Babykeks

Weil Offenheit gut tut

Die Wahrheit ist nicht immer willkommen

Wie oft liest man, dass sich Mütter gegenseitig anlügen. Dass sie sich ihre Lebenssituation schön lügen, um vor Anderen nicht als „Versagerin“ da zu stehen. Dabei ist es doch meistens so, dass wir Mütter mit den gleichen alltäglichen, nervenzermürbenden Dingen zu kämpfen haben.

Ich gehöre zu den Menschen, die versuchen, so viel wie irgend möglich die Wahrheit zu sagen. Wenn es mir schlecht geht, weil ich krank bin oder schon Nächte nicht durchschlafen konnte, dann sage ich das und blicke häufig in völlig entsetzte oder betretene Gesicher, denn die Wahrheit mögen Viele gar nicht wirklich wissen.

Gerade unter Müttern finde ich das aber himmelsschreiend falsch. Niemand sonst mag von unseren Mama-Problemen hören, wo, wenn nicht bei Mamas könnten wir dann auf Verständnis hoffen..?

 

Ehrlichkeit braucht Vertrauen

Kürzlich habe ich mit einer ganz lieben Mami über eine Stunde telefoniert und sie war positiv überrascht, dass es mir scheinbar ganz genauso geht wie ihr. Es tut so gut, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, mal, ohne verurteilt zu werden, Dampf abzulassen, weil die neueste Phase mit den Kindern einen an den Rand des Wahnsinns bringt.

Wir Mamas wissen doch, dass dies alles der Tatsache, dass wir unsere Kinder über alles auf der ganzen Welt lieben, keinen Abriss tut. Aber manchmal ist es einfach menschlich, sich auch mal beschweren zu wollen, denn JA, wir opfern wirklich viel, um eine Familie haben zu dürfen und sein zu können.

Auch bei Nicht-Eltern ist doch nicht immer alles wunderbar schillernd und heil. Aufreger und Unzufriedenheit gibt es in jeder Lebenssituation, warum müssen dann ausgerechnet wir Mütter bitteschön alles herunterschlucken und uns gegenseitig heile Welt vorspielen?!

 

Vernuft und Realität

Wäre es nicht viel vernünftiger, ehrlich zu sein, auszusprechen, wo der Schuh gerade drückt? Und dann vielleicht von einer Mama, die diese Situation schon hinter sich hat, einen wirklich nützlichen Rat einzuholen? Oder schreibe ich gerade von Utopia?

Mir wurde kürzlich bewusst, dass immer dann, wenn es mir schlecht geht, ob Krankheit, Stress oder Überarbeitung, stets meine Anzahl an veröffentlichten Blogartikeln merklich zurückgeht. Sobald ich wieder fit und voller Energie bin, wird auch wieder gerne und fleißig über das Leben mit Kindern geschrieben.

Das liegt ganz einfach daran, dass kaum jemand lesen mag, dass es uns Müttern auch mal schlecht geht und es auch mal richtig miese Zeiten gibt, die eben nicht von Bastelleien und DIYs gefüllt werden, sondern von Wäsche, Medikamenten und durchwachten Nächten.

Mir würde es gut tun, zu lesen, dass dies die Realität aller Mütter ist. Geht es euch da nicht genauso?

Nur – wie soll man in solch stressigen Tagen und Wochen auch noch die Zeit zum Bloggen hernehmen? Hat eine von euch vielleicht gerade eine zündende Idee?

Eure erwartungsvolle Sabrina

babykeks.de_Offenheit unter Müttern

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Och,
    bei mir kannst du solche Hilfeschreie aus den Wäschebergen oder den Kampf mit dem Terminkalender öfter lesen, hahaha, meist aber nur bei facebook, weil ein Blog doch aufwendiger ist.
    Ehrlichkeit ist total wichtig und wird auch anerkannt, merke ich immer wieder.
    Wir schaffen das gemeinsam.
    Martina

    • Liebe Martina,
      vielen Dank für deine lieben Worte… Wenn ich das nächste Mal in den Wäscheberg schreie ;-), denke ich an dich…
      Ganz lieben Gruß
      Sabrina

  • Offenheit ist total super, kommt aber leider immer noch zu selten vor! Gerade in der nächsten Verwandschaft erst erlebt! Unsere Babys sind nur 3 Tage auseinander und die andere Mama erzählt voll Stolz ihr Junge schläft durch! Ich natürlich voll überrascht, wie mit 2 Monaten durchschlafen? Habe ihr dann erzählt, dass es bei uns immer wieder Probleme mit dem Schlaf gibt und unser Mäuschen keineswegs durchschläft, erst da wurde eingelenkt und dann doch erzählt, was Durchschlafen dann doch genau bedeutet! Nämlich 4 Stunden am Stück!
    Es ist ganz natürlich, dass es immer wieder schwierige Zeiten gibt und es ist an der Zeit, dass die Muttis das offen zugeben!

    • Liebe BloggerMami,
      da hast du absolut recht. Schwierige Zeiten sind eben normal. Schade, dass man sich gerade dann wenn man es nötig hätte, nicht wirklich austauschsen kann. Toll, wenn man doch jemand gefunden hat, der Offenheit zu schätzen weiß und nicht Vorverurteilt.

      Ganz lieben Gruß
      Sabrina

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