Und Schwupps bin ich auch schon wieder eine Woche näher am Geburtstermin. Mein Baby ist nach wie vor der ungeschlagene Workout-Meister, wenn es darum geht, aktiv zu sein, wenn Mama doch eigentlich gerade schlafen wollte. Außerdem hat das kleine Menschlein ständig Schluckauf. Baby 2.0 ist so aktiv, dass ich mich nach kaum fünf Stunden ohne Tritte, Schluckauf oder heftigen Stemmen gegen meine jetzt schon geschundenen Organe richtig um es sorge.

 

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Aber jetzt mal der Reihe nach. Meine 25te Schwangerschaftswoche unterschied sich deutlich von meinem üblichen Alltag. Das lag nicht an meinem Baby, sondern am Liebsten und dessen Abwesenheit aus geschäftlichen Gründen.

 

Mir war nicht bewusst, wie viel Arbeiten mein Liebster mit bereits jetzt schon abnimmt. Zwar war Babykeks ein wahrer Engel, aber das Fehlen des Papas hat auch ihn aus der Routine geworfen, und so verbrachte er ganze vier Nächte bei mir im Bett. Und jeder, der ein vier jähriges Kind hat, weiß wie „unruhig“ solch ein Sprössling schläft. Was heißen soll, dass ich sehr unausgeschlafen und müde durch die Woche gegangen bin, und das, obwohl ich mir sehr fest vorgenommen habe, jede Sekunde Schlaf, die mir bis zur Geburt noch bleiben wird, genüsslich in mich aufzusaugen und auszukosten.

 

Hinzu kamen dann auch noch die außergewöhnlichen (und anstrengenden) Aktivitäten, die Fasching nun Mal mit sich bringt, und das alles hat meinen Körper sehr viel Kraft gekostet. Quittiert wurde mir dies natürlich sofort mit Rückenschmerzen, Krämpfen und üblem Sodbrennen. Meine Versuche, mein Baby und meinen Körper wieder zu beruhigen und zur „Normalität“ zurückzuführen, waren anfangs beschwerlich und nicht gerade von Erfolg gekrönt, doch zum Ende der Woche und mit der Ankunft meines Liebsten verbesserte sich alles wieder.

 

Gerade als Schwangere darf man auch psychologische Dinge nicht unterschätzen. Den Liebsten in einem umkämpften Krisengebiet zu wissen und eine Woche kein Wort mit ihm zu wechseln, hatte sicherlich zu meinem gestiegenen Stresslevel und somit mein allgemeines Wohlbefinden etwas negativ beeinflusst.

 

Ein ganz wunderbares Phänomen ist die Tatsache, dass sich mein kleines Workout-Baby sofort zu „beruhigen“ scheint, wenn Papas große Hand meine Bauchdecke wärmt oder der Klang seiner Stimme an die Babyöhrchen vordringt. Da könnte ich, als Mama, glatt neidisch darauf werden.

 

Während meines Unterrichts hatte ich in dieser Woche einen großen Schreckmoment: In der tänzerischen Frühförderung bin ich über ein Kind gefallen. So ein zwanzig Monate altes Wesen, das direkt unter mir steht und von meiner Babykugel völlig verdeckt wird, übersieht man leider leichter, als man denkt. Aber keine Sorge, meine Reflexe waren vorbildlich. Ich konnte das Kleine davor bewahren, von mir plattgewalzt zu werden, und rollte mich (dank jahrelangem Kampfsporttraining) geschickt ab, sodass mein Baby völlig unbeschadet blieb und nur meine Schulter ein wenig unsanft den Boden küsste. Auch wenn ich äußerlich völlig ruhig blieb und mit dem Unterricht fortfuhr, so schlug mein Herz mir doch bis zum Hals vor Schreck, und ich war sehr gerührt, dass alle anwesenden Mamis mir sofort zur Hilfe geeilt waren. Das machte mir leider sehr deutlich, dass ich wohl wirklich recht bald meine Vertretung einarbeiten sollte.

 

Generell kann ich wieder mit zufriedenem Lächeln sagen, dass es mir gut geht und ich auch der kommenden Schwangerschaftswoche gelassen und vorfreudig entgegenblicke…

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

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