Heute Morgen waren wir zum ersten Mal tatsächlich von einer Rückrufaktion betroffen. Dank der super informativen Internetseite Cleankids Magazin wurden wir auf die Rückrufaktion des Möbelhauses IKEA aufmerksam, der den Kinderhochstuhl der Marke Antilop teilweise zurückruft. Also verglich ich gleich mal folgende Daten:

ANTILOP-Hochstühle des Lieferanten #17389 mit den Produktionsdaten 0607-0911 (JJMM). Die Lieferantennummer und Produktionsdatum findet ihr auf der Unterseite des Sitzes aufgeprägt.

 

Die Angabe in der Pressemitteilung ist leicht unverständlich. Darum hier nochmal in Worten:

Alle Antilop-Hochstühle, die im folgenden Zeitraum produziert wurden mit der Lieferanten-Nummer #17389, werden zurückgerufen:

Juli 2006 bis November 2009

Tatsächlich trifft dies alles auf unseren (schon lange in Gebrauch befindenden) Hochstuhl zu!

IKEA hat natürlich sofort eine Servicenummer dazu freigeschalten, damit sich besorgte und betroffene Eltern informieren können. Also riefen wir dort (kostenfrei) an, mit der Absicht uns den versprochenen Austausch zuschicken zu lassen. Nur dumm, dass die Servicehotline eine reine Bandansage ist, die einfach nochmals die bereits bekannte Pressemitteilung vorliest. Tja!

Fazit: Wir müssen jetzt in ein IKEA-Haus fahren und uns dort die fehlerhaften Gurte austauschen lassen. Zwar haben wir den Hochstuhl hauptsächlich für Gastkinder, kurze Aufenthalte in der Küche, wenn ich koche, und als Hochstuhl, wenn wir zu kinderlosen Freunden gingen, verwendet, aber ich finde es doof, dass ich jetzt mit dem Hochstuhl unterm Arm zu IKEA fahren muss, um dort zu beweisen, dass wir betroffen sind, um zwei neue Gurte zu bekommen. Das hätte man doch sicherlich einfacher lösen können.

Richtig toller Service wäre gewesen, wenn IKEA einfach (mit Hilfe ihrer definitiv aufgezeichneten) Verkaufsinformationen für die betroffenen Kunden mit einer IKEA-Family-Card einfach eine Mail rausgeschickt hätte oder gleich den Ersatz zusenden würde. Die gesamten Daten haben sie ja sowieso!  Aber das ist mein Wunschdenken, um meine kostbar bemessene Zeit nicht derart vergeuden zu müssen. Naja, doof nur, dass wir gerade gestern dort waren, um einen neuen Schreibtisch zu kaufen. Hätte ich das schon vorher gewusst…

Das einzig „Witzige“ an der ganzen Sache war, dass mein Liebster und ich gerade kürzlich extrem begeistert von unserem Söhnchen waren, weil wir kaum fassen konnten, dass er den schwierigen Gurt alleine aufmachen konnte. Hätten wir das mal besser nicht jedem gleich auf die Nase gebunden vor Stolz. Wir waren echt überrascht und hatten uns schon gefragt, wie wir das jetzt mit dem Buggy lösen, da die Art des Verschlusses ja ähnlich war. Jetzt wissen wir natürlich nicht, ob es an dem mangelhaften Gurt oder an der Geschicklichkeit unseres Kleinen liegt. Nun ja – dies hat sich ja jetzt quasi auch erledigt… muss gestehen, dass ich da jetzt schon beruhigt bin. Aus dem Buggy fallen wird er sehr wahrscheinlich nicht!

Am besten spart euch die Zeit, bei der IKEA-Hotline anzurufen, macht ein Foto von der Unterseite des Hochstuhls und geht euch in der – jedes Mal unglaublich langen – Warteschlange neue Gurte besorgen. Wir verkürzen uns die Wartezeit meist mit Hot Dogs 🙂 Tja, da schlägt IKEA sogar noch was für sich raus 🙂

 

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Hab mir auch einmal die Pressemitteilung durchgelesen. Schon verrückt das ganze. Ich hätte eher gedacht das aufgrund der doch sehr leichten Bauform irgendeine Bruchstelle existieren würde oder so etwas. Aber das sich der Gurt öffnet? Der Antilop ist ja in der Regel ein reiner Gästehochstuhl, in dem mein Kind auch schon häufiger bei Bekannten saß. Häufig auch völlig ohne Gurt! In Zukunft werde ich aus Neugierde erstmal unter den Sitz gucken, bevor ich meinen Kleinen da reinsetze.

    • Hallo Kim,
      ich muss aber sagen, dass der Hochstuhl wirklich erstaunlich stabil und sicher steht. Ich war zuerst auch skeptisch, aber er eignet sich wirklich super zum Mitnehmen etc. Den Blick unter den Stuhl werde ich mir wohl auch angewöhnen. Babykeks ist doch recht aktiv am Tisch und „sicher ist sicher“…

    • Hallo Franzi,
      der Stuhl an sich war und ist völlig in Ordnung.
      Dir fehlerhaften GURTE wurden umgetauscht. Alle danach und heute verkauften Hochstühle sind mit den neuen und sicheren Gurten versehen.

      Lieben Gruß
      Sabrina

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