Milchzahn die Zweite. Jetzt rede ich!

Milchzahn die Zweite. Jetzt rede ich!

Über diesen Artikel freue ich mich ganz besonders, denn zum zweiten Mal in der Geschichte des Babykeks-Blogs beantwortet mir heute der erfolgreiche Autor Thomas Scholtyssek neugierige Fragen zu seiner Buch-Fortsetzung mit dem zauberhaften Titel: Milchzahn die Zweite – Jetzt rede ich!“

Und der Freude nicht genug, werden drei meiner Leser ein brandneues Exemplar gewinnen können!

 Lieber Thomas, vielen Dank, dass du dir abermals die Zeit nimmst, um mit mir zu plaudern!

Dein erstes Buch zum weitumgreifenden Thema Elternschaft war mit ein wenig bitterem Beigeschmack verbunden, denn deine Frau erkrankte am lebensbedrohlichen HELLP-Syndrom und so wurde euer Sohn in der 32ten Schwangerschaftswoche als Frühchen geboren. Hast du den Eindruck, mit deinem Buch etwas bewirkt zu haben, und dass es –vielleicht sogar dank der Aufklärung darin – zu einigen Lebensrettungen gekommen sein könnte?

Liebe Sabrina, vielen Dank für Deine netten einleitenden Wort und die Möglichkeit Deine Fragen wieder beantworten zu dürfen. Ich denke schon, dass ich durch die beiden „Milchzahn Bücher“ etwas Aufklärungsarbeit zum leider immer noch relativ unbekannten HELLP Syndrom leisten konnte bzw. kann und das, obwohl beide Bücher völlig unterschiedlich geschrieben sind. Auch auf Lesungen und Veranstaltungen frage ich immer gerne einleitend, wer der anwesenden Mütter und Väter bzw. werdenden Eltern das HELLP Syndrom kennt und ganz oft blicke ich dabei in ratlose Gesichter. Ob es dadurch zu einigen Lebensrettungen gekommen ist, weiß ich leider nicht, aber ich denke, Aufklärungsarbeit bei so einem Thema ist immer hilfreich!

Nachdem Marlon zwei Monate zu früh geboren wurde und du „Hals über Kopf“ in die Vaterschaft gestürzt bist, hat sich sicherlich Vieles verändert. Marlon ist nun bereits ein Kindergarten-Kind. Empfindest du deine Vaterrolle mittlerweile mit größerer Wertschätzung oder hat euch nun die Normalität eingeholt?

Die Normalität hat uns absolut eingeholt. Zwar werde ich durch meine Bücher, Lesungen und Leseranfragen immer mal wieder mit den Erlebnissen der Vergangenheit konfrontiert, aber ich denke man lebt durch den üblichen Arbeits- und Familienalltag im Jetzt. Ich würde uns als völlig normale Familien bezeichnen mit allen Höhen und Tiefen die man so durchlebt. Natürlich bin ich mir meiner Vaterrolle völlig bewusst, ich selbst sehe mich aber als völlig normalen Papa, der halt nur gerne u.a. Bücher zu den gemeinsamen Erlebnissen aufschreibt. Das diese Erlebnisse mittlerweile größtenteils mit jeder Menge Humor gepaart sind, ist halt ein schönen Nebeneffekt. Bei uns in der Familie wird viel gelacht 🙂

In deinem Buch „Achterbahn zum ersten Milchzahn“  hast du dir das Erlebte von der Seele geschrieben. Nun steht der Nachfolger „Milchzahn die Zweite – Jetzt rede ich“ in den Regalen. Welche Hauptgründe haben dich angetrieben, als du beschlossen hast, deine Leser auch weiterhin an der eher privaten Entwicklung deiner Familie teilhaben zu lassen.

Das waren mehrere Gründe. Nach dem ersten Buch „Achterbahn zum ersten Milchzahn“ wollte ich zwar nicht ausschließen, ein weiteres Buch über uns zu veröffentlichen, aber so richtig dran geglaubt, habe ich mangels Zeit daran zuerst nicht. Dann kamen nach einiger Zeit die ersten Leseranfragen die unbedingt wissen wollten, wie es uns als Familie nun geht bzw. wie sich unser Leben weiterentwickelt. Diese Anfragen wurden zumeist direkt an den Verlag gesendet, mit der Bitte um Weiterleitung. Irgendwann ist dann auch der Verlag auf mich zugekommen, ob ich mir nicht vorstellen könnte, so eine Art Fortsetzung zu schreiben. Und dann hatte ich die zündende Idee, dass Fortsetzungsbuch diesmal aus der absolut humorvollen Sicht meines kleinen Sohnes Marlon zu schreiben. Da hat man dann auch als Autor literarisch ganz neue, andere Möglichkeiten. Insofern lag der Titel auch fast auf der Hand. „Milchzahn die Zweite- Jetzt rede ich“, denn reden kann unser Sohn, fast ununterbrochen. Allerdings passte das Buch dann inhaltlich nicht mehr ins Verlagsprogramm des Sankt Ulrich Verlages, was allerdings nicht so schlimm war, da sich relativ schnell schönerweise mehrere interessierte Verlage für das Manuskript bei mir meldeten.

