Ich muss euch etwas verraten: Wenn man als ausgebildete Balletttänzerin Tanzfilme sieht, dann hat man danach entweder einen Muskelkater und ist total begeistert, oder man rollt innerlich alle paar Sekunden mit den Augen und erträgt einige eisig kalte Schauer, die einem den Rücken herunterrollen, wegen all der Absurditäten, die da gerade gezeigt werden. Anders ist das jedoch, wenn keine echten Menschen tanzen…

Ballerina im Kino

Es ist wieder soweit. Morgen (Donnerstag, 12. Januar 2017)  kommt der nächste „Ballett-Film“ in die Kinos. Dieses Mal als Animations-Zeichentrickfilm aus dem wunderbaren Frankreich. (Kleine Info: Ballett stammt übrigens aus Italien.) Er ist für Kinder gedacht (FSK: 0, Spieldauer: 90 Minuten) und ich freue mich jetzt schon auf die aufgeregten Gesichter meiner hoch engagierten Ballettschülerinnen, deren Augen leuchten und Herzen höher schlagen werden.

Nach solchen Kinostarts, oder z.B. auch dem neuesten Barbie-Ballettfilm, sollte man als Pädagoge schon mal ein bisschen was von seiner geplanten Unterrichtszeit einbüßen, um die Begeisterung der Mädchen nicht sofort im Keim ersticken zu müssen.

Worum geht es

Der Film spielt in Frankreich des neunzehnten Jahrhunderts. Die ca. 12-jährige Félicie ist eine Waise und träumt den großen Traum, eine echte Ballerina zu werden. Sie hat Herz und Leidenschaft, allerdings mangelt es ihr ein bisschen an Disziplin und Technik. Sie möchte nach Paris, um dort an einer renommierten Ballettschule der Pariser Oper (damals nur für elitäre Kinder) Ballett zu lernen, um die Rolle ihres Lebens zu ergattern.

Es gibt natürlich den liebenswerten Erfinder (Vincent), der ihr hilft, aus ihrem „alten“ Leben zu entkommen, und sie in Paris unterstützt. An der Ballettschule, an die sie nur durch eine Lüge angenommen wurde, trifft sie selbstverständlich auf ihre ärgste Rivalin und muss feststellen, dass sie es ohne Hilfe nicht schaffen wird. Hilfe bekommt sie auf außergewöhnliche Weise. Dennoch könnte jeden Moment die Wahrheit ihrer Herkunft ans Licht kommen und sie die Chance ihres Lebens beraubt werden. Eine schwärmerische Nebenhandlung rundet den Film in Sachen Mädchen-Romantik noch ein wenig ab.

 

Fantasie pur

Wie jeder ordentliche Film für Kinder wird die Fantasie beflügelt und schon im Trailer werden viele, viele Klischees bedient. Hätte ich eine Tochter oder würde einer meiner Jungs den Film gerne sehen, wäre ich dennoch sofort dabei. Ich bin schon sehr gespannt auf die Berichte meiner Tanz-Mädchen und natürlich auf das, was ich demnächst im Internet lesen werde. Was meinst ihr, wann die ersten Balletttaschen mit Félicies Gesicht in der Umkleide an den Hacken hängen werden?

Werdet ihr den Film mit euren Kids ansehen? Verratet es mir im Kommentarfeld und esst ein wenig Popcorn für mich mit…

Tanze ein Pas de chat und ab.

Eure Sabrina

 

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Louisa will unbedingt rein, kein Wunder, oder? Und ich gehe natürlich gerne mit. Sie hat so als Mädchentraum immer noch den Wunsch Tänzerin zu werden. oder Lehrerin 😉 vielleicht wird sie ja mal Tanzlehrerin. Jolina hat mir übrigens vorhin mit Blick in die Tageszeitung auf die Anzeige gesagt, sie wolle den Film nicht sehen, also nur mit einem Töchterlein ins Kino

    • Hi Martina, ich finde es klasse, dass deine Mädels ganz genau wissen was sie wollen 😉 Ganz liebe Grüße und bitte unbedingt einen Artikel drüber schreiben 🙂
      Wir lesen uns… S.

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