Kennt ihr diesen unglaublich traurigen Gedanken auch?

„Dies ist höchstwahrscheinlich mein letztes Baby!“

 

Babykeks_Blog_nocheinBaby

 

Seit ich Babykrümel geboren habe, geistert mir dieser Gedanke beinahe täglich durch meinen Kopf. „Dies ist das letzte Mal, dass ich ihm dieses Kleidungsstück anziehen kann…“, „Das letzte Mal, dass ich ein so kleines Baby in meinen Armen wiege, es an mein Herz drücke und meine Wange an seinem warmen, flauschigen Haarschopf reibe…“

 

Es ist so unsagbar traurig und gleichzeitig so erfüllend und wunderbar zu sehen, wie mein eigenes Baby von Tag zu Tag größer, schlauer und „selbstständiger“ wird.

 

Als ich meinen ersten Sohn geboren hatte, konnte mir nichts schnell genug gehen. Babykeks‘ erstes Krabbeln, erster Zahn, erste Schritte, alles wurde von mir sehnlich herbeigewünscht und ich freute mich so sehr, wenn er einen Meilenstein geschafft hatte. Ich konnte kaum erwarten zu sehen, was nächste Woche aus ihm geworden sein würde, wie es sein würde, wenn er dies und jenes tun kann oder gar in den Kindergarten geht.

 

Dieser bittersüße Schmerz des „letzten Mals“ kannte ich zu diesem Zeitpunkt nicht und das obgleich der Liebste und ich damals noch gar nicht beschlossen hatten, ein weiteres Kind zu bekommen.

 

Mit Babykrümel ist dies alles anders… Natürlich bin ich stolz, wenn er sich flink wie ein Wiesel über das Laminat robbt, sein erstes „Mamamamamamaa“ von sich gibt oder einer Aufforderung nachkommen kann. Aber ein bisschen traurig ist es zugleich ebenso, denn jede Fähigkeit nimmt mir ein Stück mehr von meinem kleinen süßen Baby und schickt es auf den Weg zu diesem unglaublich aufgeweckten, selbstständig handelnden und denkenden, fünfjährigen, großen Jungen, wie es Babykeks bereits geworden ist.

 

Solch zwiespältige Gefühle können mitunter sehr verwirrend sein. Babykrümel befindet sich auf der Zielgeraden und lässt seine Baby-Ära mit wehenden Fahnen hinter sich. Nur noch wenige Tage, dann ist er offiziell ein Kleinkind.

 

War das mein letztes Baby?

 

Werde ich jemals wieder Leben in mir spüren? Unsägliche Ängste und unbändige Freude im selben Augenblick verspüren?

 

Ich weiß selbst nicht, wie diese Frage zu beantworten ist. Das Leben ist eben unvorhersehbar, voller Wunder und atemberaubend rasant.

 

Herzliche Grüße

Eure Sabrina

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Erstmal hast Du noch ein Baby und sooo lange dauert es dann auch nicht mehr, bis Du Deine Enkel be-Oma-en kannst 🙂
    Kinder sind etwas ganz besonderes. Man kann sie nicht im Internet bestellen, nicht zurückgeben und irgendwann ist es auch verantwortungslos, noch mehr in die Welt zu setzen – das beste Beispiel liefern gerade die Vierlinge in Berlin. Ich freue mich auf unser Baby, aber genau so auf die erste Nacht in der wir wieder durchschlafen können. Und um die ganzen schönen Erinnerungen zu bewaren, bloggen wir schließlich, oder nicht?

    • Lieber Sebastian,
      du hast absolut recht. Genau aus diesem Grund habe ich nämlich damals auch mit dem Bloggen begonnen. Danke für das daran erinnern…

      Herzlichst
      Sabrina

  • Liebe Sabrina,

    Du triffst mit Deinen Beiträgen immer mitten ins Mamaherz…

    Seit Julius’s Geburt vor 6 Monaten ertappe ich mich auch fast täglich bei genau diesen Gedanken die Du beschreibst. Und da bei uns die Familienplanung definitiv abgeschlossen ist, kullern beim Verräumen des Beistellbetts oder dem Kinderwagenoberteil schon immer ein paar Tränchen. Wehmütig räume ich kleine Bodys in Größe 50/56 weg, in genau dem Wissen, dass ich sie nicht mehr brauchen werden und kann jetzt schon wieder kaum glauben, dass mein kleiner Mann so klein war und ich ihn vor 6 Monate noch unter meinem Herzen trug.

    Ich sage jetzt schon Sätze wie „Wo ist denn mein frisch geborenes Baby hin, dass nur geschlafen, getrunken und gekuschelt hat?“ Mein Süßer sitzt jetzt schon auf meinem Schoß und „untersucht“ den Hirsekringel, liegt auf dem Boden und gluckst glücklich vor sich hin, während er neugierig seine Umgebung und uns beobachet.

    Ich versuche so oft es im Alltag möglich ist, kurz inne zu halten und die innigen Momente intensiv in mein Herz aufzusaugen…es ist für mich die letzte eigene Babyzeit.

    Jetzt höre ich auf zu schreiben, denn irgendwie füllen sich meine Augen gerade mit Wasser…

    Fühl‘ Dich gedrückt!

    Liebe Grüße

    Sandra

    • Liebe Sandra,
      Vielen Dank für deinen tollen Kommentar. Kurz innehalten und richtig dolle genießen ist wohl auch das einzige, dass uns Mamis bleibt…
      Du hast zwei ganz tolle Kinder und ich wünsche Dir von Herzen, dass du noch viele „unvergesslich“ schöne Momente mit ihnen erleben wirst auch lange über die Babyzeit hinaus…

      Alles Liebe
      Sabrina

  • Liebe Sabrina,

    nur Mut – Du schreibst zu recht, das Leben sei unvorhersehbar! Wer weiß, wie es für Euch noch kommt? Und wenn Du solche Sehnsucht hast, wird es vielleicht doch nicht Euer letztes Baby 😉

    Viele liebe Grüße und eine wunderschöne Kleinkindzeit

    Deine Küstenmami

    • Liebe Küstenmami,
      ja – wer weiß… wer weiß… 😉
      Vielen Dank für Deine lieben Worte.

      Herzlichst
      Sabrina

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