Dieses Mal „erzählst“ nicht du die Handlung des Buches, sondern dein Sohn Marlon selbst. Ist es nicht schwierig, als erwachsener Mensch, Abenteuer aus den Augen eines Vierjährigen in ein ganzes Buch zu verwandeln und sich dabei mehr als einmal selbst auf die Schippe zu nehmen?

Überhaupt nicht. Das hat sogar richtig viel Spaß gemacht. Ich denke die meisten Eltern werden das kennen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht eine besondere Situation erlebt, wo man als Elternteil staunt oder einfach lachen muss. Und wenn man das Ganze dann auch noch gezielt beachtet, bekommt man als Autor und Papa unendlich viele Ideen geliefert. Da kann man sich selbst auch schon mal gerne auf die Schippe nehmen.

 

Als du Marlon aus „Achterbahn zum ersten Milchzahn“ vorgelesen hast, war er nicht mit allem „einverstanden“, was Papa geschrieben hat. Wie verhält sich das nun mit deinem neuen Buch. Wurde es auch definitiv von Marlon abgesegnet?

Das Buch ist von Marlon „abgesegnet“, soweit das ein Kleinkind absegnen kann. Ihm gefallen die Bilder gut 🙂 Wie er das Ganze natürlich später beurteilt, wenn er größer ist, kann ich nicht sagen. Vermutlich wird er sagen: „Papa Du warst damals voll peinlich“.

 

Trotz Marlons gerade mal vier Jahren berichtet „er“ eindrucksvoll und vor allem informativ über viele Dinge, die wir Leser als wahren Tipp verstehen dürfen, zum Beispiel in Sachen Kinderkrankheiten überstehen, Kindergartenalltag oder wie ihr Eltern ihn generell erzieht. Würdest du sagen „Milchzahn die Zweite“ ist ein kleiner versteckter Elternratgeber?

Ich würde sagen, das Buch „Milchzahn die Zweite-Jetzt rede ich“ ist ein sehr unterhaltsames Buch geworden, gepaart mit vielen Tipps, die oft halt auch sehr humorvoll gehalten sind. Das war mir auch sehr wichtig. Und was ich immer wieder zu hören bekomme, dass Eltern mir berichten, dass sie bestimmte beschriebene Situationen genauso erlebt haben. Eine bestimmte Szene im Buch ist z.B. ein Einkauf mit Marlon im Supermarkt, der aus dem Ruder laufen könnte…., oder auch eine Situation im Parkhaus, ohne zu viel vorab verraten zu wollen. Es ist sicherlich kein typischer Elternratgeber…

 

Dein neues Buch liefert aber nicht nur uns Lesern wertvolle Inhalte, sondern trägt darüber hinaus auch zu einer wirklich guten Sache bei. Bitte berichte den Babykeks-Blog-Lesern über die Spende, die durch jedes verkaufte Exemplar getätigt wird.

Das ist eine ganz schöne Sache die da auf Initiative meines neuen Verlages „Monika Fuchs“ zustande gekommen ist. Auch im „Milchzahn die Zweite“ wird im Anhang nochmal separat aus das HELLP Syndrom eingegangen. Da wir als Familie in unserer damaligen Situation direkt nach der Geburt von Marlon hilfreiche Unterstützung durch die „Arbeitsgemeinschaft der Gestose Frauen e.V“ erhalten haben, ist der Kontakt nie gänzlich abgerissen. Der Verlag hatte dann vorgeschlagen, ob wir pro verkauften Buchexemplar 1€ als Erlös an genau diese Arbeitsgemeinschaft spenden wollen. Es ist auch vorgesehen in enger Zusammenarbeit, nachträglich auf die Buchcover einen Aufkleber der Gestose Frauen e.V. aufzubringen. So kann man zusammen viel Aufmerksamkeit für den eingetragenen Verein erzeugen, der halt auf Spenden angewiesen ist. Wenn sich das Buch „Milchzahn die Zweite“ also gut verkauft hat das den schönen Nebeneffekt, dass man damit etwas sehr Sinnvolles unterstützt. Also, ein Bestseller- oder wie Marlon sagen würde „Besenteller“- wäre eine klasse Sache. Die erste Resonanz klingt schon mal ganz vielversprechend, warten wir ab wie sich dieses Buch entwickelt.

