Der Herbst klopft an und wie jedes Jahr hat er eine Menge süßer kleiner Rotznäschen im Gepäck. Viele Eltern sind häufig verunsichert und stellen sich die Frage:

 

Ab wann ist mein Kind zu krank, um seinem (sportlichen) Hobby nachzugehen?

 

Gut gemeinte Ratschläge, wie z.B. deinem Bauchgefühl zu vertrauen sind lieb gemeint, doch verunsichern häufig noch zusätzlich und manchmal irrt sich das Bauchgefühl schlichtweg auch mal. Darum habe ich heute ein paar Grundsätze für dich aufgeschrieben, die dir die Entscheidung leichter machen werden.

 

Sport tut gut – aber nur wenn der Körper gesund ist

Hobbies, die deinen Sprössling körperlich fordern sind selbstverständlich gut für dein Kind, aber wenn sich ein Infekt eingeschlichen hat, kann das wöchentliche Training den kleinen Körper zusätzlich schwächen. Das Immunsystem läuft auf Hochtouren, die Laune und das Wohlbefinden sinken stetig. Da hat man auch als kleiner/junger Mensch keine große Lust auf soziale Kontakte, geschweige denn die Konzentrationsfähigkeit oder gar das Durchhaltevermögen.

 

Wenn du folgende Symptome bei deinem Kind beobachtest, sollte es am Ballettunterricht (Fußball, Hockey, Handball, Kinderturnen etc. pp) nicht teilnehmen.

  • Erhöhte Temperatur oder gar Fieber (akut oder in den letzten 2 Tagen)
  • Husten, der dein Kind zu Unterbrechungen zwingt, es rot im Gesicht werden lässt, anstrengend ist, egal ob produktiv oder unproduktiv (also mit oder ohne Schleim)
  • Gerötete Augen, erhöhte Tränenproduktion (Allergien als Grund ausgenommen)
  • Laufende Nase mit grünlichem/gelblichem Nasenschleim
  • Hautausschlag (auch an nicht sichtbaren Stellen)
  • Mattigkeit über mehrere Tage hinweg
  • Übelkeit (mit & ohne Erbrechen)
  • Durchfall

 

Das Immunsystem unserer Kleinen leistet unglaublich viel. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass es sich noch immer im Aufbau befindend. Darum ist es leider völlig normal, dass Kinder auffällig häufiger als Erwachsene krank werden. 10 Erkältungskrankheiten im Jahr sind völlig normal. Hinzu kommen bedauerlicherweise auch noch Magen-Darm-Infekte und andere unschöne Dinge, die man trotz guter Vorsätze, Hände waschen, Vitamine, frischer Luft und so weiter kaum aufhalten kann.

 

Bring dein Kind nicht aus den falschen Gründen zum Training!

Ja, du bezahlst dein hart verdientes Geld für das Training und die wenigsten Vereine, Ballettschulen etc. erstatten dir deinen Beitrag, wenn dein Kind nicht teilnehmen konnte, da dies schlichtweg wirtschaftlich für sie nicht tragbar ist.

Vielleicht ist diese Zeit, während dein Kind seinem Hobby nachgeht für dich auch eine ersehnte und bitter benötigte Pause, um allein zu sein und durchzuatmen.

Eventuell wurdest du als Kind auch immer „hingeschickt“, auch als es dir schlecht ging und du tust einfach, dass was deine Eltern auch damals getan haben.

Es gibt immer Gründe, die man anbringen könnte, aber es sind niemals gute oder gar berechtigte Argumente, denn die Gesundheit deines Kindes muss immer an allererster Stelle stehen. Ein krankes Kind den normalen Alltag weiter machen zu lassen, stärkt keinesfalls sein Immunsystem, wie oft angenommen wird. Es belastet es noch zusätzlich.

 

Verschleppte Krankheiten können deinem Kind gefährlich werden

Kranke Kinder oder Kinder, die gerade eine Krankheit verschleppen, sind Kinder, deren Herz-Kreislauf-System einer heftigen Belastung ausgesetzt werden. Das kleine Herz leistet immenses, wenn das Immunsystem gegen eine Krankheit ankämpft. Sie sind neuen Infektionen (durch andere Kinder und Erwachsenen) nahezu schutzlos ausgesetzt, was zu einer weiteren Verschlimmerung oder Sekundär Erkrankung führen kann.

Vielleicht ist dein Kind auch gerade ansteckend und du setzt alle anderen Kinder und den Pädagogen wissentlich einer Ansteckung aus.

Kranke Kinder – ob im Anfangsstadium, mittendrin oder beim Abklingen der Erkrankung, haben nichts in der Ballettschule, im Verein, beim Musikunterricht, bei „Einladungs-Partys“ oder anderen körperlich anstrengenden Aktivitäten verloren.

 

Sie brauchen jetzt Zuwendung, die Möglichkeit ihren Körper ausruhen und gesunden zu lassen und eventuell sogar Medikamente. Riskiere bitte keinen Rückschlag und schicke dein Kind zu früh wieder in den Alltag. Kinder sind Kinder und dürfen sich länger erholen, als es uns Erwachsenen durch Arbeit und anderen Verpflichtungen vergönnt ist. Das hat nichts mit Verwöhnen oder gar Helikopter-Eltern zu tun – das ist schlicht und ergreifend Menschenverstand. Dein Kinderarzt kann dir ganz genau sagen, wann dein Kleines wieder „gefahrlos“ aktiv werden kann.

Ich hoffe, du und dein Kind/deine Kinder kommt gut über die Rotznasenzeit.

 

Pas de chat mit einem Taschentuch wedelnd und ab in die Kulisse

Sabrina

 

Und noch ein wenig Untehaltung im Nachgang. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, welche Überschrift ich diesem Artikel geben würde. Hilf mir doch bitte mal und lass mich im Kommentar wissen, welche dein Favorit „gewesen“ wäre. Danke dir 🙂

  1. Ab wann ist mein Kind zu krank, um seinem (sportlichen) Hobby nachzugehen?
  2. 8 Gründe vom Ballettunterricht zu Hause zu bleiben
  3. Ab wann ist dein Kind zu krank, um zu tanzen?
  4. Kein Ballett heute. Dann sollte dein Kind zu Hause bleiben!
  5. Ab wann dein Kind nicht zum Ballett Unterricht kommen sollte

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Na endlich mal jemand der das zum Thema macht! Mir tun diese Kinder oft sehr leid. Dasselbe betrifft Schule und Kindergarten! Kranke Kinder haben liebevolle Pflege verdient und nicht das Durchpowern wie bei einem Management

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