Als arbeitende Mama mit Haushalt und unglaublich vielen anderen Verpflichtungen, sind Auszeiten für mich so gut wie nicht existent. Sind die Kids betreut, bedeutet das für mich, dass ich in dieser Zeit arbeite. Einfach mal nichts tun ist unvorstellbar! Aber gut – ist das eigentlich nicht für mich.

 

Wenn Krankheit dich zurückwirft

Eines der übelsten Dinge, die dir als Mutter in deinem routinierten und super funktionierenden Alltag passieren kann, sind Krankheiten. Seien es die der Kinder, des Partners oder gar eigene. Wobei wir Mamis in 80% der Fälle zwar krank sind, dies jedoch keineswegs bedeutet, dass wir nicht wie gewohnt unsere Abläufe und Aufgaben erledigen.

Gerade rollt ja mal wieder eine Grippewelle über Deutschland und leider hat es in diesem Jahr auch die Babykeks-Familie heftig erwischt. Während ich „nur“ einige Tage „Alltags unfähig“ war, hatte es den Liebsten und unseren Kleinsten so richtig heftig erwischt. Völliger Stillstand.

 

Krank sein bedeutet noch mehr Arbeit

Langsam aber sicher nähern wir uns jetzt wieder der Normalität. Noch stehen die Medikamente auf den Regalen und überall findet man Taschentücher, aber wir haben wieder unsere geliebten Abläufe zurück und auch Schule, KiTa und die Arbeit muss nicht mehr auf uns verzichten.

Als Selbstständige bleibt im Krankheitsfall natürlich richtig viel liegen. Jede Stunde die ich nicht halte und jede Bürostunde, die ich nicht abarbeite bedeutet für mich, dass ich diese nachholen muss. In meiner nicht vorhandenen Freizeit oder während der Ferien. Das ist nicht einfach und hebt auch nicht die Kundenzufriedenheit. Diese Tatsache belastet den Genesungsprozess übrigens zusätzlich bei mir, weil ich es schlichtweg grausam finde, krank zu sein und nichts tun zu können. Mir ist bewusst das ich eigentlich nichts dafür kann, aber ich habe dennoch ein unsagbar schlechtes Gewissen, weil sich so viele Leute auf mich verlassen und enttäuscht werden, weil ich deren Abläufe durcheinander bringe… Ich kann dir sagen….

 

Kraft tanken – ohne schlechtes Gewissen

Irgendwann ist es dann endlich soweit. Der Partner arbeitet, die Jungs sind in Schule und KiTa und ich sitze an in meiner Unterrichtsfreien Arbeitszeit vor einem Haufen unerledigter Dinge und bin gänzlich unmotiviert.

Früher habe ich so bald ich auch nur wieder aufrecht sitzen konnte gearbeitet. Heute weiß ich, dass ich mir damit überhaupt keinen Gefallen tue. Meistens ist die Arbeit nicht perfekt ausgeführt, Flüchtigkeitsfehler führen zu noch mehr Frustration und Arbeit. Darum erlaube ich mir, als Mutter von zwei Kindern und Business Woman nach solch einer heftigen Krankheits-Phase eine Auszeit.

Ich gönne mir mindestens einen, wenn nicht auch zwei oder drei Vormittage, an denen ich wirklich nur das Nötigste mache. Ich versuche mich dann ganz bewusst auszuruhen. Ich lese oder höre mir etwas an, dass nichts mit meinen Verpflichtungen zu tun hat. Ich habe sehr lange gebraucht dies ohne schlechtes Gewissen tun zu können und manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich denke: >>Och, ich könnte Wäsche falten während ich Hörbuch höre. <<

Klar könnte ich, aber das würde meinem Körper nicht helfen sich zu regenerieren. Es würde mir nicht helfen schnell wieder fit und belastbar für meine Familie und unseren Alltag zu sein.

 

Ich kümmere mich um mich

Damit ich schnellstmöglich wieder einsatzbereit bin, versuche ich gesundes und leckeres Essen für mich zuzubereiten (auch wenn die Kids nicht mitessen – du weißt schon). Ich lasse meinen Körper ausruhen, in dem ich eben nicht nebenher noch mal schnell irgendetwas erledige. Ich verbiete mir die Gedanken an das geschäftliche und verliere mich in einem Buch oder Hörbuch. Ein langes schönes Bad ist ebenfalls eine sehr wohltuende Sache, die mich entspannt und mir hilft zu regenerieren.

Wenn dann mein Handywecker läutet, um mir mitzuteilen, dass ich ab jetzt wieder Mutter mit Haushalt und Job bin, habe ich eine kleine aber erholsame Auszeit hinter mir. Selbst wenn es „nur“ zwei Stündchen gewesen sind, die ich für mich hatte, war es das wert.

 

Ich empfehle dir von ganzem Herzen, dies auch hin und wieder für dich zu tun. Die ganz Kühnen unter uns eventuell sogar ohne vorherige Krankheit.

Pass gut auf dich auf, damit du gut auf deine Lieben aufpassen kannst…

Heute ohne tanz aber mit freundlichem Lächeln und Winken ab in die Kulisse

Sabrina

 

„Virenmonster“ Bildquelle: pixabay: Bru-nO

            

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

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