Es war soweit. Babykeks war das erste Mal in seinem noch jungen Leben beim Zahnarzt. Ich befürchtete das Schlimmste. Von Mundzupressen über Schreien, Toben und auch mit Gegenständen werfen, auf alles war ich innerlich gefasst.

 

Es begann ganz harmlos. Am Frühstückstisch haben wir Babykeks erzählt, dass wir Drei heute gemeinsam zu Dr. Lippe gehen. Wir wollen nachsehen lassen, dass unsere Zähne auch wirklich gesund sind und Karius und Baktus nicht doch irgendwo heimlich etwas angestellt hatten. Babykeks‘ Reaktion war sehr desinteressiert. >>Ich mag nicht!<< ließ er uns knapp wissen und für ihn war somit das Thema erledigt. Kurz einen sorgenvollen Blick mit meinem Liebsten gewechselt und nonverbal beschlossen, dass wir das Thema einfach schnell in Vergessenheit geraten lassen.

 

Als es am späten Vormittag dann soweit war aufzubrechen, gingen wir alle nochmal ins Bad und putzten unsere Zähne. Erst da machten wir einen weiteren Versuch und erklärten unserem Sohnemann, dass wir jetzt „endlich“ zum Zahnarzt gehen dürfen und wir ja schon soooo lange auf einen Termin warten mussten, weil es dort so „cool“ ist.

 

Immerhin zeigte er dann mehr Interesse als zuvor und ließ sich seine Zähnchen schrubben. Kurz darauf standen wir am Anmeldungstresen und überreichten Krankenkärtchen und Bonushefte. Babykeks fand allein diese Vorgänge schon sehr spannend und ich erlaubte mir ein erstes Aufatmen.

 

Im Wartezimmer gab es ein riesiges Holz-Auto, Bausteine und Bücher – die Wartezeit war gerettet! Schon vor langer Zeit haben wir Babykeks ein Zahnputz-Buch gekauft, um ihn auf den ersten Zahnarztbesuch vorzubereiten. Ich versuchte schon seit dem Aufstehen, ihm daraus vorzulesen, um ihm das Geschehen beim Zahnarzt wieder nahezubringen, doch er wollte von dem (sonst so gern gelesenen) Buch ausgerechnet an diesem Tag nichts wissen.

 

Als es ins Behandlungszimmer ging, erlaubten wir ihm das Auto mitzunehmen, was ihn sehr zufrieden machte und die Geschehnisse in Mamas und Papas Mund eher als nebensächlich ansehen ließ. Kaum war die Zahnreinigung bei uns Großen abgeschlossen, kam auch schon der Arzt.

 

Als ich den Termin vereinbarte, hatte ich der Helferin gesagt, dass es Babykeks‘ erstes Mal sein würde und so wurde der Termin zeitlich länger geplant, um auf den Kleinen eingehen zu können. Dr. Lippe betrat den Raum und kümmerte sich sofort nur um Babykeks. Er redete mit ihm über Autos und spielte sich geschickt in Keksileins Herz. Erst dann wurden wir Eltern begrüßt.

 

Nachdem Mama und Papa gecheckt und als gesund befunden wurden, durfte Babykeks auf den Stuhl. Der Plan sah vor, dass einer von uns ihn auf den Schoß nahm, doch Babykeks war da ganz anderer Meinung und kletterte geschickt hinauf, machte es sich bequem und riss den Mund auf.

 

Der Doktor erklärte ihm, wofür er Licht und Spiegel brauchte, ließ Babykeks sich kurz damit bekannt machen und begann dann völlig ruhig und souverän seine Kontrolle. Ich grinste übers ganze Gesicht, als mein Söhnchen ohne Zicken alles mitmachte und der Arzt uns gesunde Zähne diagnostizierte.

 

Als Belohnungsgeschenk bekam Babykeks ein Auto vom Doktor geschenkt und war somit vollauf zufrieden. Er verabschiedete sich brav mit Händedruck und willigte gerne ein, bald wieder zu kommen.

 

Und mein Liebster und ich strahlten übers ganze Gesicht und durften nun richtig erleichtert Aufatmen.

Wieder ein erstes Mal erfolgreich hinter uns gebracht…  

                     

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Super, dass Babykeks da so gut mitgemacht hat und scheinbar durchaus kooperativ gewesen ist 🙂 Bei der Testmama läuft gerade eine einmalige Parade zum Thema Zähneputzen mit Gewinn. Dein Artikel würde echt gut dazu passen! Lg

  • Nanu, wo ist mein Kommentar hin…?
    Schön, dass Babykeks sich so kooperativ gezeigt hat und scheinbar gar keine Angst vorm Zahnarzt hatte!
    Bei uns ist der Zahnarzt mein Onkel, dem kann Fiona getrost vertrauen 😉
    Bei der Testmama läuft gerade eine Parade mit Gewinnen zum Thema „Zähne“ – da würde dein Beitrag auch super reinpassen, wenn du noch verrätst, welche Zahnbürste Babykeks benutzt. LG

    • Huhu Viv,
      also ein Zahnarzt in der Familie ist natürlich klar von Vorteil 😉
      Danke für den Gewinnspiel-Tipp. Hatte ich auch schon entdeckt aber gar nicht daran gedacht, dass dies ja super passen würde 😉
      Lieben Gruß an dich und deine Lieben
      Sabrina

  • Das hast du toll gemacht, Keks!!!
    Wenn der Arzt vor 30 Jahren genauso einfühlsam mit mir umgegangen währe wie mit dem kleinen Mann, dann hätte ich bestimmt keine so schreckliche Heidenangst vor allem was mit „Zahnarzt“ zu tun hat! Ein Hoch auf die heutige Pädagogik!!!!!!ich wurde damals noch brutal festgeschnallt und seitdem ists Aus! Gottseidank hab ich super Zähne und kaum Zahnschmerzen!

    Liebe Grüße von Bibi Blocksberg
    Ps: Bitte Keksilein von mir loben, das hat er richtig klasse gemacht!!!

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