Als ich selbst noch ein kleines Mädchen war, fuhren meine Eltern mit mir und meiner kleinen Schwester nach Italien ans Meer. Ich habe nur schöne Erinnerungen an diese Zeit und kann mir gar nicht vorstellen, wie es für meine Eltern mit uns Beiden gewesen sein musste.

 

Eine Sache ist mir noch besonders in Erinnerung geblieben, wie meine Mutter uns immer lächelnd wissen ließ, dass die salzige Luft nun mal hungriger macht als die zu Hause. Ich habe nicht die geringste Ahnung, ob dies der Wahrheit entspricht, aber zu dieser Feststellung habe ich noch eine eigene hinzugefügt.

 

Nach einem „All inclusive“-Urlaub ist der Magen einfach viel zu groß, um sich mit den normalen Mengen zu Hause wieder abzufinden. Mit drei Mahlzeiten am Tag, immer der Möglichkeit, einen Snack gebracht zu bekommen, lassen sich die Magenwände nun mal dehnen.

 

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Zu Hause würde ich im Leben nie so viel essen wie im Urlaub! Meist lag auf meinem Frühstücksteller ein Käse-Schinken-Sandwich, ein paar Bohnen in Tomatensauce, zwei Speckstreifen und ein Spiegelei. Dazu trank ich einen Pfirsichsaft und fast einen halben Liter Tee. Zu Mittag gab es eine riesen Portion leckeren Salat mit vielen gehaltvollen Zutaten und vom Dressing mag ich erst gar nicht berichten 😉 Danach aß ich noch ein wenig von den süßen Teilchen, bevor wir uns völlig übersättigt zurück zum Zimmer bewegten. Am Abend ging es dann mit Fisch und Lamm weiter, dazu Beilage und natürlich die tägliche, unglaubliche Auswahl an Nachtisch. Ich liebe es, Käse zum Nachtisch zu essen und so habe ich wohl in zwei Tagen die Kalorienzahl einer normalen Woche zu Hause erreicht.

Ich gehöre zwar nicht zu den Kalorienzählern und eigentlich kann ich essen, was ich mag, ohne großen Befürchtungen verfallen zu müssen, aber aus Erfahrung weiß ich jetzt schon, dass die üblichen Portionen, die ich zu Hause kochen werde, unsere Mägen in der ersten Woche nicht wirklich zufrieden stellen wird  😉

 

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Mein Gott, das hört sich an, als wären wir nur am Schlemmen gewesen… Nur gut, dass die Hotelanlage auch ein wenig Pilates und Fit Balance anbot, das mein schlechtes Gewissen besänftigte, sobald ich mitmachte. Nach so langer Krankheit hatte ich Bewegung auch bitter nötig und spürte sogar einen Muskelkater nach der ersten Stunde. Das Plantschen mit Babykeks hilft auch ein wenig dabei, die riesigen Essenmassen abzubauen, die wir konsumierten und so hielt sich alles irgendwie trotzdem ein wenig die Waage.

 

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Nur der groß gedehnte Magen hat uns nach Deutschland zurückbegleitet und ich bin jetzt schon gespannt darauf, wie lange es dieses Mal dauern wird, sich wieder „umzustellen“. Ich werde es jedenfalls vermissen, nicht jeden Tag kochen und die Küche aufräumen zu müssen… Da bin ich meinem Liebsten sehr dankbar, dass er die Meinung vertritt, dass auch ICH Urlaub haben sollte und darum bei uns auch ein All-inclusive-Urlaub hin und wieder in Frage kommt…

 

         

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Oh, das hört sich einfach traumhaft an. Der Annahme, dass ein All-Inclusive-Urlaub den Magen dehnt, kann ich wohl nur zustimmen. Irgendwie hört sich das doch sehr nachvollziehbar an. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich noch nie in den Genuss eines solchen Urlaubs gekommen bin. Bislang haben wir unsere Reisen immer im Ferienhaus verbracht.

    • Huhu,
      hat alles seine Vor- und Nachteile… 😉
      Vielleicht klappt das All-inclusive-Ausprobieren ja schon bald… ich wünsche dir jedenfalls stets viel Spaß in deinem Familienurlaub…

      LG S.

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