Babykeks sagt:

Ich ziehe aus!

Ich kann euch sagen, ich habe echt keine Lust mehr. Andauernd muss ich Sachen essen, die ich nicht mag. Ich werde ständig Zwangsgeduscht, muss die Tortur des Wickelns über mich ergehen lassen, bekomme meine Schnuller nur noch, wenn ich ins Bett gehe , ach und ins Bett muss ich auch andauernd obwohl ich viel lieber noch spielen würde.

Immer muss ich mich anschnallen. Im Brumm-Brumm und im Buggy ich wette, bald wird noch etwas erfunden zum Anschnallen nur um mich zu ärgern. Ich darf nicht bei den Fischen anklopfen, nicht in jedes Zimmer gehen das ich mir gerne anschauen möchte. Ständig höre ich: „Sei vorsichtig, das ist zu gefährlich…“

So langsam habe ich keine Lust mehr und darum habe ich eine große Entscheidung getroffen! Ich möchte mich frei entfalten können und darum ziehe ich jetzt aus! Freiheit ich komme…

***

Ich kann euch sagen, diese Freiheits-Sache ist gar nicht lustig. Keiner macht mir was Leckeres zu essen. An meinen Händen ist BÄH der nicht mehr abgeht… Meine Windel drückt total und ich kann meinen Schnuller nicht mehr finden. Ich bin ganz müde aber niemand singt mir vor und keiner ist da, der mit mir spielt.

Niemand passt auf mich auf, damit ich mir kein Aua mache und alles machen zu dürfen wird ja so was von langweilig mit der Zeit.

So langsam habe ich echt keine Lust mehr. Ich mag zurück zu Mama und Papa! Ich möchte geknuddelt und geknutscht werden. Ich werde auch ganz ruhig liegen bleiben beim Wickeln und nicht mehr an die Scheibe vom Aquarium klopfen. Ich esse auch das grüne Essen auf und mache keinen Unsinn mehr… Freiheit ist total überbewertet…

 

Tanzende Mama sagt:

Auch wenn sich Babykeks gegen so manches wehrt, das einfach sein muss, fühle ich mich als Mama dabei schlecht, gegen seinen Willen zu agieren. Aber wie gesagt es muss einfach sein und um euch Lesern dies zu verdeutlichen und euch ein bisschen vom Unguten Gefühl zu nehmen, schreibe ich es auf. Jetzt ist es ganz grausam Babykeks beim Wickeln mit Kraft auf der Kommode halten zu müssen, ihm immer wieder Essen vorzusetzten das er eigentlich gar nicht mag und vor Orten fernzuhalten, die ihm gefährlich werden könnten, er aber so gerne erkunden würde. Aber wenn er mal so alt ist wie wir Eltern heute, wird er es verstehen und uns dankbar sein. Bis dahin wird es nochmal eine harte Zeit werden, aber ich halte mir in solchen Augenblicken stets vor Augen, dass es sich dennoch lohnt nicht nachzugeben…

Haltet durch ihr Eltern.

 

               

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

8 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Haltet durch, meine Lieben. Je strenger ihr jetzt seid, desto weniger streng müsst ihr mit ihm sein, wenn er älter ist. Er wird lernen, dass ihr es nur gut meint! Grenzen sind wichtig und bedeuten zwar Einschränkung der Freiheit, aber natürlich vor allem Schutz und ein geregeltes Zusammenleben. Keks muss lernen, dass er nicht der Boss ist und dass man nur seinen Willen bekommt, wenn man es sich verdient hat. Mama ist auch nur ein Mensch und sollte sich nichts alles gefallen lassen müssen. Schließlich legt das Zusammenleben und seine Position in der Familie den Grundbaustein, wie Keksi sich später in der Gesellschaft verhält.
    Babykeks ist ein besonders aufgewecktest Kind – wichtig ist sich vor Augen zu halten, dass auf 3 Neins meistens trotzdem im Verlauf des Tages 10 Jas folgen. Also kein schlechtes Gewissen haben, denn so sehr wie Babykeks geliebt, verwöhnt und geknuddelt wird, sind die wenigen Neins in der Waagschale nur kleine Krümel, der die positiven Seiten seines Lebens niemals aufwiegen könnten.

  • eine schöne Geschichte. Musste doch sehr schmunzeln 🙂 Jaja, ich denke so geht es jeder Mama (und Papa) und das ist ja auch ein Trost. Aber warte mal ab, wenn Babykeks anfängt ALLES was Du sagst, lautstark erstmal zu diskutiern und zu verneinen… DAS macht dann richtig Spaß. Aber auch das werden wir schaffen 🙂

  • Bei dieser Geschichte muss ich an meinen Räuber denken. Oft kommt mir in den Sinn, dass wir ihm Tag ein Tag aus zu viel verbieten. So möchte er lieber herum laufen und die verschiedensten Sachen mit allem, was ihm zur Verfügung steht, entdecken. Verstehen kann ich das schon, immerhin ist alles neu. Wenn man sich dann aber selbst hört, wie man immer wieder sagt: Nein, das darfst du nicht. Nein, hör auf damit. Komm wieder her. Lass den Schrank zu!…, dann fragt man sich schon, ob man die ganze Sache nicht manchmal einfach ein bisschen locker sehen sollte. Ich kann es nur immer wieder sagen, Mama werden ist ganz leicht, Mama sein dagegen nicht. Hoffen wir, dass sich diese Konsequenz auszahlt.

    • Hallo Dima,
      ich glaube, dass Beste das wir für unsere Kinder tun können ist sie verstehen. Mit unserem heutigen Elternwissen, könnten wir den Kleinen so viele Wege ebenen und ich bin ganz sicher, dass sie uns Eltern dafür irgendwann einmal dankbar sein werden – auch wenn sich diese Dankbarkeit vielleicht erst zeigen wird, wenn sie selbst Eltern geworden sind und plötzlich verstehen 😉

      Herzichen Gruß
      Sabrina

  • Ich denke aber, dass es manchmal vielleicht auch besser wäre, wenn man nicht ganz so viel wüsste. Man macht sich immerhin permanent Gedanken, ob man nun alles richtig macht. Gerade nach der Geburt habe ich permanent nachgelesen, ob alles nach Lehrbuch verläuft. Ich muss zugeben, dass ich mir das mittlerweile echt abgewöhnt habe. Sobald es kleine Unstimmigkeiten gibt, macht man sich ja total verrückt. Kindererziehung und Mamasein sollte doch auch ein wenig unbeschwert ablaufen. In meinen Augen zumindest.

    • Hi Dima,
      wie bei Vielem ist das Geheimnis schlichtweg einen „Mittelweg“ zu finden, denke ich. Gerad beim ersten Kind macht man sich natürlich noch viel mehr Gedanken… Dennoch halte ich es für wichtig für sein Kind ganz allgemein auf, „dem neusten Stand“ zu bleiben, um es zu schützen.
      Über Mamas Bauchgefühl geht aber trotzdem nichst. Wenn ich wenig Inofs zu einer Sache habe, dann höre ich immer darauf, was mein Baucht mir sagt und dieser hat mich bisher noch niemals schlecht beraten 🙂

      Lieben Gruß
      S.

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