Kalenderwoche 22/2014 ist meine 37. Schwangerschaftswoche

 

Wohnzimmer umstellen, Schränke auswaschen, Kleider sortieren, am liebsten ein neues Blogdesign zaubern… alles Dinge, die in meinem Kopf sehr reale Gestalt annehmen, aber einfach nicht mehr durchführbar sind. Zum einen weil ich es körperlich einfach nicht mehr schaffe und zum anderen, weil meine Fähigkeit, sich länger als 30 Minuten auf eine Sache zu konzentrieren, stark schwächelt.

 

Ich stehe unter Strom, bin voller Tatendrang, und wenn ich etwas anpacke, bin ich nach kaum zwanzig Minuten so erschöpft, dass ich erstmal das Doppelte der Zeit zur Regeneration brauche.

 

Tja, so ist das eben, wenn man mit großen Schritten auf die Geburt zugeht und das Baby täglich größer und schwerer wird. Zu all diesem „Chaos“ kommen dann auch noch die derzeitigen Wetterkapriolen in unserer Region dazu, die mich kreislauftechnisch bereits das eine oder andere Mal aufs Heftigste gefordert haben.

 

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Dennoch kann ich nach wie vor behaupten, dass es mir gut geht, dass ich mich auch gut fühle. Es mag sich paradox anhören, aber es ist wirklich so. Ob es an meiner Einstellung liegt oder medizinisch nachweisbar ist, kann ich euch beim besten Willen nicht sagen, aber solange ich mich in meiner Haut wohl fühle, mag ich selbstverständlich nichts daran ändern.

 

Ein weiteres Indiz dafür, dass die Geburt nicht mehr in weiter Ferne ist, sind die Blicke, die ich von Anderen zugeworfen bekomme. Sehr belustigend sind die Kontrollblicke meines Liebsten, der jedes Mal, wenn mir ein leichtes Stöhnen oder ein ausgewachsenes Entrüsten entfährt, aufs Genauste prüft, ob ich evtl. eine ernst zu nehmende Wehe habe und es los geht.

 

Ich höre mich auch ständig Versprechungen machen, dass mein kleines Söhnchen noch brav weiter „garen“ wird und nicht zu früh kommen möchte, und das, obwohl ich eigentlich nicht wirklich Einfluss darauf habe. Aber das scheint mein Umfeld zu beruhigen und mich auch ein wenig, denn eigentlich ist noch nicht wirklich alles bereit für die Ankunft des Krümelchens bei uns zu Hause.

 

Allerdings nähere ich mich auch in Sachen Besorgungen dem Ende. In meinem Kopf ist ein durchaus realisierbarer Plan gereift, und dank Online-Shopping erreichen mich demnächst einige Pakete mit wertvoller Babyausstattung, die uns noch fehlte.

 

Die vielen „Das wird schon alles“-Gedanken schwirren häufig durch meinen Kopf, dicht gefolgt von „Hab ich genug Schlafanzüge für die Klinik? Egal.“-Gedanken. So richtig bereit bin ich wohl doch noch nicht ganz, aber ich habe ja auch (hoffentlich) noch ein bis zwei Wochen Zeit.

 

Freunde treffen fühlt sich derzeit ein wenig wie Abschied an, auch wenn mir bewusst ist, dass dies Quatsch ist. Aber ich weiß, dass ich erstmal wieder ganz andere Prioritäten haben werde, mich von der Geburt erholen möchte und ganz für meine gewachsene Familie da sein möchte, bevor ich mich wieder an die Welt da draußen annähre…

 

Ich bin schon sehr gespannt, wie ich mich nach der Ankunft von Baby 2.0 fühlen werde und habe Hoffnung, dass ich viel schneller als beim ersten Mal wieder zurück in die „Normalität“ finden werde. Und ja – ich finde auch, dass sich das eigenartig anhört, aber ich weiß mich ausnahmsweise mal nicht besser auszudrücken.

 

Die „privaten“ Vorbereitungen laufen jedenfalls auf Hochtouren. Ich führe viele „Gespräche“ mit meinem Baby, bereite ihn und mich auf das Kommende bestmöglichst vor, gehe brav zur Akupunktur, öle regelmäßig meine Babykugel ein und habe nun auch vorsorglich die Dammmassage zu meinen täglichen Mutterpflichten ergänzt.

 

Außerdem habe ich endlich Bücher für die Stillzeit bestellt und achte peinlich genau darauf, dass Handy und iPad stets vollgeladen sind, damit ich sie jederzeit in die Kliniktasche werfen kann, wenn es los geht.

Ihr seht – jede Woche bin ich besser ausgestattet 😉

 

Woche 38 – du wirst herbeigesehnt! Ich möchte endlich mein Baby mit all meinen Sinnen erleben dürfen!

 

 

 

Dem aufmerksamen Leser unter euch wird aufgefallen sein, dass dieser Artikel vor zwei Wochen hätte erscheinen müssen *hüstel* Darum reiche ich Woche 38 und natürlich bald 39 so schnell wie möglich nach. Nicht dass Krümelchen noch vor dem Artikel da sein wird! Man sehe mir diese Verzögerung bitte schwangerschaftsbedingt und gnädigerweise höflich nach 😉 Danke! 

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Sabrina

... wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

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