 

Im Zeitalter des Internets finden sich unzählige Diskussionen darüber, ob es „in Ordnung“ ist, sein Kind via Blog, social medias oder eben in einem Buch „derart“ der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wie stehst du zu diesem heiklen Thema?

Schwierige, in der Tat zu Recht heißdiskutierte Frage. Ich denke man sollte sich da als Eltern etwas zurücknehmen bzw. es nicht übertreiben und sich immer wieder die Frage stellen, was man seinem Kind ggf. zumutet. Wir haben z.B. vor kurzem eine durchaus interessante Anfrage einer großen deutschen Elternzeitschrift zu einem Interview mit damit verbundenen professionellem Fotoshooting unseres Sohnes abgelehnt, weil wir gar nicht möchten, dass Marlon in die Öffentlichkeit gezogen wird. Literarisch sehe ich dies anders, wobei man sagen muss, dass all meine Bücher (mittlerweile immerhin 3 Stück!) zwar autobiografische Grundlagen haben, aber man als Autor natürlich auch seine möglichen „Freiheiten“ ausnutzt. Entscheiden muss das natürlich jede Familie für sich selbst.

 

Dürfen wir Leser denn auch auf einen dritten Teil hoffen? Denn sicherlich möchten wir spätestens in Marlons Schulzeitalter wieder von deinen Erfahrungen profitieren, mit euch bangen und über Geschriebenes schmunzeln.

Das kann ich nach den Erfahrungen der letzten Bücher nicht ausschließen, auch wenn dann vermutlich bis dahin all seine „Milchzähne“ ausgefallen sein werden und man sich einen anderen Titel überlegen müsste 🙂  Ich habe gerade vor ein paar Tagen eine nette Email einer Leserin bekommen, die mich gebeten hat, doch unbedingt noch einen dritten Teil zu veröffentlichen. Das erfüllt einen als Autor natürlich mit unheimlich viel Stolz, zumal das Buch ja gerade erst druckfrisch im Dezember veröffentlicht wurde und sozusagen erst anläuft.

 

Unser erstes gemeinsames Interview endete letztes Jahr mit der Frage, was du den Babykeks-Blog-Lesern abschließend noch mit auf den Erziehungs-Weg geben möchtest. Nun hast du Gelegenheit, deine Antwort mit der „Weisheit“ deiner erlebten Erziehung-Jahre neu zu formulieren.

Ich glaube damals, beim ersten Interview hatte ich schon auf ein Kapitel von „Milchzahn die Zweite“ verwiesen, was zu dem Zeitpunkt noch in der Entstehungsphase war. Es ist aktuell im Buch nun das Kapitel Nr. 13 geworden und trägt den Titel: „Erziehung ist gar nicht so schwer“. Marlon fragt mich in dem Kapitel: „Papa, was ist Erziehung“. Die Situation ist nicht erfunden und wirklich so passiert. Hier meine Antwort:

„Erziehung ist ein großes Gesamtpaket vieler kleiner wichtiger Punkte. Und Eltern, die darauf keinen Wert legen, könnten später die Quittung dafür bekommen. Wichtig ist, dass man immer miteinander spricht.“

Marlon hat meine ganzen detaillierten, längeren Verklärungsversuche komprimiert in etwa ganz einfach kindlich wie folgt zusammen gefasst:

„Erziehung scheint doch eine ganz einfache Sache zu sein!

Bitte Danke Entschuldigung!“. So kann das dann gehen 🙂 Ich denke wichtig ist, dass man versucht seinen Kindern ein gutes Vorbild zu sein! Vielen Dank an @babykeks für die Möglichkeit zum Interview und allen Lesern viel Glück bei der bevorstehenden Verlosung!

Dankeschön für das Interesse,

Thomas Scholtyssek

 *~~~*

Ich bedanke mich auch ganz herzlich bei dir für deine offenen Worte und hoffe wirklich sehr, dass wir vielleicht in den kommenden Jahren wieder ein Interview führen werden, wenn es dann eventuell schon heißen könnte: „Milchzahn war gestern – Jetzt wächst nichts mehr nach“!

Wer gerne noch mehr über den sympathischen Autor und Familienvater erfahren möchte, kann dies auf Thomas Scholtysseks  Thomas Scholtyssek tun, bzw. direkt auf der Homepage zum Buch: www.marlonsmilchzahn.de

Und wer ein brandneues Exemplar von „Milchzahn die Zweite – Jetzt rede ich!“ gewinnen möchte, der sollte unbedingt morgen nochmal vorbeischauen, denn dann werden auf dem Babykeks-Blog 3 Bücher unter allen teilnehmenden Lesern verlost.

Lest gerne auch nochmal unser erstes Interview zu Thomas Scholtysseks Buch: „Achterbahn zum ersten Milchzahn“ Ein Abenteuer mit Happyend!

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Sabrina

… wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

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