Mir ist aufgefallen, wie unglaublich verspannt ich mein Baby oftmals halte. Zwar versuche ich stets, Babykrümel „richtig“ zu halten, um meine Muskulatur bestmöglichst zu schonen, aber leider gelingt mir das nicht immer. Häufig möchte ich ihn nicht wecken oder bin erleichtert, dass er endlich ohne Probleme trinkt, und es gibt noch so viele andere Sachen, die mich dazu bringen, eine unnatürliche und vor allem sehr verspannte Haltung einzunehmen.

 

Babykeks_Blog_Haltung.jpgAuch wenn ich mein Baby z. B. schlichtweg auf dem Arm halte, während ich koche, spüre ich nach kurzer Zeit bereits, dass sein Gewicht mir zusetzt. Da man als Mama sein Kind jedoch – sind wir ehrlich – sehr selten ablegen kann, erträgt man den Schmerz oder blendet ihn sogar gänzlich aus.

 

Dann gibt es natürlich auch noch die „positive“ Art, sich zu verspannen, weil man am liebsten seinen gesamten Torso um das Baby schlingen würde, beim Kuscheln, und durch das Nach-vorne-sinken der Schultern den Rücken belastet.

Da ich als Ballettlehrerin eine sehr gute Körperwahrnehmung habe, sind mir diese schlechten Angewohnheiten, meine Haltung zu misshandeln, wahrscheinlich mehr bewusst als anderen Mamis, und dennoch kann auch ich kaum etwas dagegen ausrichten.

 

Spüre ich jedoch, dass die Verspannungen wieder mal einen sehr heftigen Grad erreicht haben, versuche ich, mich durch Lockerung und Entspannungsübungen schnell wieder in den „Normalzustand“ zurückzuversetzten, was allerdings gar nicht so einfach und manchmal auch schlichtweg nicht zu schaffen ist.

 

Dennoch kann ich Einiges tun, um den schlimmsten Verspannungen zu Leibe zu rücken:

Beim Stillen achte ich darauf, dass Babykrümel richtig liegt und ich eine bequeme Position gefunden habe, bevor es losgeht, denn verkrampftes Sitzen ist weder für Mama noch für das Baby gut.

Wenn ich spüre, dass mein Rücken zu schmerzen beginnt, versuche ich schnellstmöglich, meine Haltung zu ändern, indem ich z. B. das Baby anders halte, mich wissentlich aufrichte und evtl. zusätzlich ein wenig dehne (Rücken überstrecken etc.)

Auch wenn ich mich am liebsten um mein Baby herumschlingen würde, versuche ich, meine Brustwirbelsäule wieder aufzurichten, den Kopf nicht nach vorne zu stecken und somit eine bessere Haltung zu erlangen, während ich es halte.

 

Nicht nur der Beckenboden und Bauch müssen nach einer Geburt wieder gestärkt werden. Auch der Rücken sollte ein anfänglich sanftes und später stärkendes und aufbauendes Training bekommen. Die Muskulatur ausschließlich durch das steigende Gewicht des Kleinen mitwachsen zu lassen, ist nicht unbedingt empfehlenswert. Stichwort: Rückenschule/Training/Stärkung.

 

Bewusstes Entspannen kann kleine Wunder wirken.

 

bathEin entspannendes Bad in warmem Wasser mit angenehmen Zusätzen oder eine Massage vom Partner. Auch Wärme, durch z. B. ein Kirschkernkissen, lindert anfängliche Schmerzen und Verspannungen. Oder eben ganz nach „Jakobson“, die angespannte Muskelgruppe willentlich zu entspannen.

 

Das Wichtigste ist jedoch, sich bewusst zu werden, wann und in welchen Situationen die Schmerzen auftreten, und aktiv versuchen, dem entgegenzuwirken.

 

Vieles lässt sich als Mama/Papa leider schlichtweg nicht vermeiden, aber auf Dauer lässt sich sicherlich etwas ändern und führt so letztlich zu einer Verbesserung der Situation.

 

Das Problem bzw. den Schmerzauslöser zu kennen, ist ein guter erster Schritt in Richtung Verbesserung.

 

Fällt euch noch ein Tipp ein, wie wir unsere „Baby-tragen-Verspannungen“ loswerden und unsere Haltung verbessern bzw. stärken können? Über eure Erfahrungen zu diesem Thema würde ich mich als Kommentar unter diesem Artikel sehr freuen.

 

In diesem Sinne wünsche ich euch einen entspannten Tag 🙂

Eure Sabrina

 

                     

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

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