Die meisten Kleinkinder, so auch Babykeks, finden Tiere ungemein faszinierend. Also geht man mit seinen Sprösslingen in den Zoo oder in den Wildpark und bringt die Kleinen so auch gleich der Natur ein bisschen näher. Aber kein noch so großer Elefant oder aufgefächerter Pfau ist so interessant wie ein Haustier aus Fleisch und Blut, dass man vielleicht sogar anfassen darf.

Mit unseren paar Fischen im Aquarium wird zwar Babykeks‘ Anschaudrang gestillt, aber keineswegs das Bedürfnis, Tiere anzufassen. Umso besorgter war ich, als wir vor einiger Zeit bei einer Freundin zu Besuch waren, die eine Katze hat. Leider habe ich eine ausgewachsene Katzenallergie und bin deshalb ein anstrengender Besuch, denn die Ärmste muss vorher immer gut saugen und am besten auch gleich die behaarten Tierchen in ein anderes Zimmer sperren, damit ich nicht anschwelle…

Allerdings hatte sich das schlaue Kätzchen einen Weg in die Freiheit erschlichen, als Babykeks und ich zu Besuch waren, und tauchte unvermittelt im Kinderzimmer auf, in dem wir vier saßen und spielten. Für den Sohn meiner Freundin war das nix besonderes, aber Babykeks war hin und weg. Er stand wie angewurzelt da und beobachtete, wie die Katze ihn beobachtete. Das Ganze ging zwei lange Minuten gut, in denen ich natürlich ganz besorgt war, denn wenn ich mein Baby heroisch vor der Katze hätte schützen müssen, würde es mir hinterher gar nicht gut gehen. Aber ich wollte ihm auch nicht den Spaß verderben und versuchte, ganz ruhig, aber einsatzbereit zu bleiben.

Selbstverständlich musste die Situation heikel werden. Die Katze lief auf meinen Kleinen zu und er bekam Angst. Schließlich reicht ihm das große Tier bis knapp unter die Schulter, und käme ein so großes Tier auf mich zu, würde ich auch einen Schrei loslassen. Der Schrei meines Sohnes fand die Katze gar nicht toll, erschrak ganz fürchterlich und stieß ihn bei ihrer hektischen Flucht mit um. Babykeks landete weich auf seiner Windel und die Katze saß verschreckt auf dem Regal. Die Beiden beäugten sich noch eine Weile argwöhnisch, bis Babykeks das Interesse verlor und die Katze scheinbar vergaß.

Eine ganze Weile danach traute sich das Tier von ihrem Fluchtpunkt wieder hinunter und strich scheinbar ziellos durch das Kinderzimmer. Mein Herzschlag beschleunigte sich schon in weiser Voraussicht, als sie irgendwann dummerweise in die Nähe meines Sohnes kam. Ich habe keine Ahnung, ob dies aus Reflex oder Rache geschah, aber Babykeks wartete geduldig, bis die Katze in Reichweite war und verpasste ihr so einen Schlag auf den Rücken, dass sie abermals erschrocken die Flucht ergriff und sich nicht wieder blicken ließ.

Und die Moral von der Geschicht: Lasst eure Katzen in Babykeks‘ Nähe lieber nicht!!!

               

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

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