Abenteuer-Lagerfeuer-Schlafparty-Alarm

Mein großer Sohn durfte mittlerweile schon öfter bei seinem Freund übernachten und umgekehrt natürlich auch. Das läuft dann meistens so ab:

Die Beiden haben ein sogenanntes Spiel-Date. Sie treffen sich entweder bei uns oder bei ihnen und verbringen einige schöne Stunden zusammen. Eine Abholzeit ist (so ungefähr) abgesprochen und man sollte meinen, dass die Beiden damit glücklich sind. ABER!

Schon kurze Zeit, nachdem die Beiden vereint sind, werden Pläne geschmiedet. Dann höre ich, wie sich ihre Stimmen senken und sie eine sehr ernste Diskussion führen, ob sie es heute hinbekommen, eine „Übernachtungs-Party“ zu machen.

Die wichtigen Details

Die Argumente sind allerdings anders, als wir Erwachsene uns das so vorstellen. Da wird abgewägt, wie gut die jeweilige „Mama“ heute drauf ist. Ob sie Tablet-Zeit erlaubt oder sogar eine laaaange Runde auf der Wii? Manchmal sind auch neue (Brett-)Spiele ausschlaggebend oder, ob heute das Geschwisterteil „total nervig“ ist.

Noch bevor überhaupt um Erlaubnis gefragt wurde, wird schon festgelegt, wer welchen Charakter auf der Wii spielen wird, wer das „Einschlaf-Hörbuch“ auswählen darf und viele weitere unglaublich wichtigen Dinge, die man eben mit sechs Jahren so auf seinem Herzen hat.

Und während mein Sohn und das Gastkind noch diskutieren, sitze ich breit grinsend auf dem Sofa und überlege, ob ich den frisch geschmiedeten Plänen zustimmen kann und was wohl die andere Mami davon halten wird.

Das gute Gefühl beim Abholen

Vielleicht geht es nicht nur mir so, aber wenn mein Kind auswärts schläft, dann ist ein Teil von mir happy über die „Freiheit“, die dieser Umstand mit sich bringt, und der andere überaus besorgt, dass etwas (absolut schrecklich, unaussprechlich Nicht-wieder-gut-zu-Machendes) passieren könnte. Ich muss auch große Sympathie für die Familie empfinden, bei der ich mein Kind lasse – aber was schreibe ich da… sicherlich geht es euch genauso.

Als ich meinen Großen nach der letzten Übernachtungs-Party bei seinem Freund abholte, war ich freudig überrascht. Sohnemann hockte nämlich gerade im Hof, hielt einen Stock mit einer aufgepickten Wurst in der Hand und ließ diese über einem improvisierten Lagerfeuer-Grill braten. Er wirkte sehr zufrieden mit der Situation und wollte selbstverständlich noch auf überhaupt gar keinen Fall mit nach Hause (war ja klar, denn ein Lagerfeuer kann ich ihm leider nicht bieten).

Geschwister vereint im Ziel

Selbstverständlich erfasst mein kleines Söhnchen die Situation sofort und schlug sich augenblicklich auf die Seite seines großen Bruders. Und jetzt ratet mal, wer noch über eine ganze Stunde im Hof um das Mini-Lagerfeuer saß, Knoblauchbrot und Gemüse naschte und sich super gut mit den „anderen“ Eltern unterhielt?

Auf der (hart erkämpften) Nach-Hause-Fahrt bekam ich dann das ganze Lagerfeuer-Abenteuer nochmals im Detail erzählt. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass mein Großer eigentlich kein Freund großer Worte ist. Aber dieses Mal war es ihm ein Bedürfnis zu berichten, wie cool er die Feuersache fand. Obwohl der Kleine nicht wirklich dabei war, unterstütze er seinen Bruder übrigens auf beeindruckende (nonverbale) Weise sehr tatkräftig.

Die Konsequenz aus all dem

Wahrscheinlich kann man sich jetzt denken, was der Liebste und ich nun beschlossen haben. Wir werden, sobald wir Gartenbesitzer sind, eine Feuerschale kaufen und definitiv das eine oder andere Garten-Outdoor-Feuer-Stockbrot-Gruselgeschichten-Übernachtungsparty-Abenteuer veranstalten und uns riesig freuen, wenn wir es schaffen, diese wunderbaren Kinderaugen zum Leuchten gebracht zu haben.

Wenn es soweit ist, werde ich berichten. Aber verratet mir doch bitte zuvor, wie solche Übernachtungen denn bei euren Kleinen so von statten gehen… ich bin gespannt.

Eure Sabrina

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Eine Feuerschale für den Garten kann ich wirklich nur empfehlen. Wir haben seit Ende August eine und hatten sie seitdem schon dreimal im Einsatz: dazu Marshmallows und Stockbrot. War jedes Mal ein Highlight für die Kinder und beim letzten Mal sind sogar noch drei Nachbarsfamilien vorbeigekommen und es war eine richtig nette große Runde. Feuer zieht an… 🙂

    • Oh, das hört sich sooo toll an, lieber bullion.
      Ich hoffe, das ich dann nächsten Sommer darüber berichten kann 🙂
      Ganz lieben Gruß und viel Spaß (vielleicht noch beim Martins-Feuer)…
      Sabrina

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