an und plötzlich erschien es mir gar nicht mehr wie Zeitverschwendung. Ich lauschte der Geschichte und meine Hände arbeiteten einfach. Ich dachte nicht mehr groß über die Farbwahl nach, sondern beobachtete mich dabei, wie ich einfach einen der Stifte griff und freute mich, dass die Farbkombi tatsächlich hübsch aussah.

Mein großer Sohn kam kurz im Wohnzimmer vorbei und war völlig begeistert über mein Tun und mein „Geschick“, so toll und schön zu malen. Irgendwie war das ein wirklich schöner Moment, das Staunen in seinem Gesicht zu sehen, dass mit etwas Irritation gemischt war, weil seine Mama gerade in einem Malbuch kritzelte.

Als mein kleines Söhnchen 40 Minuten später aufwachte, war ich fast enttäuscht, „schon“ aufhören zu müssen. Ich packte alles rasch zusammen und war zufrieden mit mir. Eigentlich hätte ich die Küche aufräumen müssen in der „Mittagsschlaf-Zeit“. Die Zeit, dem Malen geschenkt zu haben, bedeutet, dass ich dies nun tun werde, wenn meine Jungs „da“ sind.

Ehrlich gesagt weiß ich immer noch nicht, ob mir das Malen für Erwachsene gefällt. Es frisst so unglaublich viel Zeit, die ich definitiv sinnvoller verbringen könnte. Auf der anderen Seite habe ich tatsächlich kurzzeitig völlig abgeschaltet und losgelassen. Alles ging leicht, automatisch und das Hörbuch als Ergänzung gefiel mir sehr gut.

 

Malen muss man mögen

babykeks.de_MalenfürErwachseneFazit ist wohl, dass dies jeder für sich herausfinden muss. Ich bezweifle, dass das Malen für Erwachsene eine dauerhafte „Entstressung“/Entspannungsmöglichkeit für mich darstellen könnte, aber hin und wieder könnte ich definitiv Gefallen daran finden. Ich kenne mehrere Personen, die es über alles lieben, was mir wieder Geschenk-Ideen-Potential liefert. Alles hat schließlich seine gute Seite.

 

Habt ihr schon mal ein Malbuch für Erwachsene ausprobiert? Wie empfandet ihr das alles? Zeitraubend oder tatsächlich entspannend? Verratet es mir im Kommentar.

Eure Sabrina

 

 

Grafik selbst erstellt mit Bildern von pixabay

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Hmm… also gemalt habe ich ja schon lange nicht mehr, aber die Idee finde ich, zugegeben, wirklich toll.

    Vielleicht gebe ich dem ganzen mal eine Chance. EIn bisschen Entspannung würde mir jedenfalls mal wieder gut tun.

    • Hallo Julian,
      ach ja – Entspannung tut jedem Elternteil gut. Viel Erfolg beim Kreativ werden 😉
      Ganz lieben Gruß
      S.

  • Ich habe meiner Tochter das Malbuvh stibizt.Mode…..Und lauter tolle Chanel Taschen Louboutin Schuhe Hilfiger Sandalen etv ausgemalt.Sir war begeistert und ich entspannt. Allerdings war dies im Urlaub auf der Terrasse mit Meerblick.Hirt hätte ich keine Zeit…

    • Liebe M.Daniela,
      ja im Urlaub ist immer mehr Zeit für Angenehmes. Von solchen Motivmalbüchern hatte ich vorher noch nie gehört. Wieder was dazu gelernt.
      Danke und ganz liebe Grüße
      Sabrina

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