Eltern-Kind-Blogparade Aufgabe #3

geschrieben von am 26. Januar 2012

In dieser Woche hat die Testmama ein Thema ausgewählt, das mein Herz höher schlagen lässt. Es geht um Bücher!

Ich liebe Bücher und ich muss gestehen, dass mir das tägliche Lesen, seit es Babykeks gibt, wirklich sehr fehlt. Früher verschlang ich Bücher und heute komme ich manchmal nicht einmal in zwei Wochen dazu, ein Buch aufzuschlagen und in Phantasie zu versinken. Nun ja, so ganz wahr ist das doch wieder nicht, denn ich lese täglich so an die fünf bis zwanzig verschiedene Bücher, nur sind diese ziemlich  dünn, kunterbunt und enthalten nicht unbedingt viel Text.

Während meiner Schwangerschaft las ich meinem ungeborenen Baby unzählige Wälzer vor, damit er sich an meine Stimme gewöhnte und weil es mir Freude machte – zu diesem Zeitpunkt war das nicht ganz Kinder-geeignete Genre noch in Ordnung…

An dem Tag, als ich mit meinem Sohn das Krankenhaus nach seiner Geburt das erste Mal verließ, begann für ihn die Welt der Bücher. So winzig er war und obwohl sein Sehvermögen alles andere als scharf war, geschweige denn, er bunt sehen konnte, hielt ich ihm das erste Mal ein Buch vor sein Näschen und zeigte ihm sein erstes Kinderbuch. Es war quadratisch, so groß wie meine Handfläche und zeigte pro „Papp-Seite“ eine Abbildung: ein Haus, den Mond, die Sonne, einen Teddy und einen Goldfisch. Mit diesen Dingen tauchte mein Babykeks zum ersten Mal in seinem Leben ein in die unbeschreibliche Welt der Literatur…

Ich liebte es ihn zu stillen, denn immer wenn er trank, las ich meine Bücher. Seither hat sich viel getan. Erst kamen die Babybücher, dann die Fühl-Bücher, welche rascheln und knistern, und natürlich sind die Badewannen-Bücher nicht zu vergessen. Dann wurde Babykeks neugieriger und wir kauften ihm die ersten Wimmel-Bücher, die nach wie vor schwer angesagt sind. Mittlerweile (mit 2 Jahren) mag er lieber kurze Geschichten, die zwar bunt bebildert sein sollten, aber dennoch ordentlich Fließtext zum Vorlesen aufweisen. Pixi-Bücher sind ebenfalls nicht mehr aus seinen Favoriten wegzudenken.

Ich selbst erinnere mich noch sehr deutlich an die klassischen (Grimm)-Märchen oder den „Struwwelpeter“. Aber bis Babykeks dafür alt genug sein wird, vergeht noch ein wenig Zeit und außerdem bin ich der Meinung, dass es mittlerweile auch pädagogisch weniger „grausame“ Bücher auf dem Markt gibt, die ich ihm dann vorlesen werde. Was nicht bedeutet, dass ich ihm nicht auch – wenn die Zeit reif ist – meine alten geliebten (Grusel-)Kinderbücher vorlesen werde, die mir selbst und meinen Jahrgangsgenossen anscheinend ganz gut getan haben :-)

Ich erinnere mich kaum daran, wie meine Eltern mir als Kind vorlasen, obgleich sie das zweifelsfrei getan haben. Meine prägende Erinnerung war die unglaublich wundervolle Fähigkeit meines Vaters, mit den gefühlten 5 Millionen Kuscheltieren, die mit mir das Bett teilten, jeden Abend eine andere „Vorstellung“ zu geben oder Tiergeräusche zu imitieren und fantastische Geschichten über das Weltall zu erzählen. Ich wünschte sehr, dieses außergewöhnliche Talent, frei Geschichten zu erfinden, wäre auch auf mich übergegangen – aber solange dieses Gen noch in mir schlummert, lese ich mit Hingabe und großer Freude all die Bücher meines Söhnchens mit.

Oftmals ertappe ich mich sogar dabei, dass ich ihn ein wenig in der „freien“ Auswahl seiner Lektüre auf dem Regal beeinflusse, weil ich selbst ein bestimmtes Buch von ihm gerne wieder lesen würde. Mit gerade mal zwei Jahren liest er genauso gerne wie ich und kann seine Lieblingsbücher – sogar die mit 10 Minuten Vorlesezeit – komplett auswendig mitsprechen. Bücher sind sooo wichtig für die Entwicklung und ich bin sehr froh, dass mein Liebster und ich das Vorlesen nicht als Last empfinden, sondern bei allen Geschichten mitfiebern, jeder einzelnen Figur ihre eigene Stimme geben und nur durch unsere Fähigkeit, Buchstaben zu Wörtern und Wörter zu Sätzen und Sätze zu schönen Erzählungen  bilden zu können, Babykeks die besten (Phantasie-)Reisen seines Lebens ermöglichen.

Auch diese Woche hat die liebe Testmama drei Sponsoren für die Eltern-Kind-Blogparade aufgetan: Sponsor eins ist: GoBo-Kinder. Sponsor Nummer zwei ist der Coppenrath-Verlag und Nummer drei: shopclever.de. Vielleicht haben wir ja Glück…  da Babykeks für Sponsor eins und zwei schon zu groß ist, würden wir uns natürlich über den shopclever.de-Gutschein freuen.

Man kann eben nie genug Bücher haben…

Bis nächsten Donnerstag, wenn es heißt: Eltern-Kind-Blogparade Aufgabe #4