Möchte nicht jeder Blogger, dass seine Artikel „Gutes tun“? Ich freue mich immer ganz besonders, wenn ich einen Artikel veröffentlichen kann, von dem ich weiß, dass er Anderen das Leben erleichtern könnte.

 

Spendenaktion-Blogparade-Eltern-und-Kind

Spendenaktion-Blogparade-Eltern-und-Kind

In der Dezember-Aufgabe der Eltern-Kind-Blogparade hat die testmama wieder eine wunderbare Spendenaktion an Land gezogen und selbstverständlich möchte ich auch dieses Mal helfen, damit durch mein Artikel (immerhin) 3 Euro an die Deutsche Krebshilfe gespendet wird, von der Seite hautarzt-suche.de

 

Allerdings muss ich zugeben, dass ich die Aufgabe schwierig finde… Denn es geht darum, ob man im zurückliegenden Jahr etwas „Gutes tut oder wen ihr kennt, den ihr für seine Spendenbereitschaft, seine Hilfsbereitschaft oder seinen Einsatz bewundert.“

 

Ich muss gestehen, dass mir nicht spontan einfällt, was ich besonders „Gutes“ im Jahr 2012 getan haben soll. Natürlich gibt es da stets die Kleinigkeiten und die Hilfsbereitschaft, die für mich selbstverständlich sind. Aber eine große, glänzende Sache mag mir nicht einfallen und das lässt mich ein wenig traurig werden und weckt Scham in mir. Leider kenne ich auch niemanden, der heroische Taten vollbracht hat oder derart beeindruckt mit seiner Nächstenliebe, dass er mir spontan in den Sinn kommen würde. Wenn die Babykeks-Familie spendet, dann meistens „Altkleider“ oder Möbel an die Sammelstellen für „Bedürftige“ oder eben die Kollekte in der Kirche. Gerne helfen wir auch für den Kindergarten, Spenden zu sammeln, in Form von Basaren, Kuchenverkauf etc.

 

Allerdings habe ich oftmals das Gefühl, in meinem Beruf am meisten tatsächlich etwas bewirken zu können und davon möchte ich euch erzählen.

 

In der letzten Unterrichtswoche eines Jahres finden in meinen Ballettklassen immer „offene Stunden“ statt. Das bedeutet, dass die Eltern, Großeltern, Geschwister etc. den Tänzern zusehen dürfen. Dafür wird natürlich fleißig geprobt und jedes Jahr habe ich ein mulmiges Gefühl, dass die Eltern unzufrieden sein könnten oder mir unangenehme Fragen stellen würden. Dieses Jahr war es besonders schlimm, da ich wegen einer längeren Krankheit und später auch noch meines Knochenbruchs viele Stunden in Vertretung abgeben musste. Doch als die Eltern nach den offenen Stunden zu mir kamen, hörte ich nur Positives.

 

Wie gerne ihre Kleinen zu mir kommen und wie viel Eindruck ich auf diese kleinen Menschen mache. Da wurde mir wieder einmal bewusst, wie viel Einfluss ich auf das Leben und Denken dieser kleinen Personen habe und das macht mich stolz. Ich nehme diese Verantwortung immer sehr ernst und bin wohl aus diesem Grund immer so aufgeregt, wenn ich am Jahresende Feedback bekomme.

 

In meinen Eltern-Kind-Gruppen ist das anders, denn hier sind (zumeist) die Mütter stets dabei. Dort gebe ich ihnen Vorschläge und Ideen mit, die sie dann später zu Hause mit ihren Kleinen umsetzten können. In diesem Teil meiner Arbeit erhalte ich die Möglichkeit, „sofort zu helfen“, denn wenn eine Mama mit verzweifelten Fragen bzgl. Erziehung oder Verhalten des Kindes zu mir kommt, kann ich ihr Tipps geben, ihr auch ein bisschen Einblick in das nicht immer „perfekte Leben“ der Babykeks-Familie geben und so den Druck an sie/sich selbst verringern und manchmal auch Verbesserungsansätze vorschlagen.

 

Das ist meine Art zu helfen. Das macht mich glücklich. Es mag sich nicht gerade heroisch anhören, aber das ist die ehrlichste und purste Art, wie ich Anderen helfe. Für mich funktioniert es, einfach in vielen kleinen Dingen „Gutes zu tun“, als einmal im Jahr einen Betrag an irgendeine Organisation zu spenden. Sicherlich teilen sich in dieser Sache die Meinungen der Menschen, aber ich bin der Meinung, wenn jeder tut, was er am besten und ehrlichsten kann, ist das schon ein sehr, sehr guter Ansatz für die Zukunft.

 

                              

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Sabrina

… wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Also ich find das mal eine sehr offenen und ehrlichen Beitrag und kann dir da nur zustimmen, denn offensichtlich grosse *hilfe* kann ich bei mir auch nicht finden. Aber das alltägliche und für uns *normale,alltägliche* ist es auch schon öfters mal….das zeigt ja dein Bericht zu deiner Ballettgruppe….

    Mach einfach so weiter, denn ich denke das ist so ein ganz guter Weg.

    Liebe Grüße und dir und Babykeks einen guten Rutsch ins neue Jahr gewünscht.

    Bibilotta

  • Frohes Neues!

    Ich finde, man muss nicht unbedingt eine Spende in Form von Geld tätigen. Man kann schließlich auch durch Beratungen oder eben den Unterricht in einer Ballettgruppe viel Gutes tun und darauf kamm es ja an – Gutes tun. Wie man zu diesem Ziel kommt ist doch egal. 🙂

    Und durch Sachspenden in Form von Altkleidern kann man natürlich auch viel Gutes tun.

    Durch Deinen Beitrag werden nun 3€ an die Deutsche Krebshilfe gespendet – vielen Dank! 🙂

    • Hi winzieee,
      Danke schön! Hoffentlich sind diese 3 Euro nicht nur einen Tropfen auf den heißen Stein und durch die anderen Teilnehmern kam ein guter Betrag zustande…
      Vielen Dank für die netten Worte.
      Herzlichst
      Sabrina

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