Kinder müde kriegen

Im Sommer ist es meiner Meinung nach viel einfacher, sein Kind müde zu bekommen. Ist es nicht herrlich, wenn der Sprössling zu vernünftigen Zeiten so richtig fest eingeschlafen ist und man selbst für eine Weile zurück in diesen wunderbaren Zustand verfallen kann, der sich fast schon nach „Verantwortungs-Freiheit“ anfühlt, wie damals vor der Elternschaft?

 

In Ruhe ein Abendessen kochen, am Sofatisch essen mit untergeschlagenen Beinen, dabei irgendetwas im TV gucken und zur Krönung seinen Liebsten die ganze Zeit nur für sich allein zu haben… Ach das kommt leider so selten bei uns vor – doch ich habe eine Theorie, die sich langsam zu bewahrheiten scheint.

 

Ist es draußen warm und Babykeks konnte sich im Freien austoben, haben wir Eltern abends tatsächlich Ruhe. Meinen Sohn müde zu kriegen ist so eine Sache. Meistens endet es damit, dass die Mama (trotz Ballett-Konstitution) völlig erledigt ist und Söhnchen immer noch nicht genug hat.

 

Leider hat der Papa auch eine äußerst belebende Wirkung auf Keksi. Selbst wenn ihm um halb acht schon fast die Äugelein zufallen, sollte Papa heimkommen, bevor  der Kleine eingeschlafen ist, mobilisiert Babykeks nochmal alles an Kraft, was er aufbringen kann und lebt derart auf, dass es schon mal halb zehn werden kann, bis wir ihn endlich ins Land der Träume verfrachten können. Ihr glaubt nicht, wie anstrengend das ist. Mein Liebster mag wegen Babykeks‘ Schlafzeit jedoch nicht so lange im Büro bleiben und natürlich möchte er seinen Sohn nochmal sehen, bevor der Tag zu Ende geht, doch mir wäre es manchmal fast sogar lieber, wenn er nach Babykeks-zu-Bett-geh-Zeit (20 Uhr) kommen würde, denn das würde mir viel Kraft sparen.

 

Nun denn, da dies nicht änderbar ist, musste ich mir neue Taktiken ausdenken und hier kommt das schöne Wetter ins Spiel. Es ist unglaublich, was frische Luft, ein Laufrad und ein Sandkasten mit einem Zweijährigen anstellen können. Vom energiegeladenen Bündel zum schläfrigen Traumkind. Und wenn ich ganz viel Glück habe, kann ich sogar ein wenig faul auf der Liege lesen, während Babykeks sich im Sandkasten verweilt.  Ich bin sehr dankbar, dass wir einen Garten haben und jetzt schon traurig, dass der Vermieter die Gärten „neu anlegen“ möchte, um Platz für Garagen zu machen 🙁 Das riecht streng nach baldigem Umzug in ein neues Heim mit eigenem Garten.  Doch zu diesem Thema ein andermal mehr.

Hört ihr mich seufzen? Hoffentlich hält dieser wunderbare Zustand noch eine ganze Weile vor! Doch leider verabschiedet sich der Sommer gerade heimlich still und leise. Der Herbst birgt natürlich auch viele schöne (müde machende) „Abenteuer“, aber er ist eben nicht der Sommer 😉 …

 

 

                                 

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Au ja, das kommt mir alles irgenwie bekannt vor..kann da voll und ganz mitfühlen…und wenn sie mal ne phase hatten, wo es artig zu festen Zeiten schlafen ging, dann heisst es geniessen, denn die Zeiten ändern sich schlagartig wieder…leider…

    Aber was wollen wir als Eltern machen, toll aber wenn du für euch die Möglichkeit des Auspowerns so ausschöpfen kannst und doch mal mehr Zeit am Abend auch für dich bzw. euch hast 😉

    • Hi Bibliotta,
      ja – ein allgemeines „Elternproblem“ 😉 Ich fürchte mich auch schon vor der nächsten „Phase“ 😉 Danke für deinen Kommentar
      Ganz herzlichen Gruß
      Sabrina

  • Ich stimme der Theorie absolut zu, auch Babymädchen schläft schneller und besser, wenn sie lange draußen war. Schade um euren Garten, das ist kein netter Vermieter 🙁
    Liebe Grüße und viele Freiluftstunden
    Sina

    • Hi Sina,
      Bin mal gespannt wie ich Babykeks mitten in der Stadt ohne Garten toben lassen kann… naja mir fällt bestimmt was ein – aber der Garten war schon purer Luxus für Städter wie uns!
      Lieben Dank für deinen Kommentar.
      Herzlichst
      Sabrina

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