Babykeks ist eine süße kleine Labertasche. Er redet gerne und viel und am liebsten den ganzen Tag lang. So natürlich auch am Telefon…

Wenn ich den Berichten vieler Bekannten und Freunde mit kleinen Kindern Glauben schenke, dann telefonieren deren Kids nicht so gerne. Sie horchen in den Hörer, aber tun sich wohl eher schwer damit, dem Telefonpartner zu antworten, schließlich sehen sie da ja niemanden.

Bei Babykeks verhält sich das anders. Anfänglich fand er den Umstand, dass er niemanden sah, auch etwas befremdlich, doch dies änderte sich mit der Zeit. Wenn wir nicht jeden Tag mindestens einmal bei Papa auf der Arbeit anrufen, wird er pampig. Er beobachtet mich dann immer ganz genau, welche der tollen Tasten ich auf unserem Telefon drücke, und möchte dann auch. Das findet er dann jedes Mal einfach nur Spitzenklasse und freut sich ein Loch in den kleinen Bauch, wenn er GANZ ALLEINE seinen Papa angerufen hat.

Da wir bequeme Leute sind,  haben wir natürlich enge Freunde und die Großeltern auf Kurzwahl-Zahlen abgespeichert. Mittlerweile weiß Babykeks ganz genau, dass die Fünf für „Baba und Deda“ steht und mit der Drei „Oma und Opa“ am anderen Ende der Leitung auftauchen.

Zumeist tätigt Babykeks seine „privaten“ Telefonate, wenn ich mal für zwei Minuten ins Bad verschwinden muss oder mich um das Essen kümmere. Dann höre ich ihn plötzlich freudig aufschreien, wenn er jemanden erreicht hat. Einmal kam er völlig irritiert in die Küche gelaufen, das Telefon in der kleinen Hand und meint „Mama bei Oma, Opa?“ Tja, da hatte mein Kleiner niemanden erreicht und da ich den Anrufbeantworter meiner Eltern besprochen habe, musste er sicherheitshalber mal nachsehen kommen, ob Mama auch wirklich noch da ist und nicht rasch zu Oma und Opa gehuscht war. Er war übrigens sehr erleichtert, aber das Prinzip „Anrufbeantworter“ versteht er immer noch  nicht ganz.

Eigentlich sollte ich es mittlerweile besser wissen und die Telefone an nicht erreichbare Orte platzieren, aber man kennt das ja… Nur gut, dass Babykeks stets nur eine Taste drückt und somit nicht global herumtelefoniert. Er ist auch jedes Mal übelst beleidigt, wenn z.B. Deda ans Telefon geht, obwohl er doch mit Baba sprechen wollte. Ich bin mal sehr gespannt, zu was sich diese neue Leidenschaft von Babykeks noch entwickeln wird…

Ab wann haben eure Kinder eigentlich gerne (und eigenständig) telefoniert? 

 

Bildquellenangabe: Thomas Max Müller  / pixelio.de (Telefonieren in den 30 Jahre)
Bildquellenangabe: Simone Hainz  / pixelio.de (Telefon Tastarur)

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Sabrina

… wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Unser kleiner Enkel hat neulich „unbeabsichtigt“ zwei SMS verschickt ;-). Weder Papa noch Onkel konnten sie verstehen. Und dies hatte auch etwas mit den Kurzwahltasten zu tun (von denen der Kleine ja noch keine Ahnung hat). Aber „Hallo Papa“ ruft er gerne mal in den Hörer. Wenn der Papa allerdings von der Mama wirklich angewählt wird, ist Enkelchen sprachlos und wundert sich nur…

    Wir selbst haben erst seit 1991 ein Telefon. da war unser Jüngster schon etwa zweieinhalb. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, ab wann unsere Kinder selbstständig telefonierten. Damals musste man sich ja noch kurzfassen.

    Gruß elsie

    • Hi Elsie,
      an das „Kurzfassen“ kann ich mich auch noch sehr gut erinnern… Diesen „Druck“ wird Babykeks wohl niemals haben in den Zeiten der Flatrates und hangouts etc. Hat alles so seine Vor- und Nachteile. SMS hat er bislang auch noch nicht verschickt aber wundern würde mich das irgendwie auch nicht mehr 😉
      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Herzliche Grüße
      Sabrina

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