Die erste räumliche Veränderung steht uns im Babykeks‘ Zuhause bevor. Bislang gab es keine nennenswerten Aktionen, die das optische Bild unseres Zuhauses verändert hätten.

Man hört aber oft, dass derartige Veränderungen für Kinder nicht so spurlos vorüber gehen, wie für uns Erwachsene. Aus diesem Grund machen wir Babykeks schon seit Wochen die große Veränderung schmackhaft.

Ich träume schon seit Jahren von einem riesigen Bücherregal für all meine literarischen Lieblinge.Endlich erfüllt sich dieser Herzenswunsch.

Bildquellenangabe: Petra Bork / pixelio.de

Auslöser war unser dreiwöchiger Sommerurlaub. Als wir nach Hause kamen, stellte sich das vertraute Gefühl von Geborgenheit selbstverständlich sofort wieder ein, aber seltsamerweise hatten mein Liebster und ich gleichzeitig diesen Drang, dennoch etwas zu verändern.

Wir schauen nun schon seit über sieben Jahren auf das warme Terrakotta-Orange unserer Wohnzimmertapete und ich kann euch gar nicht sagen, wie satt ich mich daran gesehen habe. Es wirkt regelrecht erdrückend mittlerweile.

Eines dieser von mir heiß geliebten Gespräche, eingelullt in die warme Decke unseres Bettes, brach dann den Durchbruch. Wir renovieren unser Wohnzimmer!

Gleich am nächsten Tag rief ich einen befreundeten Malermeister an und bat um ein Treffen, zwecks Auftragsbesprechung. Ich muss gestehen, dass ich mir schon vor dem Gespräch mit dem Liebsten ausgemalt (und auch ausgemessen) hatte, wie unser Wohnzimmer künftig aussehen soll.
Zeitlich und finanziell ist mein Traum-Raum absolut im Rahmen und ich freue mich schon sehr darauf, bald ein „Vorher-Nachher“-Bild zeigen zu können.


Babykeks nimmt die Sache jetzt noch sehr leicht – aber ich denke, dass er noch nicht ganz begriffen hat, dass sein zweitliebster Raum in der Wohnung bald ganz fremd sein wird. Dennoch bereite ich ihn täglich ganz behutsam darauf vor und die Vorstellung, bald eine eigene Baustelle zu Hause zu haben, fasziniert ihn ungemein 😉

Seltsamerweise beschleicht mich seit kurzem jedoch ein wenig „Abschieds-Schmerz“. Ich habe stets große Sorgfalt bei der Instandhaltung unserer Möbel wallten lassen und kann sie auch guten Gewissens zu einem fairen Preis verkaufen, dennoch fühlt es sich plötzlich seltsam an, zu wissen, dass dieses Terrakotta-Orange, das noch den Grundstein unserer Familie miterlebt hat, bald für immer fort und nur noch eine warme Erinnerung auf Fotografien sein wird. Sehr eigenartig, was unsere Gedanken manchmal mit unserer Vernunft so anstellen…

Wie das aber immer so mit Umbauten ist, hat sich natürlich auch schon etwas Negatives eingeschlichen. Unsere schönen Wohnzimmermöbel waren bereits verkauft, aber leider ist der Käufer plötzlich mit einem eigenartigen Grund abgesprungen und nun muss ich innerhalb von vier Tagen die Möbel weg bekommen oder eben einen Platz dafür finden. Dies erscheint mir fast unmöglich, aber für den Sperrmüll sind sie absolut zu schade!

Als Vorbereitung auf die große Änderung habe ich natürlich schon kräftig ausgemistet und sämtliche Wohnzimmerschränke und Schubladen ausgeräumt. Ich bin ganz stolz, dass ich mich von vielem „unnötigen“ Kram getrennt habe und nun genug Freiraum habe für Neues.

Diese Umbau- und Aufräum-Stimmung tut unseren vier Wänden richtig gut und fühlt sich gerade jetzt sehr richtig an. Ein wenig Ballast abwerfen, um Platz für Neues und Schönes zu schaffen.
Die perfekte Vorbereitung auf die „dunkle“ Jahreszeit.
                     

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Sabrina

… wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Oh, da bin ich aber schon sehr auf die vorher-nachher-Bilder gespannt! Ich denke, Babykeks wird es bestimmt ganz gelassen nehmen wenn die Aussicht auf eine eigene Baustelle besteht 😉 aber ich kann es dir/euch nachfühlen, dass es auch seltsam ist, wenn das terracottaorange auf ein mal Geschichte ist… Weine nicht weil es vorbei ist sondern lächle weil es so schön war. auf ein neues (Wohnzimmer)!

  • Ich finde auch das Renovieren, Möbel umstellen oder manchmal auch nur ein gründliches Aufräumen und Ausmisten gute Laune schafft. Sich von manchen Eigentümern zu trennen kann einen richtig befreien.
    Inwiefern empfinden kleine Kinder denn solch eine Veränderung? Kann es verstehen, wenn man das ganze Haus umbaut, aber auch wenn man nur ein Regal im Wohnzimmer erneuert?
    Viele Grüße, Katja

    • Hallo Katja,
      große Veränderungen sind für kleine Kinder immer mit Stress verbunden, da die Kinder noch sehr von Routine und Gewohnheiten abhängig sind, um ein stabiles Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu empfinden. Das bedeutet aber nicht, dass jedes Kind, das umziehen muss oder neue Möbel vor die Nase gesetzt bekommt einen Schaden davon trägt… Wie bei allem ist Feinfühligkeit und Vorbereitung seitens der Bezugspersonen das Wichtigste. Außerdem lassen sich nicht alle Kinder über einen Kamm scheren. Die einen stecken einen Wohnungs/Haus-Wechsel locker weg, während die anderen monatelang damit zu kämpfen haben.
      Ich halte das Bauchgefühl der Eltern immer noch für das Beste. Mein Bauch sagte mir vor der Renovierung, dass wenn ich Babykeks mit einbeziehe, ihn glauben lasse, dass seine Hilfe eine große Erleichterung ist, er mit größeren Veränderungen besser klar kommt. Und so war es dann auch. Zu Anfang fragte er noch nach den alten Sachen und wollte genau wissen was damit geschehen ist, aber das ging schnell vorbei. Vorbereitung, Verständnis und Feingefühl sind das A und O bei der Sache.
      Außerdem hatte ich mich im Internet auf vielen Seiten über die verschiedenen Reaktionen von Kindern auf Renovierungen und Umzüge informiert und war so auf mehrere Varianten vorbereitet.
      Ganz lieben Gruß
      Sabrina

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