Da gab es diesen alten, klapprigen Schaukelstuhl, in dem meine Mutter mich damals schon gestillt hatte. Vor Jahren habe ich mir diesen in weiser Voraussicht unter den Nagel gerissen und hingebungsvoll restauriert. Abgeschmirgelt, in vier verschiedenen Farben optisch sehr ansprechend angestrichen und mit teurem Holzlack versiegelt. Er was das erste Möbelstück in unserem Babyzimmer und ich habe mich immer auf den Tag gefreut, an dem ich mit meinem eigenen Baby darin schaukeln kann. Am Anfang meiner Schwangerschaft war mir fast konstant übel und später war der Bauch so monströs, dass ich mich nicht getraut habe, im Stuhl zu sitzen, aus Angst nicht mehr alleine herauszukommen. Endlich war dann der Tag da und ich konnte ohne „Geburtsschmerzen“ mit meinem kleinen Engel im Stuhl sitzen und sanft hin und her schaukeln.

Allerdings zerplatzen all meine Träumereien recht bald darauf, denn mir wurde furchtbar übel davon. Die ersten Male habe ich versucht, mir einzureden, dass die Übelkeit auf die Erschöpfung und den Schlafmangel zurückzuführen ist. Aber sehen wir den Dingen ins Auge: Dass ich übelst seekrank bin, habe ich während unseres Trips zum Great Barrier Reef feststellen müssen, und dass es so schlimm ist, dass ich nicht mal schaukeln kann, habe ich mir jetzt auch endlich eingestehen müssen 🙁

Sooo schade, aber wenn man meinen Bekannten Glauben schenkt, auch sehr belustigend…

Babys wird es übrigens bis ins Alter von zwei Jahren nicht schwindelig – sie lieben die räumliche Desorientierung nicht nur beim Schaukeln, sondern auch auf jede andere Art und Weise…

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Sabrina

… wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Ich hatte die gleichen Probleme mit meinem kleinen auch 😀 – Hab mich in dem Text komplett wieder erkannt.

    Ich habe mir dann auch eine Alternative zur Schaukel gesucht und bin bei einem Tripp-Trapp gelandet. Bin super zufrieden und das Füttern klappt jetzt auch wieder besser 🙂

    Liebe Grüße

  • Während der Schwangerschaft saß meine Frau oft in einem Schaukelstuhl. Ihr wurde dabei allerdings nie übel. Positiver Aspekt war, dass das Baby sich dann immer ruhig in einer Ecke im Bauch kuschelte.
    Auch heute noch liebt unser Kleiner es, wenn man mit ihm zusammen im Schaukelstuhl schaukelt.

    Liebe Grüße

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